Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Stiftungsinitiative Hannover präsentierte Prof. Dr. Ulrike Guérot Ideen, welche Aufgaben Stiftungen im Befriedungs- und Stabilisierungsprozess in Europa übernehmen können. Die COVID-19-Pandemie stellt die Europäische Union vor die "größte Bewährungsprobe seit ihrer Gründung", so Bundeskanzlerin Angela Merkel. Doch nicht erst seit Corona befindet sich Europa in unruhigen Gewässern: jahrelange Brexit-Verhandlungen, die unterschiedliche Bereitschaft zur Aufnahme Geflüchteter, antidemokratische Strömungen, immer häufiger auftretende Klimakatastrophen, größer werdende soziale Ungleichheit und anhaltende Vorurteile und Misstrauen gegenüber der EU lassen die bestehenden Gräben noch tiefer werden. Doch wer kann zur Überwindung dieser Gräben beitragen? Neben der Politik ist die Zivilgesellschaft eine entscheidende Akteurin in diesem Prozess. Doch was treibt die europäische Zivilgesellschaft an und vor allem wer ist es, der hier vornehmlich Gestaltungsfreude entwickelt? Welche Rolle spielen Stiftungen, welche Aufgaben können sie im Befriedungs- und Stabilisierungsprozess Europas übernehmen und warum sollten sie sich nicht nur auf nationale Belange, sondern auch über nationale Grenzen hinweg orientieren?

Gespräch

Belit Onay, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover

Dr. Georg Schütte, Generalsekretär, VolkswagenStiftung

Vortrag

Prof. Dr. Ulrike Guérot, Department für Europapolitik und Demokratieforschung, Donau-Universität Krems

Moderation: Theda Minthe, Koordinatorin der Stiftungsinitiative Hannover, Büro des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt Hannover

Anschließend Diskussion