Diskussion "Treffen sich ein Journalist und ein Wissenschaftler…" - Chancen und Risiken der Kooperation" auf der Tagung SciCAR – Where Science Meets Computer Assisted Reporting, 6. - 8. September 2017
Die Idee, wissenschaftliche Tugenden im Journalismus anzuwenden, ist rund 100 Jahre alt. Doch die Hindernisse sind nicht zu unterschätzen: Redaktionen und Forschungsinstitute arbeiten meist in verschiedenen Zeittakten – wo der Journalist in Stunden bis Tagen denken muss, kalkuliert der Wissenschaftler in Wochen bis Monaten. Auch haben beide im eigenen Haus mit Vorurteilen zu kämpfen: Wissenschaftler gelten in den Medien oft als kompliziert und langweilig, Journalisten schnell mal als oberflächlich und reißerisch. Auf dem Podium berichteten jeweils zwei Wissenschaftler und zwei Journalisten, wie sie solche und andere (etwa ethische und rechtliche) Probleme in vier von der VolkswagenStiftung geförderten Projekten zu Wissenschaft und Datenjournalismus meistern konnten – und welche Chancen und neuen Perspektiven sich umgekehrt aus der Zusammenarbeit ergeben haben.