Der Beginn des Zweiten Weltkriegs

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Herrenhausen Palace
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Im Krieg gegen Polen setzte die Wehrmacht auf motorisiertes Kriegsgerät, wie zum Beispiel Panzerfahrzeuge. (Foto: Bundesarchiv, Bild 146-1976-071-36 / CC-BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons)
Im Krieg gegen Polen setzte die Wehrmacht auf motorisiertes Kriegsgerät, wie zum Beispiel Panzerfahrzeuge. (Foto: Bundesarchiv, Bild 146-1976-071-36 / CC-BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons)

27 Tage lagen zwischen dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen am 1. September 1939 und der Kapitulation der Verteidiger Warschaus. Die NS-Propaganda sprach von einem "Blitzkrieg" und versuchte, die großen Verluste auf beiden Seiten zu überspielen. Die Exilregierung floh nach Frankreich, 700.000 polnische Soldaten kamen in deutsche Kriegsgefangenschaft. Große Teile der politischen und geistigen Elite sowie die jüdische Bevölkerung der polnischen Gebiete wurden Opfer des beginnenden Terrors der SS-Einsatzgruppen. Welche strategischen, wirtschaftlichen und ideologischen Überlegungen gingen der Entscheidung für diesen Angriff voraus? Welche Rolle spielten Hitlers Verhandlungen mit der Sowjetunion? Wie wirkten sich die schnelle Besetzung Polens und der Krieg gegen die Zivilbevölkerung im Osten auf die weitere Kriegführung aus? Welche Einflussmöglichkeiten hatten die polnische Exilregierung und die polnische Exilarmee, die aufseitender Alliierten kämpfte? Das Forum für Zeitgeschehen thematisiert die Ereignisse, die vor 80 Jahren den Zweiten Weltkrieg auslösten, und fragt nach den Wahrnehmungen des Krieges auf deutscher und polnischer Seite sowie den Nachwehen in Polen und Deutschland nach 1945.

Diese Veranstaltung richtet sich an ein neugieriges Publikum, das sich für aktuelle Themen aus Wissenschaft und Gesellschaft interessiert.

Herrenhäuser Forum
Der Beginn des Zweiten Weltkriegs
Dienstag, 24. September 2019, 19 Uhr
Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover

Programm

Vorträge

Prof. Dr. Hans-Jürgen Bömelburg, Gießener Zentrum Östliches Europa, Justus-Liebig-Universität Gießen

Prof. Dr. habil. Krzysztof Ruchniewicz, Direktor des WBZ, Leiter des Lehrstuhls für Geschichte, Universität Breslau

anschl. Podiumsdiskussion mit den Vortragenden

Moderation: Prof. Dr. Magdalena Waligórska, Institut für Geschichtswissenschaft, Universität Bremen

Veranstaltungsort

Mit drei verschiedenen Schwerpunkten möchte das Herrenhäuser Forum ein breites Publikum für wissenschaftliche Fragen von gesellschaftlicher Relevanz begeistern und diese aufgrund empirischer Befunde diskutieren. Dazu werden renommierte Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aber auch Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Kultur und Medien zu Vorträgen und Podiumsgesprächen eingeladen. Das Forum für Zeitgeschehen greift jeweils aus aktuellem Anlass historische Ereignisse auf und erörtert deren Bedeutung für unsere Gegenwart und Zukunft. Das Forum Mensch-Natur-Technik nimmt das komplexe Zusammenspiel von Natur und Technik sowie dessen Wechselwirkungen mit uns und unserer Lebenswelt in den Blick. Zentrale ökonomische und politische Herausforderungen sowie kontroverse Fragen unseres Zusammenlebens stehen im Mittelpunkt des Forums Politik-Wirtschaft-Gesellschaft.