ABGESAGT - Entkolonialisiert Euch!

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Herrenhausen Palace
Public

Um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) zu verhindern, hat sich die VolkswagenStiftung unter Berücksichtigung der behördlichen Empfehlungen und wissenschaftlicher Fakten entschieden, diese Veranstaltung abzusagen.
Vielen Dank für Ihr Verständnis.
 

Denkmal im Park
Das 1931 errichtete "Reichskolonial-Ehrenmal" in Bremen ist seit 1989 ein Mahnmal gegen die Kolonialbewegung. (Foto: Matthias Süßen via Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0 http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)

Die Aufzeichnung eines Gesprächs der Podiumsgäste durch Deutschlandfunk Kultur finden Sie hier in der DLF Audiothek.

Ein Interview mit Sharon Dodua Otoo finden Sie unter "Die Krise hebt manches hervor ...".

 

Die Kolonialzeit: drei Jahrzehnte, die in Deutschland schon mit dem Ersten Weltkrieg zu Ende gingen? Ein Nischenthema, allenfalls von historischem Interesse? Im Gegenteil: Seit wenigen Jahren hat Deutschland eine Bewegung erfasst, die manche eine zweite Dekolonisierung nennen. Dabei geht es nicht nur um den richtigen Umgang mit dem Völkermord an den Herero und Nama, nicht nur um die Rückgabe afrikanischer Kulturgüter an die Herkunftsländer. Im Kern dreht sich die aktuelle Debatte um die Dekolonisierung des Denkens, das im Großen wie im Kleinen steckt: Welchen Preis zahlt der globale Süden dafür, dass der globale Norden seine Smartphone-Sammlung alle zwei Jahre erneuert? Wie lange noch erträgt es eine Gesellschaft, dass in demokratischen Institutionen zwar Rechte, Linke, Liberale vertreten sind - aber kaum Nichtweiße? Wollen wir noch Bücher im Original lesen, wenn dort Begriffe auftauchen, die wir heute als rassistisch verstehen? Und wie vorbehaltlos lässt sich am Erbe der Aufklärung festhalten, wenn diese wohl die Freiheiten begründet hat - aber den Kolonialismus ebenfalls?

Herrenhäuser Forum
Entkolonialisiert Euch! Wie uns längst überkommene Denkmuster prägen
Xplanatorium Schloss Herrenhausen, Hannover

Programm

Podiumsgäste

Prof. Dr. Bénédicte Savoy, Institut für Kunstwissenschaft und Historische Urbanistik; TU Berlin

Sharon Dodua Otoo, Autorin, Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin 2016, Berlin

Prof. Dr. Christian Geulen, Institut für Geschichte, Universität Koblenz-Landau

Katharina Oguntoye, Historikerin und Kunstschaffende, Gründungsmitglied der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland Bund e.V.

Moderation: René Aguigah, Deutschlandfunk Kultur

Das Herrenhäuser Forum wird von Deutschlandfunk Kultur aufgezeichnet und am 3.4.2020 in der Sendung "Wortwechsel" ausgestrahlt.

Veranstaltungsort

Die Veranstaltungen der VolkswagenStiftung finden im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Herrenhäuser Straße 5, 30419 Hannover, statt. Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Üstra-Linien 4 und 5, Haltestelle "Herrenhäuser Gärten". Das Tagungszentrum Schloss Herrenhausen ist barrierefrei.

Eintritt frei

Es stehen 300 Sitzplätze zur Verfügung (freie Platzwahl). Die Türen öffnen 45 Minuten vor Beginn. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Aus Höflichkeit gegenüber den Vortragenden schließen wir den Einlass mit Beginn der Veranstaltung.

Service für Gäste mit Hörgeräten

Unter events@volkswagenstiftung.de können Sie für die jeweilige Veranstaltung einen Taschenempfänger mit Kopfhörer vorbestellen. Veranstaltungsinfos per E-Mail Sie möchten über zukünftige Veranstaltungen informiert werden? Wir freuen uns über Ihre Registrierung in unserem Veranstaltungsportal unter veranstaltungen.volkswagenstiftung.de.

Hintergrund Herrenhäuser Forum

Mit drei verschiedenen Schwerpunkten möchte das Herrenhäuser Forum ein breites Publikum für wissenschaftliche Fragen von gesellschaftlicher Relevanz begeistern und diese aufgrund empirischer Befunde diskutieren. Dazu werden renommierte Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aber auch Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Kultur und Medien zu Vorträgen und Podiumsgesprächen eingeladen. Das Forum für Zeitgeschehen greift jeweils aus aktuellem Anlass historische Ereignisse auf und erörtert deren Bedeutung für unsere Gegenwart und Zukunft. Das Forum Mensch-Natur-Technik nimmt das komplexe Zusammenspiel von Natur und Technik sowie dessen Wechselwirkungen mit uns und unserer Lebenswelt in den Blick. Zentrale ökonomische und politische Herausforderungen sowie kontroverse Fragen unseres Zusammenlebens stehen im Mittelpunkt des Forums Politik-Wirtschaft-Gesellschaft.