Brot oder Biene? Agrarwirtschaft und Artenschutz in Deutschland

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Herrenhausen Palace
General public

 

Weizenfeld bei Kühlungsborn: Für alle Bienenarten ist die deutsche Agrarlandschaft eine "Grüne Wüste", in der sie immer weniger Nahrung finden. (Foto: Ch. Pagenkopf via Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)
Weizenfeld bei Kühlungsborn: Für alle Bienenarten ist die deutsche Agrarlandschaft eine "Grüne Wüste", in der sie immer weniger Nahrung finden. (Foto: Ch. Pagenkopf via Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)

Unsere Landwirtschaft der letzten hundert Jahre ist eine Erfolgsgeschichte. Noch nie zuvor wurden so viele gesunde Lebensmittel hoher Qualität produziert. Die ökologischen Kollateralschäden dieser Entwicklung sind jedoch immens: Im Zuge der Grünen Revolution wurden seit den 1970er Jahren zunehmend Pestizide sowie Mineraldünger eingesetzt, die  Flurbereinigung hat unsere bunten Kulturlandschaften zerstört, die Artenvielfalt nimmt ab.

Der riesige Verlust an Biodiversität hat zwar die Umweltbewegung der 1980er ins Leben gerufen und das Bewusstsein für den Erhalt der biologischen Vielfalt geschärft, doch das Artensterben konnte sie langfristig nicht aufhalten. Der Verlust der Lebensraumvielfalt unserer Landschaften hat weiter zugenommen. In den letzten drei Jahrzehnten sind weitere dramatische Rückgänge bei den Insekten und Feldvögeln zu verzeichnen. Der Pestizideinsatz hat sich nämlich nicht nur verdoppelt, sondern ist konstitutiv für die Art der Landbewirtschaftung geworden. Wie überwinden wir die aktuelle Biodiversitätskrise? Wie könnte eine moderne Agrarwirtschaft aussehen, die genügend Lebensmittel produziert und dem Artenschutz Rechnung trägt?

Herrenhäuser Forum Mensch-Natur-Technik
Brot oder Biene? Agrarwirtschaft und Artenschutz in Deutschland
Montag, 12. November 2018, 19.00 Uhr
Tagungszentrum Schloss Herrenhausen

In Kooperation mit dem Verbund Transformationswissenschaft Agrar Niedersachsen

Programm

Impulse

Die Auswirkung der modernen Landwirtschaft auf die Artenvielfalt
Prof. Dr. Teja Tscharntke, Abteilung Agrarökologie, Universität Göttingen

Alternative Methoden des Nutzpflanzenbaus als mögliche Lösungswege 
für die Zukunft
Prof. Dr. Dr. h.c. Urs Niggli, Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL), Schweiz 

Anschl. Podiumsdiskussion mit den Vortragenden und 

Michael Stübgen, MdB, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
Silvia Bender, Abteilungsleitung Biodiversität, BUND Deutschland
Stephanie Strotdrees, Landwirtin aus Nordrhein Westfalen, Mitglied im Präsidium BIOLAND

Moderation: Dr. Daniel Lingenhöhl, Spektrum der Wissenschaft

Veranstaltungsort

Die Veranstaltungen der VolkswagenStiftung finden im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Herrenhäuser Straße 5, 30419 Hannover, statt. Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Üstra-Linien 4 und 5, Haltestelle "Herrenhäuser Gärten". Das Tagungszentrum Schloss Herrenhausen ist barrierefrei.

Eintritt frei

Es stehen 320 Sitzplätze zur Verfügung (freie Platzwahl). Die Türen öffnen 45 Minuten vor Beginn. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Aus Höflichkeit gegenüber den Vortragenden schließen wir den Einlass mit Beginn der Veranstaltung.

Service für Hörgeräteträger

Unter events@volkswagenstiftung.de können Sie für die jeweilige Veranstaltung einen Taschenempfänger mit Kopfhörer vorbestellen.

Veranstaltungsinfos per E-Mail

Sie möchten über zukünftige Veranstaltungen informiert werden? Wir freuen uns über Ihre Registrierung in unserem Veranstaltungsportal unter veranstaltungen.volkswagenstiftung.de.

Die Veranstaltung zum Nachhören

Audio-Mitschnitte unserer Veranstaltungsreihen sowie von ausgewählten Einzelveranstaltungen finden Sie in unserer Mediathek sowie über unser Podcast-Angebot "ListentoScience".

Hintergrund Herrenhäuser Forum

Mit drei verschiedenen Schwerpunkten möchte das Herrenhäuser Forum ein breites Publikum für wissenschaftliche Fragen begeistern. Das Forum für Zeitgeschehen greift jeweils aus aktuellem Anlass historische Ereignisse auf und erörtert deren Bedeutung für unsere Gegenwart und Zukunft. Im Forum Mensch-Natur-Technik, einer Kooperation mit Spektrum der Wissenschaft, diskutieren Wissenschaftler das komplexe Zusammenspiel von Natur und Technik und dessen Wechselwirkungen mit uns und unserer Lebenswelt. Zentrale ökonomische und politische Herausforderungen sowie kontroverse Fragen unseres gemeinschaftlichen Zusammenlebens stehen im Mittelpunkt der Diskussionen im gemeinsam mit NDR Info veranstalteten Forum Politik-Wirtschaft-Gesellschaft.