Videomitschnitt des Herrenhausen Extras "Atomunfall! Und niemand hat etwas bemerkt?!"Mittwoch, 4. März 2020, Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover.

Im Oktober 2017 zog eine Wolke von radioaktivem Ruthenium über Europa. Was war geschehen und wer war verantwortlich? Beim Herrenhausen Extra nahm Professor Georg Steinhauser vom Institut für Radioökologie und Strahlenschutz, Leibniz Universität Hannover, das Publikum mit auf Spurensuche.

Als am Morgen des 2. Oktober 2017 so wie jede Woche in ganz Europa die Luftfilter der Messstationen für atmosphärische Radioaktivität gewechselt wurden, konnte noch niemand ahnen, dass ein regelrechter Krimi in der Luft lag. Kurz darauf trudelten im Minutentakt die Alarmmeldungen herein: über beinahe dem ganzen Kontinent lag eine Wolke von radioaktivem Ruthenium! Die Konzentrationen waren verhältnismäßig hoch, aber noch nicht gesundheitsschädigend.
Ein derartiges Ereignis hatte es in dieser Form noch nie gegeben. Am Institut für Radioökologie und Strahlenschutz der Universität Hannover liefen die Telefone heiß: Was war geschehen?