Internationale Forschung in den Computational Social Sciences (beendet)

  • Fachgebiet: Computational Social Sciences
  • Region: Deutschland
  • Förderart: eigene Stelle (Postdoc-Teams); wissenschaftliche Veranstaltungen
  • bis zu 800.000 Euro pro Postdoc-Projekt
  • 2-4 Jahre
  • Teams aus 2-4 Postdocs, max. 3 Jahre nach Promotion; für Veranstaltungen auch etablierte Wissenschaftler(innen)
  • Voraussetzungen: Fragestellung im Bereich der „Computational Social Sciences“; Hauptantragsteller(in) an einer Institution in Deutschland; Postdoc-Teams: International und interdisziplinär, mind. ein(e) Sozialwissenschaftler(in)
  • Zusatzleistungen: Weiterbildungsmaßnahmen; Zusatzmittel für Wissenschaftsvermittlung und -kommunikation
Foto: © Gunnar Assmy - Fotolia
Foto: © Gunnar Assmy - Fotolia

Ziel der Initiative

In den vergangenen Jahren hat die Digitalisierung der Gesellschaft zu weitreichenden Veränderungen auf sozialer, politischer und wirtschaftlicher Ebene geführt. Daneben hat die "digitale Revolution" auch erhebliche Auswirkungen auf den Bereich der sozialwissenschaftlichen Forschung: Die Entwicklung und Nutzung neuer Medien hat eine zuvor nicht vorhandene Menge an Daten über menschliches Verhalten erzeugt, die nun für die Forschung zur Verfügung stehen. Diese Entwicklungen führen nicht nur zu neuen Möglichkeiten für die Sozialwissenschaften, sondern stellen sie zugleich vor methodische Herausforderungen. So ergibt sich eine erhebliche Bandbreite an Forschungsfragen im Bereich der "Computational Social Sciences", zu deren Bearbeitung die Stiftung mit diesem Förderkonzept beitragen möchte. Neben der Erforschung sozial relevanter Forschungsfragen möchte die Stiftung insbesondere die Vernetzung deutscher und internationaler Wissenschaftler(innen) unterstützen und zur Kompetenzentwicklung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Bereich der "Computational Social Sciences" beitragen.

Förderangebot

Im Fokus der Ausschreibung steht die Bearbeitung gesellschaftlich relevanter Forschungsfragen. Die Stiftung fördert sowohl internationale Workshops und Sommerschulen (auch als Reihen mit bis zu drei Veranstaltungen) als auch internationale Forschungsvorhaben von bis zur vier Postdoktorand(inn)en, die sich mit ihrer Fragestellung im Themenbereich der "Computational Social Sciences" bewegen. Hierbei können sich Projektteams interdisziplinär zusammensetzen; jedoch ist die Einbindung eines/einer Sozialwissenschaftlers/Sozialwissenschaftlerin zwingend erforderlich.

Weitere Informationen zu Ausschreibungsbedingungen sowie zur Antragstellung finden sich unter Information zur Antragstellung 107 (pdf). Anträge müssen auf Englisch verfasst und in elektronischer Form über das Antragsportal eingereicht werden.

Hintergrund

Diese Ausschreibung steht im Kontext einer Reihe von Aktivitäten der Stiftung im Themenfeld "Big Data/Digitalisierung der Gesellschaft". Anknüpfend an die beiden Herrenhäuser Konferenzen "Digital Humanities" (2013) und "Big Data in a Transdisciplinary Perspective" (2015) hat die Stiftung beschlossen, diesen dynamischen und sich (zumindest in Deutschland) noch im Aufbau befindlichen Forschungsbereich "Computational Social Sciences" zu fördern.