ABGESAGT - Ware Heilung. Über asiatische Gesundheitskonzepte

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Herrenhausen Palace
Public

Um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) zu verhindern, hat sich die VolkswagenStiftung unter Berücksichtigung der behördlichen Empfehlungen und wissenschaftlicher Fakten entschieden, diese Veranstaltung abzusagen.
Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Wie kamen alternative Heilverfahren nach Deutschland und warum boomen sie? Katja Triplett vom Institut für Religionswissenschaft der Leibniz Universität, gewährt uns Einblicke in ihre aktuelle Forschung. (Foto: Isabel Winarsch für VolkswagenStiftung)
Wie kamen alternative Heilverfahren nach Deutschland und warum boomen sie? Katja Triplett vom Institut für Religionswissenschaft der Leibniz Universität, gewährt uns Einblicke in ihre aktuelle Forschung. (Foto: Isabel Winarsch für VolkswagenStiftung)

Viele Menschen fühlen sich heute zunehmend fremdbestimmt und geplagt vom Zwang, ständig erreichbar zu sein. Die Sehnsucht nach mehr Abstand und Entschleunigung im Alltag führt zu einem Boom alternativer oft spirituell geprägter Heilverfahren mit ihren vielfältigen Angeboten im Wellness- und Gesundheitssektor. Dazu gehören Yoga, Tai Chi und Qi Gong - um nur einige Formen der aus Asien stammenden körperbetonten Praktiken zu nennen.
Wie kamen diese Praktiken nach Deutschland und weshalb sind sie so beliebt? Und welche Rolle spielen sie heute in den Regionen ihrer Entstehung? Haben sie dort gar den Charakter einer Religion? Allgemein gilt die Trennung von Staat und institutionalisierter Religion als Grund für den Wertewandel hin zu einer verstärkt individualisierten Religion und Weltanschauung. Die Entwicklung macht auch bei den "herkömmlichen" Religionen nicht halt. So bieten christliche Klöster Raum für Gestresste, die nach Ruhe und Einkehr suchen. Hildegard von Bingen erlebt eine Renaissance, wie die steigende Nachfrage der nach ihr benannten Tees und anderen Produkten zeigt. Das weite Spektrum der alternativen Heilverfahren schließt also nicht nur "asiatische" Formen, sondern auch neue Empfehlungen aus dem herkömmlichen Religionssektor ein.

Was leistet die Religionswissenschaft bei der Erforschung von Religion und Gesundheit allgemein? Welche Modelle liefert sie für die Erklärung der gesellschaftlichen Funktion von Religion und Spiritualität? Welche Erkenntnisse haben wir durch den Vergleich von Gesellschaften mit einer weitgehend freiheitlichen Religionsgesetzgebung und denjenigen, die restriktiv mit Religion umgehen?

In ihrem Vortrag wird Dr. Katja Triplett, kommissarische Leiterin eines Forschungsprojekts über Religion und nachhaltige Ernährung am Institut für Religionswissenschaft der Leibniz Universität Hannover, Einblicke in die aktuelle Erforschung des Phänomens asiatischer Gesundheitstechniken geben.

Vortrag

Dr. Katja Triplett, Assoziiertes Mitglied des Verbundprojekts "Nachhaltige Ernährungsstile" der Universitäten Hannover und Göttingen

Herrenhauser Late
Ware Heilung. Zur Beliebtheit asiatischer Therapieformen und Gesundheitskonzepte
Mittwoch, 22. April 2020, 20.30 Uhr
Xplanatorium Schloss Herrenhausen, Hannover

Veranstaltungsort

Die Veranstaltungen der VolkswagenStiftung finden im Xplanatorium Schloss Herrenhausen, Herrenhäuser Straße 5, 30419 Hannover, statt. Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Üstra-Linien 4 und 5, Haltestelle "Herrenhäuser Gärten". Das Tagungszentrum Schloss Herrenhausen ist barrierefrei.

Eintritt frei

Es stehen 130 Sitzplätze und 170 Stehplätze zur Verfügung (freie Platzwahl). Die Türen öffnen 1 Stunde vor Beginn. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Aus Höflichkeit gegenüber den Vortragenden schließen wir den Einlass mit Beginn der Veranstaltung.

Service für Gäste mit Hörgeräten

Unter events@volkswagenstiftung.de können Sie für die jeweilige Veranstaltung einen Taschenempfänger mit Kopfhörer vorbestellen.

Veranstaltungsinfos per E-Mail

Sie möchten über zukünftige Veranstaltungen informiert werden? Wir freuen uns über Ihre Registrierung in unserem Veranstaltungsportal unter www.veranstaltungen.volkswagenstiftung.de

Hintergrund Herrenhausen Late

"Herrenhausen Late - ScienceMusicFriends" wendet sich an ein junges, wissenschaftlich interessiertes Publikum. Originelle Wissenschaftsthemen werden von Expertinnen und Experten aus einer unterhaltsamen Perspektive beleuchtet. Der Festsaal im Herrenhäuser Schloss wird dafür zur Lounge mit Sitzecken, einer kleinen Bühne, Musik und Getränken an der Bar. Herrenhausen Late ist eine gemeinsame Veranstaltungsreihe der VolkswagenStiftung, der Leibniz Universität Hannover, der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, der Medizinischen Hochschule Hannover und der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover.