Wenn das Leben Schmerz ist, Gedanken über selbst bestimmtes Sterben

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Herrenhausen Palace
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Die Sterbehilfe in Deutschland muss neu organisiert werden, seit das Bundesverfassungsgericht das Verbot der organisierten Beihilfe zum Suizid gekippt hat. Was dieses Urteil für Betroffene und unsere Gesellschaft aus ethischer und rechtlicher Sicht bedeutet - ein Herrenhäuser Podiums-Gespräch am 8. Oktober in Hannover.

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Im Februar dieses Jahres änderte das Bundesverfassungsgericht § 217 grundlegend. (Foto: N. Theiss - stock.adobe.com)
Im Februar dieses Jahres änderte das Bundesverfassungsgericht § 217 grundlegend. (Foto: N. Theiss - stock.adobe.com)

"Mit Abstand nah dran" - unter diesem Motto freuen wir uns, für dieses Herrenhäuser Gespräch die Türen des Xplanatoriums wieder öffnen zu dürfen.

Ausgebucht

Aufgrund der geltenden Schutz- und Hygienebestimmungen ist eine Anmeldung im Vorfeld zwingend notwendig!  Bitte beachten Sie unsere Schutz- und Hygienemaßnahmen.

Aufzeichnung

NDR Kultur zeichnet die Veranstaltung auf und strahlt sie im NDR Sonntagsstudio aus.

Herrenhäuser Gespräch: Wenn das Leben Schmerz ist  - Gedanken über das selbstbestimmte Sterben

Welcher Tod soll auf ein selbstbestimmtes Leben folgen, wenn dieses aufgrund schwerer Krankheit und anhaltender, unerträglicher Schmerzen zur Qual wird? "Mein Lebensende gehört mir", sagen die einen und wünschen sich einen selbstbestimmten und würdevollen Tod. Die anderen verweisen auf den uneingeschränkten Respekt für das Leben und lehnen jede Form von Sterbehilfe ab.

Das in § 217 StGB verankerte Gesetz zur Strafbarkeit der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung hat die Suizid-Begleitung in Deutschland bisher nahezu unmöglich gemacht. In einer lang erwarteten Entscheidung hat das Bundesverfassungsgericht das Gesetz im Februar für verfassungswidrig erklärt. In der Begründung heißt es, dass "die getroffene Entscheidung des Einzelnen, seinem Leben entsprechend seinem Verständnis von Lebensqualität und Sinnhaftigkeit der eigenen Existenz ein Ende zu setzen, im Ausgangspunkt als Akt autonomer Selbstbestimmung von Staat und Gesellschaft zu respektieren ist".  

Welche praktischen Auswirkungen hat das Urteil auf die neu zu regelnde Sterbehilfe?

Auf welche Hilfe können Schwerkranke und ihre Angehörigen nun hoffen?

Wie lässt sich ein würdevolles Lebensende selbstbestimmt gestalten?

Und wie könnte ein neuer gesellschaftlicher Konsens aussehen, der ethische, medizinische und rechtliche Positionen ausgewogen berücksichtigt?

Herrenhäuser Gespräche sind eine Veranstaltungsreihe von VolkswagenStiftung und NDR Kultur.

Diese Veranstaltung richtet sich an ein neugieriges Publikum, das sich für aktuelle Themen aus Wissenschaft und Gesellschaft interessiert.

64. Herrenhäuser Gespräch
Wenn das Leben Schmerz ist  - Gedanken über das selbstbestimmte Sterben
Donnerstag, 8. Oktober 2020, 19.00 Uhr
Xplanatorium Schloss Herrenhausen, Hannover

Programm

Podiumsdiskussion mit

Dr. Petra Bahr, Regionalbischöfin des Sprengels Hannover der Evangel.-Lutherischen Landeskirche Hannovers, Mitglied im Deutschen Ethikrat 

Prof. Dr. Gunnar Duttge, Rechtswissenschaftler für Medizin- und Biorecht an der Universität Göttingen, Mitherausgeber der Zeitschrift "Leben & Tod"

Prof. Dr. Dr. Dr. h. c. Eckhard Nagel, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften der Universität Bayreuth

Prof. Dr. Dr. h. c. Dieter Birnbacher, Institut für Philosophie, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Moderation: Dr. Ulrich Kühn, NDR Kultur

Sendetermin: NDR Sonntagsstudio

Anmeldung zur Veranstaltung

Um die erlaubte Maximalauslastung der Räume nicht zu überschreiten, bitten wir Sie, sich im Vorfeld der Veranstaltung auf unserer Homepage (https://veranstaltungen.volkswagenstiftung.de/) für die Veranstaltung anzumelden. So können wir sicherstellen, die maximale Teilnehmerzahl nicht zu überschreiten und niemanden wegschicken zu müssen.

Veranstaltungsort 

Die Veranstaltungen der VolkswagenStiftung finden im Xplanatorium Schloss Herrenhausen, Herrenhäuser Straße 5, 30419 Hannover, statt. Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Üstra-Linien 4 und 5, Haltestelle "Herrenhäuser Gärten". Das Tagungszentrum Schloss Herrenhausen ist barrierefrei.

Veranstaltungsinfos per E-Mail

Sie möchten über zukünftige Veranstaltungen informiert werden? Wir freuen uns über Ihre Registrierung in unserem Veranstaltungsportal unter veranstaltungen.volkswagenstiftung.de.

Herrenhäuser Gespräche

Mit den Herrenhäuser Gesprächen präsentieren die VolkswagenStiftung und NDR Kultur aktuelle Themen aus Wissenschaft und Kultur, die unsere Gesellschaft bewegen. Ganz im Sinne von Gottfried Wilhelm Leibniz positioniert sich Herrenhausen damit als ein Ort des intellektuellen Diskurses, der weit über die Grenzen der Stadt Hannover hinaus eine breite Öffentlichkeit zum Mit- und Nachdenken anregt.