"Sputnik-Schock" und die Folgen: Astronaut Ulf Merbold beim Herrenhäuser Forum

In den 1950er Jahren konkurrierten die Systemblöcke Ost und West beim Vorstoß ins All. Heute wollen viele auf dem Mars Triumphe feiern. Der Wettlauf um die Vormacht im Weltraum damals und heute ist das Thema des nächsten Herrenhäuser Forums für Zeitgeschehen am 3. Oktober 2012; Eintritt frei.

Am 4. Oktober 1957 wurde der Satellit Sputnik 1 vom sowjetischen Baikonur aus in die Umlaufbahn geschossen und löste in der westlichen Welt den "Sputnik-Schock" aus: Der technologische Führungsanspruch der USA war erschüttert und herausgefordert. Um den Rückstand aufzuholen, mobilisierte der Westen eine gewaltige Bildungs- und Forschungsoffensive. Auch die Gründung der wissenschaftsfördernden VolkswagenStiftung, die 2012 ihr 50. Jubiläum feiert, ist vor diesem historischen Hintergrund zu sehen. Schlag auf Schlag schritt die Eroberung des Weltalls voran: 1961 schickten die Sowjets Juri Gagarin als ersten Kosmonauten ins Weltall. 1969 betrat Neil Armstrong als erster Mensch den Mond. Exakt 55 Jahre nach dem "Sputnik-Schock" hat der Weltraum nichts von seiner Faszination eingebüßt. Nach dem Mond ist nun der Mars das Ziel milliardenteurer Expeditionen – und ein Indikator für die technologische Kraft der teilnehmenden Nationen. "Aufbruch ins All – Träume vom Himmel und irdische Realitäten" heißt das Herrenhäuser Forum für Zeitgeschehen, zu dem Sie die VolkswagenStiftung als Veranstalterin herzlich einlädt.

Bitte weisen Sie in Ihren Medien auf die Veranstaltung hin und kommen Sie selbst am Mittwoch, 3. Oktober 2012, 19 Uhr, ins NDR Funkhaus Hannover, Kleiner Sendesaal. Eine Akkreditierung wird erbeten unter presse@volkswagenstiftung.de. Gern bemühen wir uns um die Vermittlung von Interview-Wünschen.

Programm:

Chronik der Eroberung des Weltraums 1942-1981

Vortrag von

Prof. Dr. Bernd Stöver, apl. Professor, Universität Potsdam

Sputnik und die Folgen für Raumfahrt und Wissenschaftsförderung

Vortrag von

Dr. Alexander C.T. Geppert, Leiter der Emmy-Noether-Forschergruppe "Die Zukunft in den Sternen: Europäischer Astrofuturismus und außerirdisches Leben im 20. Jahrhundert", Freie Universität Berlin

Hon.-Prof. Dr. h.c. Jesco von Puttkamer, Office of Space Operations,

NASA, und Dr. Ulf Merbold, Astronaut,

im Zeitzeugengespräch mit Florian Hildebrand, Wissenschaftsjournalist, Bayerischer Rundfunk Die Teilnahme am Herrenhäuser Forum ist kostenlos.