Mit Hilfe von KI gestützten Systemen können große Datenmengen ausgewertet und so Pandemieverläufe vorhergesagt werden. (Foto: Skórzewiak - stock.adobe.com)

Künstliche Intelligenz in der Pandemiebekämpfung

Über die Potentiale von KI-Technologien bei der Pandemiebekämpfung, den aktuellen Entwicklungsstand sowie moralische und technische Grenzen sprechen Expert:innen im Herrenhäuser Forum am 25. November im Livestream.

Seit Frühjahr 2020 befindet sich die globale Gemeinschaft im Kampf gegen das sich pandemisch verbreitende SARS-CoV-2. Bereits zu Beginn der Pandemie wurde offensichtlich, wie schnell Menschen in einer solchen Extremsituation sowohl physisch als auch psychisch an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit geraten. Künstliche Intelligenzsysteme (KI) könnten hier einspringen, um menschliche Ressourcen zu schonen. KI basierte Technologien sind in der Lage, so präzise Daten aus Nachrichten, Social Media Plattformen und Regierungsdokumenten auszuwerten, dass sie weit vor den offiziellen Institutionen den Verlauf von Pandemien vorhersagen können. Gesichtserkennung, Temperaturmessung und der Abgleich individueller Reisehistorien ermöglichen es, Verbreitungswege einer Pandemie genau zu bestimmen und mögliche Überträger exakt zu identifizieren. Aber wo sind die Grenzen dieser Entwicklung? Wieviel Kontrolle und Überwachung sind Menschen bereit zulassen? Oder ist "der gläserne Mensch" längst die Realität?

Podiumsdiskussion mit

Prof. Dr. Petra Ahrweiler, Institut für Soziologie, Technik- und Innovationssoziologie, Simulationsmethoden, Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Dr. Aljoscha Burchardt, Mitglied der Enquete Kommission Künstliche Intelligenz, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz Berlin

Prof. Dr. Dr. Eric Hilgendorf, Lehrstuhl für Strafrecht und Strafprozessrecht, Informationsrecht und Rechtsinformatik, Julius-Maximilian-Universität Würzburg

Prof. Dr. Judith Simon, Professur für Ethik in der Informationstechnologie, Universität Hamburg

Moderation: Annette Riedel, DLF Kultur