Podcast: Listen to Science

Die Nation schaut in die Röhre - Fernsehen in der BRD und der DDR - 28.02.2017

© VolkswagenStiftung

65 Jahre deutsche Fernsehgeschichte in BRD und DDR: Im Forum für Zeitgeschehen am 28. Februar in Hannover richteten Expert(inn)en die Blicke zurück und nach vorn.

 

Programm

Einführung zur deutschen Fernsehgeschichte

 

Prof. Dr. Reinhold Viehoff, Universität Halle-Wittenberg

Vorträge

 

Dr. Franziska Kuschel, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

Dr. Bernhard Engel, ZDF Medienforschung

Gespräch mit den Vortragenden

 

Moderation: Prof. Dr. Reinhold Viehoff, Universität Halle-Wittenberg

 

Ein Alltag ohne Fernsehen ist heute kaum noch vorstellbar. 65 Jahre nach dem Beginn der Ausstrahlung der ersten Programme in der BRD und der DDR blicken wir auf eine ereignisreiche Geschichte des Fernsehens zurück. Während der Zuschauer anfangs in öffentlichen "Fernsehstuben" dem aktuellen Programm folgte, eroberte der TV-Apparat schnell die heimischen Wohnzimmer. Mitte der 1970er Jahre besaß fast jeder deutsche Haushalt ein solches Gerät. Das Statussymbol des Wirtschaftswunders avancierte zum Massenmedium. Dabei hat sich die Medienlandschaft seit den ersten ausgestrahlten Programmen 1952 erheblich verändert. Eines ist aber gleich geblieben: Fernsehen prägt uns. Sandmännchen, Tagesschau, Aktuelle Stunde oder Tatort - die Programme illustrieren nicht nur persönliche Präferenzen, sondern stehen beispielsweise ikonisch für die unterschiedlichen Medienlandschaften in den beiden deutschen Staaten. Dem Fernsehen unterstellte man eine gezielte Einflussnahme oder belächelte es als nichtige Unterhaltungsmaschine. Beide Vorwürfe werden auch heute noch angeregt diskutiert. Was können wir aus mehr als einem halben Jahrhundert deutscher Fernsehgeschichte lernen? Den Blick zurück und nach vorn richteten Expert(inn)en aus der Medienwissenschaft und dem Journalismus im Rahmen des Forums für Zeitgeschehen.

 

Foto: Jonnie Nord via Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0 creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0

Genom-Chirurgie in der Humanmedizin? Gibt es bald Fortschritte in der Gentherapie? - 21.02.2017

© VolkswagenStiftung

Das Genome Editing hält Einzug in die Humanmedizin. Doch trotz erster Erfolge sind viele Fragen offen. Expert(inn)en diskutierten dies in der 10. Leopoldina Lecture am 21. Februar 2017 in Hannover.

 

Programm

Grußwort

 

Prof. Dr. Claus Bartram ML, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Halle (Saale)

Vortrag

 

Wissenschaftlicher Stand der Genome Editing-basierten Gentherapie

Prof. Dr. Frank Buchholz, Technische Universität Dresden

Diskussionsrunde

 

Prof. Dr. Frank Buchholz, Technische Universität Dresden

Prof. Dr. Ingrid Schneider, Universität Hamburg

Prof. Dr. Jochen Taupitz ML, Universität Mannheim

 

Moderation: Prof. Dr. Claus Bartram ML

 

Unter dem Begriff Genome Editing zusammengefasste Methoden revolutionieren die gesamte molekularbiologische Forschung, die Biotechnologie und die Pflanzenzüchtung. Kürzlich haben fortgeschrittene klinische Studien zur Gentherapie mit diesen Methoden Schlagzeilen gemacht. Hier wurde in Immunzellen von Patienten das Gen für einen bestimmten Oberflächenrezeptor mittels Genscheren so verändert, dass HI-Viren diese Zellen nicht mehr infizieren konnten. Weitere klinische Studien zur Behandlung verschiedener Krebsformen und zur Heilung erblicher Erkrankungen wie Hämophilie oder Morbus Hunter sind in einem frühen Stadium. Das therapeutische Genome Editing an Körperzellen (die sog. somatische Gentherapie) ist heute weitgehend akzeptiert.

 

Bei der Keimbahntherapie, also der genetischen Manipulation von Keimbahnzellen, z.B. Eizellen, Spermien oder frühen Embryonen, sind ethische Bedenken dagegen groß. In Deutschland ist diese gemäß Embryonenschutzgesetz weitgehend verboten. Sie eröffnet prinzipiell die generationsübergreifende Heilung schwerwiegender monogener Erbkrankheiten als Alternative zur bisher praktizierten Auswahl und Verwerfung menschlicher Embryonen bei der Präimplantationsdiagnostik. Diese Eingriffe bergen jedoch schwer abschätzbare Risiken. Könnten Sie zudem der erste Schritt auf dem Weg zum künstlich optimierten Menschen sein?

 

Die Veranstaltung fand im Rahmen der Vortragsreihe "Leopoldina-Lectures in Herrenhausen" statt, die die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und die VolkswagenStiftung gemeinsam organisieren.

 

Foto: Philip Bartz / Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina

Klimaschutz ade? Wie kann die Gesellschaft mobilisiert werden? - 15.02.2017

© VolkswagenStiftung

Prof. Dr. Hans von Storch, Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Prof. Dr. Torsten Schlurmann, Bettina Münch-Epple

 

Der Klimawandel kommt. Die Vorhersagen der Wissenschaft sind düster. Trotzdem tun wir nichts. Warum? Darüber diskutierten Experten am 15. Februar 2017 im

Tagungszentrum Schloss Herrenhausen in Hannover.

 

Programm

Impulsvorträge

 

Prof. Dr. Hans von Storch, Klimaforscher und Meteorologe, Universität Hamburg

 

Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie GmbH

Podiumsdiskussion

 

Prof. Dr. Torsten Schlurmann, Leibniz Universität Hannover

 

Bettina Münch-Epple, Leiterin Bildungskommunikation, WWF Deutschland

 

sowie den Vortragenden

 

Moderation: Dr. Daniel Lingenhöhl, Spektrum der Wissenschaft

 

Laut zahlreicher Prognosen soll die globale Durchschnittstemperatur bis zum Jahr 2100 um mindestens 1,8 bis 4 Grad Celsius ansteigen. Wenn auch für viele Menschen diese Zahl nicht besonders besorgniserregend klingen mag, weisen Wissenschaftler(innen) unterschiedlichster Disziplinen eindringlich auf die verheerenden Folgen der Erderwärmung hin. Überschwemmung von Böden und Austrocknung von Ackerflächen, Wasserknappheit und Schadstoffemissionen werden Hungersnöte, Völkerwanderung und Verteilungskämpfe nach sich ziehen.

 

Doch trotz dieser dramatischen Befunde ändert sich wenig. Warum gelingt es Politik und Gesellschaft nach wie vor nicht, den gesellschaftlichen Wandel zu mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz herbeizuführen? Warum führt uns unser Wissen nicht zu einem konsequenten Handeln? Welche Rolle soll die Wissenschaft spielen: Liefert sie ausschließlich die Fakten oder soll sie selbst aktiv werden? Wie lässt sich die Gesellschaft für eine Verhaltensänderung mobilisieren, ohne dass sich soziale Ungerechtigkeiten verschärfen? Wie lassen sich Umweltprojekte besser umsetzen? Welche Rolle kommt der Bildung der jüngeren Generation zu? Und schließlich: Wie kann es gelingen, alle Generationen zu einem umweltbewussteren Leben und Handeln zu motivieren?

 

Das Konzept für dieses Herrenhäuser Forum wurde entwickelt in Zusammenarbeit mit Johannes Neumann und der Arbeitsgruppe Klimawandel, Fachrat Biologie an der Leibniz Universität Hannover.

 

Bild: David Carreno Hansen für VolkswagenStiftung

ÜberTRUMPft! Wie die US-Wahlen gewonnen wurden - 09.02.2017

© VolkswagenStiftung

Vortrag von

Prof. Dr. Christiane Lemke, Politikwissenschaftlerin, Leibniz Universität Hannover

 

Am 20. Januar 2017 übernahm Donald Trump das Präsidentenamt der Vereinigten Staaten von Amerika. Prof. Christiane Lemke blickt in ihrem Vortrag auf den US-Wahlkampf zurück und analysiert, was dazu geführt hat, dass ein politisch unerfahrener Kandidat trotz teilweise negativer Kampagne den Wahlkampf gewinnen konnte. Sie gibt einen Einblick in das amerikanische Wahlsystem sowie die amerikanische Gesellschaftsstruktur und erklärt, warum Hillary Clinton - trotz vorbildlichem Wahlkampf, Erfahrung und höchst professionellem Team - nicht die entscheidenden Staaten für sich gewinnen konnte.

 

Schließlich wagt Christiane Lemke einen Ausblick, wie die Präsidentschaft Trumps die amerikanische Gesellschaft verändern könnte. Darüber hinaus diskutiert sie unter anderem folgende Fragen: Wie wirkt sich die Wahl Donald Trumps auf die internationalen politischen Beziehungen aus? Welche Auswirkungen auf den Welthandel gibt es, wenn der Präsident seine Ankündigung einer protektionistischen Handelspolitik umsetzt?

 

Dieses Herrenhausen Late ist eine Veranstaltung in Kooperation der Leibniz Universität Hannover und der VolkswagenStiftung.

 

Foto: Isabel Winarsch für VolkswagenStiftung

"Eine Minute vor Mitternacht" - Die Kuba-Krise 1962 - 07.02.2017

© VolkswagenStiftung

Lesung

 

Günter Schaupp, Schauspieler, Hamburg

 

Vorträge

 

Prof. Dr. Susanne Schattenberg, Direktorin, Forschungsstelle Osteuropa, Universität Bremen

Dr. Andreas Etges, Amerika-Institut, Ludwig-Maximilians Universität München

 

Gespräch mit den Vortragenden

 

Moderation durch Dr. Albert Manke, Fakultät für Geschichtswissenschaft, Universität Bielefeld und Abteilung für Ibero- und Lateinamerikanische Geschichte, Universität Köln

 

Im Oktober 1962 hielt die Welt den Atem an. In der Kuba-Krise wurden erstmals die Gefahren des Wettrüstens der beiden Supermächte USA und Sowjetunion deutlich: Ein Atomkrieg stand unmittelbar bevor. Von den USA zunächst nicht bemerkt, wurden 1962 auf Kuba sowjetische Mittelstreckenraketen, Soldaten und Ausrüstung stationiert. Dies war gleichsam eine Reaktion auf die bereits Ende der 50er Jahre in der Türkei stationierten amerikanischen Waffen. Die Lage spitzte sich zu als die sowjetische Seite immer wieder versuchte, die amerikanische See-Blockade zu durchbrechen. Kennedy und Chruschtschow drohen mit dem Erstschlag. Erst nach mehreren geheimen Verhandlungen zog Chruschtschow am 27. Oktober die Raketen ab. Kennedy verzichtete auf eine Invasion in Kuba und verspricht den Abbau von Raketen in der Türkei. Die Welt atmete auf. Wie kam es zur Lösung der Krise? Welche Handlungsoptionen hatten die Beteiligten? Welche aktuellen Entwicklungen gibt es im Verhältnis Kuba-USA? Und: Welche Krisenherde eines neuen Systemkonflikts gibt es heute?

 

Foto: U.S. National Archives and Records Administration via Wikimedia Commons

Bedingungsloses Grundeinkommen - Ein Gewinn für die Gesellschaft? - 01.12.2016

© VolkswagenStiftung

Geld ohne Leistung? Über die Vor- und Nachteile des bedingungslosen Grundeinkommens für Sozialwesen und Arbeitswelt diskutierten Experten am 1. Dezember 2016 im Rahmen des Herrenhäuser Forums Politik-Wirtschaft-Gesellschaft, das gemeinsam mit NDR Info im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen in Hannover veranstaltet wurde.

 

Das während der Veranstaltung gezeigte Video können Sie hier ansehen: www.tagesschau.de/multimedia/video/video-227265.html

 

Programm

 

Impulsvorträge

 

Prof. Dr. Michael Opielka, ISÖ - Institut für Sozialökologie, Siegburg, und Professor für Sozialpolitik, Ernst-Abbe-Hochschule Jena

Prof. Dr. Stephan Lessenich, Institut für Soziologie, Universität München

 

Podiumsdiskussion mit

 

Prof. Dr. Jutta Allmendinger, WZB - Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung

Michael Sommer, ehemaliger Bundesvorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB)

sowie den Vortragenden

 

Moderation: Ulrike Heckmann, NDR Info

 

Sendetermin des Beitrags von NDR Info war am Montag, 5. Dezember 2016 / 20:30 Uhr / NDR Info "Das Forum"

 

Eine Zusammenfassung der Diskussion finden Sie auf NDR.de unter www.ndr.de/info/sendungen/das_forum/Pro-oder-Kontra-Bedingungsloses-Grundeinkommen,sendung573368.html

 

Die Digitalisierung ("Industrie 4.0") wird in Zukunft immer mehr Menschen in den Industrieländern arbeitslos machen. Die soziale Ungleichheit wird zunehmen. Vor diesem Hintergrund wird die Idee vom bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) wieder kontrovers diskutiert. Dessen Verfechter fordern für jeden Bürger ein von Erwerbsarbeit und persönlicher Bedürftigkeit unabhängiges Einkommen. In Deutschland sollte es zwischen 800 und 1500 Euro liegen. Die Argumente der Befürworter: Die Stigmatisierung Erwerbsloser könne beseitigt, die Freiheit zur Selbstverwirklichung gestärkt und die Sozialbürokratie abgebaut werden. Die Gegner sehen allerdings die Zukunft des Sozialstaates gefährdet, wenn Einkommen nicht mehr an persönliche Leistung geknüpft sei. Das auf dem Prinzip der Gegenseitigkeit beruhende Prinzip der solidarischen Selbsthilfe würde ausgehöhlt.

 

Foto: weyo - fotolia.com

In die Wiege gelegt? Von Talentschmieden und Wunderkindern - 21.11.2016

© VolkswagenStiftung

Wie und woran lässt sich Talent messen? Experten aus Theorie und Praxis diskutierten beim Herrenhausen EXTRA am 21. November, wie man Begabungen erkennen und fördern kann.

 

Impulsvortrag

 

Prof. Dr. Christian Fischer, Institut für Erziehungswissenschaft, Universität Münster

 

Podiumsgespräch mit

 

Dr. Ingmar Ahl, Vorstand, Karg-Stiftung, Frankfurt am Main

Prof. Martin Brauß, Direktor, Institut zur Früh-Förderung musikalisch Hochbegabter (IFF) an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover

Prof. Titus Georgi, Professur für Schauspiel, Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover

Dr. Lars Göhmann, Vorstand, proskenion Stiftung, Lingen

 

Moderation: Katja Irle, freie Journalistin, Frankfurt/Main

 

Im Mai 2016 feierte der Dokumentarfilm "Die Prüfung" Premiere. Regisseur Till Harms begleitet darin die Schauspiel-Aufnahmeprüfung an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Das Besondere dabei: Der Film richtet den Blick auf die bisher selten betrachtete Perspektive der Prüfungskommission. Diese ist bei der Suche nach den größten Talenten ebenso engagiert wie die Kandidaten im Wettbewerb um einen der begehrten Plätze. Die größte Herausforderung für Talentförderer und Bewerber besteht darin, Begabung zu erkennen bzw. sie im entscheidenden Moment unter Beweis zu stellen. Doch mit welchen objektiven Maßstäben lassen sich individuelle Fähigkeiten messen? Wie spielen subjektive Bewertungen in die Beurteilung von Begabung hinein? Was ist eigentlich Talent, wie erkennt man es und wie kann es gefördert werden?

 

Foto: david85 - Fotolia.com

Was nun? Die Europäische Union und der Brexit - 08.11.2016

© VolkswagenStiftung

Wie wird die EU aussehen, wenn der Brexit der Briten tatsächlich kommt? Darüber diskutierten Experten im Herrenhäuser Forum Extra am 8. November 2016 im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen in Hannover.

 

Impulsvortrag

Prof. Dr. Gerhard Dannemann, Center for British Studies, Humboldt Universität zu Berlin

 

Podiumsdiskussion

 

Martin Roth, Direktor des Victoria and Albert Museums (V&A) in London

 

Prof. Dr. Caroline Y. Robertson-von Trotha, Direktorin, Zentrum für angewandte Kulturwissenschaft, Karlsruher Institut für Technologie

 

sowie den Vortragenden

 

Moderation: Ines Arland

 

Bild: Fotolia

Revolution in der Gentechnik - Mit Gen-Scheren gegen HIV und Krebs? - 03.11.2016

© VolkswagenStiftung

Neue Ansätze bei der gezielten Manipulation von Genen eröffnen vielversprechende Möglichkeiten zur Therapie von Krankheiten. Welche dies sind und noch sein können erklärte Toni Cathomen in einem Öffentlichen Abendvortrag am 3. November im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen im Rahmen des Herrenhausen Symposiums "Genome Editing for Gene and Cell Therapy".

 

Sogenannte Gen-Scheren, im Fachjargon CRISPR/Cas, TALEN und ZFN abgekürzt, eröffnen erstmals die Möglichkeit, unser Erbgut gezielt zu verändern. Durch gen-chirurgische Eingriffe können sowohl krankheitsauslösende Veränderungen im Erbgut korrigiert als auch bestimme Genfunktionen in einer Zelle präzise ausgeschaltet werden. So sollen Erbkrankheiten therapiert und Infektionskrankheiten wie AIDS oder gar Tumorerkrankungen bekämpft werden. Anhand von ausgesuchten Beispielen aus dem Forschungslabor und der Klinik stellte Toni Cathomen, Direktor am Institut für Zell- und Gentherapie, Universitätsklinikum Freiburg, Erfolge und Limitationen der Gen-Scheren-Technologie vor und beleuchtete die Chancen und Risiken der Gen-Chirurgie.

 

Revolution in der Gentechnik: Mit Gen-Scheren gegen HIV und Krebs?

Donnerstag, 3. November 2016, 19 Uhr

Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover

 

Foto: Dan Race - Fotolia.com_104499735

Kommen, Ankommen, Weiterkommen in einer postmigrantischen Gesellschaft - 31.10.2016

© VolkswagenStiftung

Das Herrenhäuser Forum "Migrationsbewegungen nach Niedersachsen von 1946-2016", fand am 1. November 2016 im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen statt. Eingeladen hatten die VolkswagenStiftung, die Niedersächsische Staatskanzlei und der Niedersächsische Landtag. Neben Bernd Busemann, Präsident des Niedersächsischen Landtags, Stephan Weil, Niedersächsischer Ministerpräsident, sowie Dr. Wilhelm Krull, Generalsekretär der VolkswagenStiftung, diskutierten fünf Wissenschaftler(innen) aus Geschichte, Sozialwissenschaft und Migrationsforschung über Migrationsbewegungen seit 1946, die postmigrantische Gesellschaft und Zukunftsperspektiven für das Bundesland.

Neben den Podiumsgesprächen mit Politikern und Wissenschaftler(inne)n gab es auch impulsgebende Vorträge, in denen weitere Fakten über die Migrationsbewegungen seit 1946 präsentiert wurden.

 

Prof. Dr. Naika Foroutan, stellvertretende Direktorin des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung der Humboldt-Universität zu Berlin, berichtete in ihrem Vortrag von empirischen Untersuchungen, die von ihrem Institut durchgeführt wurden, und präsentierte interessante Zahlen: So seien nur rund fünf Prozent der Migrant(inn)en in Deutschland innerhalb der ostdeutschen Bundesländer zu finden, wogegen 95 Prozent in Westdeutschland lebten. Trotzdem sei besonders in Ostdeutschland die Angst vor Überfremdung besonders groß. Fakt sei auch, dass 45 Prozent aller Migrant(inn)en aus Ländern der EU zugewandert sind.

 

Foto: Martin Bühler für VolkswagenStiftung

Leben mit und gegen die innere Uhr - 31.10.2016

© VolkswagenStiftung

Kommt unsere "innere Uhr", also die körperliche Anpassung an Wach- und Schlafphasen, langfristig aus dem Takt, hat das Folgen für die Gesundheit: etwa Übergewicht, chronische Schlafstörungen, erhöhtes Krebsrisiko.

Was den Schlaf so wichtig macht, erläuterte der Chronophysiologe Henrik Oster, Lichtenberg-Professor an der Universität Lübeck in seinem öffentlichen Vortrag am 31. Oktober 2016.

 

Foto: VolkswagenStiftung

 

ListenToScience - Der Wissenschaftspodcast der VolkswagenStiftung

Hannah Arendt Tage 2016 - Welches Europa wollen wir? - 29.10.2016

© VolkswagenStiftung

Muss Europa angesichts der Umbrüche, die es derzeit durchlebt, neu gedacht werden? Diese Frage stand im Fokus der Veranstaltung "Welches Europa wollen wir?", die im Rahmen der Hannah Arendt Tage 2016 am 29. Oktober 2016 im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen stattfand. Auf die Vorträge von Günther Oettinger, EU-Kommissar für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft, und Prof. Dr. Ulrike Guérot, European DemocracyLab an der European School of Governance Berlin, folgte eine Diskussion.

 

Programm

 

Begrüßung

Dr. Henrike Hartmann, VolkswagenStiftung

 

Grußwort

Stefan Schostok, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover

 

Vorträge

"Quo Vadis, Europa?"

Günther Oettinger, EU-Kommissar für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft

 

"Von der EU nach Europa: Warum Europa eine Republik werden muss"

Prof. Dr. Ulrike Guérot, European DemocracyLab an der European School of Governance Berlin

 

Diskussion

 

Moderation: Dr. Claudia Christophersen, NDR Kultur

 

Europas Zusammenhalt steht auf dem Spiel: Angesichts von Brexit, Schuldenkrise und Nationalismus scheint die Verteidigung der Werte der Europäischen Union dringlicher als je zuvor. Gleiches gilt für die Wiederbelebung ihrer Institutionen. Die Mitgliedstaaten sind aufgefordert, sich stärker an die ursprünglichen Ziele zu halten, die "Teilung des europäischen Kontinents zu überwinden und feste Grundlagen für die Gestalt des zukünftigen Europas zu schaffen" (Präambel des EU-Vertrages). Zugleich verlieren immer mehr Menschen das Vertrauen in die Idee einer solidarischen europäischen Gemeinschaft. Ist es an der Zeit, Europa neu zu denken? Her also mit einer Utopie: Zu diskutieren ist, ob Europa eine Republik werden könnte. Auch Hannah Arendt hegt große Sympathien für eine am Gemeinwohl orientierte Politik der gleichen Rechte für alle mit solidarischer Wahrung der individuellen Vielfalt. Könnte es tatsächlich gelingen, Europa als Verbund europäischer Regionen unter einem republikanischen Dach zu gestalten?

 

Foto: David Carreno Hansen

Das Böse und die Verantwortung. Hannah Arendt über Adolf Eichmann - 28.10.2016

© VolkswagenStiftung

Diesen Impulsvortrag hielt Prof. Dr. em. Antonia Grunenberg, Gründerin des Hannah-Arendt-Zentrums (Universität Oldenburg), im Rahmen der Veranstaltung Herrenhausen EXTRA "Hannah Arendt - Welche Gestalt hat das Böse?" am Freitag, 28. Oktober 2016 im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover. Im Anschluss wurde ein Film aus dem Jahre 2012 über Hannah Arendt gezeigt.

 

Bild: Studentenausweis von Hannah Arendt, Heidelberg 1926 (Foto: Universitätsbibliothek Heidelberg)

Bee Speaking and Ecopoetics in the Anthropocene - 13.10.2016

© VolkswagenStiftung

Was dichten Bienen? Was wird über Bienen gedichtet? Antworten gab Kate Rigby in ihrer englischsprachigen Einführung in die Biopoetik im Rahmen des Symposiums "Texts, Animals, Environments". Kate Rigby untersucht in ihrem Vortrag Texte über und Texte von Bienen. Sie setzt sich mit Gedichten aus der Epoche der englischen Klassik und Romantik als auch aus der englischsprachigen Gegenwartsliteratur auseinander und führt auf diese Weise ein in die noch jungen Forschungsbereiche der Biosemiotik und Ökopoetik.

 

Öffentlicher Abendvortrag im Rahmen des Symposiums "Texts, Animals, Environments"

 

Bee Speaking and Ecopoetics in the Anthropocene

 

Vortrag:

Prof. Kate Rigby, Professor of Environmental Humanities, Bath Spa University, Großbritannien; Adjunct Professor of Literature, Monash University, Australia

Do, 13. Oktober 2016, 19 Uhr

Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover

 

(Foto: Marco Ponepal via Wikimedia Commons CC BY creativecommons.org/licenses/by/3.0/)

Gegen das Vergessen - Neue Wege in der Alzheimer-Forschung - 11.10.2016

© VolkswagenStiftung

Impulsvorträge von
Prof. Dr. Christian Behl, Universitätsmedizin Mainz
Dr. Oliver Peters, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Charité – Universitätsmedizin Berlin

Anschließend Podiumsdiskussion mit
Prof. Dr. Jürgen Götz, Universität Queensland, Australien
Monika Kaus, Vorsitzende, Deutsche Alzheimer Gesellschaft
sowie den Vortragenden

Moderation durch Steve Ayan, Redakteur, Gehirn & Geist

In Deutschland ist die Alzheimer-Krankheit derzeit bei mehr als einer Million Menschen diagnostiziert – Prognosen sagen aufgrund der Überalterung der Gesellschaft eine Verdopplung bis 2050 voraus. Warum ist es so schwer, gesicherte Erkenntnisse über wirksame Therapien oder Maßnahmen zur effektiven Vorbeugung der Alzheimer-Krankheit zu erlangen? Und was verspricht die Pharmaindustrie? Das Herrenhäuser Forum "Gegen das Vergessen: Neue Wege in der Alzheimer-Forschung" war auf der Suche nach Antworten.

Foto: Patho via Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0 creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0

Medizinische Bedürfnisse im Alter. Wie können Menschen in dieser Lebensphase bestmöglich versorgt werden? - 05.09.2016

© VolkswagenStiftung

Impulsvorträge und anschließende Diskussion mit

Prof. Dr. med. Annette Becker, Abteilung für Allgemeinmedizin, Präventive und Rehabilitative Medizin, Universität Marburg

Prof. Dr. Cornel Sieber, Institut für Biomedizin des Alterns, Universtität Erlangen-Nürnberg

 

Moderation durch Angela Grosse, Freie Wissenschaftsjournalistin

 

Dank der Erforschung von Krankheiten und Therapien steigt die Lebenserwartung in Deutschland. Trotzdem sind bei der medizinischen Versorgung älterer Menschen, deren Bedürfnisse sich wesentlich von denen jüngerer unterscheiden, Defizite festzustellen. Viele leiden zum Beispiel an mehreren Erkrankungen gleichzeitig, müssen verschiedene Medikamente parallel einnehmen. Trotz chronischer Erkrankungen wollen sie eine gewisse Lebensqualität halten und möglichst lange selbstständig leben. Solche Aspekte werden in der medizinischen Versorgung, aber auch in der Erforschung von Medikamenten, bislang viel zu wenig beachtet. Wie lässt sich die medizinische Versorgung von mehrfacherkrankten Menschen ambulant und stationär verbessern? Welche Studienmethoden zur Erforschung von technischen Hilfsangeboten stehen zur Verfügung? Und wie lässt sich das Informationsmanagement z. B. zwischen Krankenhaus und Hausarzt verbessern? Experten aus Medizin und Forschung diskutierten auf der 9. Leopoldina-Lecture am 5. September 2016 im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen in Hannover.

 

Foto: Philip Bartz / Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina

Wohin führt uns Digitales Nudging? - 15.06.2016

© VolkswagenStiftung

Impulsvorträge

Prof. Dr. Jan Schnellenbach, Verhaltensökonom, Brandenburgische Technische Universität, Cottbus
Prof. Dr. Gerd Gigerenzer, Risikoforscher, MPI für Bildungsforschung

Podiumsdiskussion mit
Dr. Bettina von Helversen, Wirtschaftspsychologin, Universität Zürich
Prof. Dr. Wolfgang Nejdl, Informatiker, Forschungszentrum L3S, Leibniz-Universität Hannover
und den Vortragenden

Moderation durch Prof. Dr. Carsten Könneker, Chefredakteur Spektrum der Wissenschaft

Muss man den Menschen manchmal zu seinem Glück zwingen? Bedarf es hin und wieder eines kleinen Schubses, um eine Verhaltensänderung herbeizuführen, die unser Leben am Ende länger, gesünder und besser macht? Diesen kleinen Schubs oder Anstoß, kluge Entscheidungen zu treffen, nennt man in der Verhaltensökonomie Nudging. Über Nudging lassen sich durch einen gezielten Eingriff in die menschliche Entscheidungsarchitektur gesellschaftliche Präferenzen durchsetzen. Speziell die digitalen Technologien halten eine Vielzahl an Möglichkeiten bereit, unser Verhalten zu beeinflussen. Oftmals ist uns dieser Eingriff in unsere Entscheidungsfreiheit nicht einmal bewusst.

Was bedeutet das für unsere Autonomie? Wie unabhängig ist unsere Willensbildung eigentlich noch? Welche gesellschaftlichen Gefahren gehen mit dem digitalen Nudging einher - und führt es uns tatsächlich in eine bessere Welt? Experten diskutierten auf einem Herrenhäuser Forum.

Foto: lexaarts - Fotolia.com

Mehr Licht. Goethe mit Newton im Streit um die Farben - 23.05.2016

© VolkswagenStiftung

Impulsvorträge von

Prof. Dr. Olaf Müller, Philosoph, Humboldt-Universität Berlin

Prof. Ingo Nussbaumer, Maler und Farbforscher, Wien

Prof. Dr. Hans-Jürgen Steffens, Fachhochschule Kaiserslautern

anschließend Streitgespräch mit den Vortragenden

Moderation: Stephan Lohr

 

Physik, Kunst und Philosophie - ein Abend rund ums Licht. Das Herrenhäuser Forum am 23. Mai 2016 bot Experiment, Streitgespräch und Lichtinstallationen.

 

Ob Goethe ganz zuletzt »Mehr Licht!« gesagt hat, werden wir nie erfahren. Fest steht, dass er es hätte sagen sollen: Der Spruch bringt Jahrzehnte seiner Forschung zu Farben, Licht und Finsternis auf den Punkt. Die Erhöhung der Helligkeit, auf die Goethe abzielte, führt zu exakt reproduzierbaren und überraschenden Experimenten. Goethe war nicht nur ein gewiefter Experimentator - er war auch ein begnadeter Wissenschaftsphilosoph. Seine Bemühungen, die 100 Jahre zuvor von Newton entwickelte Farbtheorie zu widerlegen, indem er dessen zentrales optisches Experiment umkehrte, stehen im Zentrum des Herrenhäuser Forums am 23. Mai.

 

Was wäre geschehen, wenn sich Newton und Goethe ans Prisma gestellt hätten, um zusammen zu experimentieren? Diese Frage beschäftigt Olaf Müller, Professor für Naturphilosophie und Wissenschaftstheorie an der Humboldt-Universität zu Berlin, seit fünfzehn Jahren. Er hat zwar keine definitive Antwort auf die Frage gefunden, doch eine beunruhigende Vermutung: "Möglicherweise sähe heute unsere Physik komplett anders aus". Er wird seine These begründen und experimentell beleuchten, unterstützt durch den Wiener Maler und Farbforscher Ingo Nussbaumer, der sich ebenfalls intensiv mit Spektren auseinandergesetzt hat. Den Gegenpart im Streitgespräch vertritt der Mathematiker und Physiker Prof. Dr. Hans-Jürgen Steffens von der Fachhochschule Kaiserslautern.

 

Eine ausführliche Darstellung der Kritik Goethes an Newton und von Müllers Thesen finden sich in dem 2015 erschienenen Buch "Mehr Licht", dessen Entstehung von der VolkswagenStiftung in ihrem Programm ,Opus magnum' gefördert wurde. In Olaf Müllers Werk geht es auch um die sogenannten unordentlichen Spektren, die Ingo Nussbaumer entdeckt hat.

 

Mehr Licht. Goethe mit Newton im Streit um die Farben

Herrenhäuser Forum im Rahmen der Kunstfestspiele

23. Mai 2016, 19 Uhr, Auditorium, Schloss Herrenhausen

 

Eine Veranstaltung der VolkswagenStiftung in Kooperation mit den KunstFestSpielen Herrenhausen.

 

Foto: Sven Stolzenwald für VolkswagenStiftung

Im Kern solidarisch? Politik auf dem Prüfstand - 27.04.2016

© VolkswagenStiftung

Mit Prof. Dr. Marianne Kneuer, Dr. Thomas Brunotte, Stefan Schostok, Rainer Müller-Brandes, Anika Werner, Eileen Al-Zubairy, Claudia Fyrnihs

Begrüßung
Dr. Thomas Brunotte, VolkswagenStiftung

Impulsvortrag
Prof. Dr. Marianne Kneuer, Politikwissenschaftlerin, Stiftung Universität Hildesheim

Podiumsdiskussion mit
Stefan Schostok, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover
Rainer Müller-Brandes, Diakoniepaster und Leiter des Diakonischen Werkes im Stadtkirchenverband Hannover
Anika Werner, Regionalkoordinatorin Niedersachsen, ArbeiterKind.de
Eileen Al-Zubairy, Unterstützerkreis Flüchtlingsunterkünfte Hannover e.V.
und der Vortragenden

Moderation: Claudia Fyrnihs, Radio Hannover

Kaum ein Begriff wird in der politischen Debatte so häufig und in so unterschiedlichen Kontexten benutzt wie der Begriff der Solidarität. Er bezeichnet ein Grundprinzip des menschlichen Zusammenlebens, das - den tagespolitischen Kontroversen über Migration und Integration, über Sparzwänge und Staatsverschuldung bis hin zum Zusammenhalt der europäischen Gemeinschaft zum Trotz - aus politikwissenschaftlicher Perspektive bislang kaum erforscht wurde.

Welche Konzepte liegen der Forderung nach Solidarität zugrunde? Wie kann solidarisches Bestreben im politischen nationalen und internationalen Handeln fest verankert werden? Welche Möglichkeit besitzt die Politik, solidarisches Handeln von Bürgerinnen und Bürgern oder aber anderen Staaten einzufordern? Diese und weitere Fragen wurden im Rahmen der Hannah-Arendt-Tage mit Akteuren aus Politik und gemeinnützigen Organisationen diskutiert.


Foto: Bei einer Demonstration im Januar 2015 demonstrierten rund 8000 Personen vor den Hamburger Wahlen für mehr Solidarität mit Flüchtlingen. (Foto: Rasande Tyskar via Wikimedia Commons CC BY creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/)



Leibniz über die Vielfalt der Menschheit - 26.04.2016

© VolkswagenStiftung

Mit Prof. Dr. Justin Erik Halldór Smith, Prof. Dr. Karoline Noack und Dr. Ulrich Kühn

 

Vortrag

Prof. Dr. Justin Erik Halldór Smith, Université Paris VII Didérot

 

Podiumsdiskussion mit

Prof. Dr. Karoline Noack, Universität Bonn

und dem Vortragenden

 

Moderation: Dr. Ulrich Kühn, NDR Kultur

 

Leibniz kam als Stammbaumforscher zur Erkenntnis einer Welt mit "Einheit in der Vielfalt". Wie seine Theorien aktuelle Debatten beeinflussen analysierten Experten am 26. April in Hannover.

 

Die sog. Ethnohistorie untersucht die Entstehung der unterschiedlichen Völkergruppen sowie die unter ihnen bestehenden Zusammenhänge. Leibniz' Interesse an diesem Wissenschaftszweig ging zum Teil aus seiner Tätigkeit als Stammbaumforscher für das Herrscherhaus von Braunschweig hervor: In Anlehnung an seinen Auftrag, den Ursprung dieses Adelsgeschlechts darzulegen, nahm sich Leibniz vor, die Herkunft der Deutschen, der germanischen Völker und der meisten Völker Europas zu erklären. Dieses ethnohistorische Vorhaben lässt sich als eine konkrete Anwendung von Leibniz' philosophischer Annahme betrachten, dass die Welt auf "Einheit in der Vielfalt" beruht. Demnach kann man Leibniz als eine Art Vertreter einer "organischen Theorie der Nation" beschreiben.

Welche Bedeutung hat Leibniz' Beitrag zum politischen Denken und wie viel "Theorie der Nation" steckt in der Politik von heute?

 

Foto: Titelkupfer (Symbol der Kombinatorik) (Grafik: Gottfried Wilhelm Leibniz - Sächsische Landesbibliothek, Staats- und Universitätsbibliothek Dresden)

Wie viel ist Natur uns wert? - 14.04.2016

© VolkswagenStiftung

Impulsvorträge von:

- Prof. Dr. Bernd Hansjürgens, Umweltökonom, Helmholtz Zentrum für Umweltforschung UFZ

- Barbara Unmüßig, Heinrich-Böll Stiftung

 

Diskussion mit:

- Prof. Dr. Adelheid Biesecker, Universität Bremen

- Dr. Maja Göpel, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH

- sowie den Vortragenden

 

Moderation: Dr. Daniel Lingenhöhl, Redaktionsleiter spektrum.de

 

 

Lässt sich der Wert der Natur und ihrer "Dienstleistungen" für uns monetär beziffern? Das Herrenhäuser Forum der VolkswagenStiftung am 14. April gab Antworten.

 

Klimawandel, Artenerhaltung, Stickstoffeintrag in die Biosphäre: Im so genannten "Planetary boundaries"-Konzept sind dies die drei der neun Dimensionen, bei denen die ökologischen Belastungsgrenzen unseres Planeten bereits überschritten sind. Eine viel diskutierte Strategie, um diesem Problem zu begegnen, ist die so genannte "Inwertsetzung" der Natur. Die Idee dahinter: Den Nutzen, den Naturprozesse uns Menschen bringen, zu quantifizieren und mit einem Preis zu versehen. So soll der Gegenwert der Natur und Ökosysteme greifbar gemacht werden.

 

Befürworter dieses Vorgehens sehen in der Bilanzierung der Natur ein wichtiges Mittel zur Messung von Fortschritt und Wachstum über das Bruttoinlandsprodukt hinaus, das nur wenige Aspekte des Naturschutzes berücksichtigt. Kritiker argumentieren, die Inwertsetzung sei ein problematischer Schritt: Das ökonomische Denken und die mentale Infrastruktur des Kapitalismus würden auch auf die Natur angewendet und führten nur zu gezielterer Ausbeutung. Was sind weitere Argumente für und gegen diese Überlegungen? Gibt es bereits Beispiele für die Bilanzierung von Ökosystemleistungen und was können wir aus ihnen lernen?

 

Foto: CC BY SA 2.0 Paul Schulze / flickr.com

 

ListenToScience - Der Wissenschaftspodcast der VolkswagenStiftung

Datensicherheit in der Quantenwelt: Wie können unsere Informationen geschützt werden? - 11.04.2016

© VolkswagenStiftung

Impulsvorträge

 

Prof. Dr. Johannes Buchmann, ML, Technische Universität Darmstadt

Prof. Dr. Tommaso Calarco, Universität Ulm

Prof. Dr. Gerd Leuchs, ML, Max-Planck-Institut für die Physik des Lichtes, Erlangen

 

Diskussionsrunde mit den Vortragenden

 

Moderation durch Manfred Kloiber, Deutschlandfunk

 

Ob Bankinformationen, Inhalte von Krankenakten oder E-Mails – jeder möchte, dass seine Daten sicher sind. Doch Hacker beweisen immer wieder, dass es die perfekte Absicherung nicht gibt. Bietet die Quantenmechanik neue Lösungen?

 

Quanten-Physiker sind dabei, neue Möglichkeiten der Datenübertragung zu entwickeln: Sie konnten im Experiment mit Hilfe von Lichtstrahlen Informationen über große Distanzen abhörsicher übertragen. Dieses Teleportieren von Quanten könnte die Basis für sichere Kommunikation werden. Aber bis diese Technologien alltagstauglich sind, werden die konventionellen Verschlüsselungsprinzipien genutzt. Und die sind vermutlich bald durch quantenbasierte Technologie angreifbar. So wäre ein Quanten-Chip millionenfach schneller als ein herkömmlicher; allein durch diese Rechenleistung könnten Verschlüsselungen geknackt werden.

 

Der US-amerikanische Geheimdienst NSA arbeitet an der Entwicklung von Quantencomputern und bereitet eine Post-Quanten-Kryptographie vor. Auch auf vielen anderen Seiten besteht Interesse daran, anderswo die Datensicherheit auszuhebeln und eigene Daten zu sichern. Ein hocheffizienter Quantencomputer in falschen Händen wäre für das Internet und die Privatsphäre ein Alptraum.

 

Wie sieht die Zukunft der sicheren Datenübertragung aus? Was ändert sich für den privaten Computernutzer? Wo liegen die Grenzen der Geheimhaltung? Ist das Ende von vielen kryptografischen Verfahren bereits besiegelt? Fragen wie diese standen im Mittelpunkt der 8. Leopoldina Lecture. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Vortragsreihe "Leopoldina-Lectures in Herrenhausen" statt, die die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und die VolkswagenStiftung gemeinsam organisieren.

 

Foto: Janek Stroisch / Leopoldina

 

ListenToScience - Der Wissenschaftspodcast der VolkswagenStiftung

Die "Flüchtlingskrise" - eine "Krise des Journalismus"? - 06.04.2016

© VolkswagenStiftung

Podiumsgespräch mit

Doris Schröder-Köpf, Mitglied des 17. Niedersächsischen Landtages, Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe des Landes Niedersachsen

Claudia Spiewak, Chefredakteurin Hörfunk, Norddeutscher Rundfunk

Hendrik Brandt, Chefredakteur Hannoversche Allgemeine Zeitung

Prof. Dr. Gerhard Vowe, Lehrstuhl für Kommunikations- und Medienwissenschaft, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Dr. J. Olaf Kleist, Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS), Universität Osnabrück

 

Moderation durch Prof. Dr. Christoph Klimmt, Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung, Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover

 

Wie die Medien das Flüchtlingsthema behandeln, beeinflusst die öffentliche Meinung. Naturgemäß sind auch Journalisten in ihren Haltungen so unterschiedlich und widersprüchlich wie die Stimmen in der Bevölkerung. Der politische Journalismus ist dabei zunehmend in die Kritik geraten. Vorwürfe werden laut, Journalisten fungierten bisweilen als Sprachrohre der Regierungsmeinung oder der Sympathisanten der rechten Szene. Meinungsdynamiken in den sozialen Medien erzeugen einen zusätzlichen Druck auf die Redaktionen.

 

Die Medienschaffenden selbst sind sich in der Frage uneins, wie man auf den Druck von außen verantwortungsbewusst reagieren sollte. Wie also sieht der politische Journalismus seine Lage, seine Wirkung und Perspektive? An welchen Leitlinien sollte sich künftige Berichterstattung orientieren? Wie sollen Kommentatoren und Publizisten mit den lauten Stimmen aus dem Netz umgehen? Wie gelingt eine sachliche Problemdarstellung, ohne extremistischen Hetzern in die Hände zu spielen oder ungerechtfertigte Ängste zu schüren?

 

Die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover lud gemeinsam mit der VolkswagenStiftung zu einer Podiumsdiskussion ein, die führende Journalisten und wissenschaftliche Experten für Medien und öffentliche Meinung zusammengebracht hat. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie der politische Journalismus im aktuellen, immer hitziger geführten Diskurs über die Flüchtlingsfrage seine Kraft noch entfalten kann, um seine Rolle als vierte Gewalt in einer demokratischen Gesellschaft auch in Zukunft auszuüben und einen Beitrag zur Integration zu leisten.

 

Foto: Sven Stolzenwald für VolkswagenStiftung

Wege aus dem Flüchtlingsdilemma - 17.03.2016

© VolkswagenStiftung

Mit Prof. Dr. Sabine Hess, Prof. Dr. Klaus Bade, Prof. Dr. Michael Hüther, Dr. Michael Griesbeck, Günter Burkhardt und Dr. Ludger Vielemeier / 17.03.2016

 

 

Impulsvorträge

 

Wie lässt sich die Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer beenden?

Prof. Dr. Sabine Hess, Migrationsforscherin, Universität Göttingen

 

Wie kann die Integration Hilfesuchender in Deutschland gelingen?

Prof. Dr. Klaus Bade, Migrationsforscher u. Politikberater, Universität Osnabrück

 

Müssen wir aus wirtschaftlichen Gründen Flüchtlinge abweisen?

Prof. Dr. Michael Hüther, Ökonom, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft

 

Podiumsdiskussion mit

 

Dr. Michael Griesbeck, Vizepräsident, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

Günter Burkhardt, Geschäftsführer Pro Asyl e.V.

 

und den Vortragenden

 

Moderation

 

Dr. Ludger Vielemeier, NDR 1 Berlin-Korrespondent

 

 

Wie sich dem Sterben der Flüchtlinge auf ihrem Weg nach Europa Einhalt gebieten lässt und wie Deutschland Hilfesuchende unterstützen kann, diskutierten Fachleute am 17. März in Hannover.

 

Immer wieder stranden Flüchtlingsboote an Europas Küsten. Die Überfahrt kostet viele Menschen das Leben. Die Überlebenden drängen sich in den Flüchtlingsunterkünften. Sie hoffen auf ein besseres Leben, aber es bleibt die Furcht, wieder abgeschoben zu werden. Sie verdienen eine menschenwürdigere Behandlung und brauchen unsere Hilfe. Deutschland debattiert über Wege aus dem Flüchtlingsdilemma. Denn das Flüchtlingssterben muss ein Ende finden und für die Aufnahme Hilfesuchender braucht es sinnvolle Regelungen. Lösungen müssen dringend gefunden werden. Aber lassen sich beispielsweise Tod und Elend allein dadurch verhindern, dass wir den Visumzwang aufheben und die illegale Überfahrt entkriminalisieren? Könnte Deutschland eine unbegrenzte Einwanderung wirtschaftlich verkraften? Wie könnte eine Integration aller Hilfesuchenden gelingen? Und welches Bild wollen wir von unserer Gesellschaft angesichts zunehmender Nöte weltweit zeichnen?

 

Herrenhäuser Forum:

"Wir sind gefragt! Wege aus dem Flüchtlingsdilemma"

Donnerstag, 17. März 2016, 19 Uhr

Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover

 

Foto: Sven Stolzenwald für VolkswagenStiftung

Leibniz als Jurist und Rechtsphilosoph - 08.03.2016

© VolkswagenStiftung

Prof. Dr. Matthias Armgardt, Dr. Christian Barth, Prof. Dr. Stephan Meder, Sabrina Zucca-Soest

 

Vortrag: Prof. Dr. Matthias Armgardt, Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Antike Rechtsgeschichte, Römisches Recht und Neuere Privatrechtsgeschichte, Universität Konstanz

 

Podiumsdiskussion mit:

Dr. Christian Barth, Koordinator, Topoi Lab & Key Topic Innovation Research Area D, Exzellenzcluster Topoi, Humboldt-Universität zu Berlin

Prof. Dr. Stephan Meder, Lehrstuhl für Rechtsgeschichte, Leibniz Universität Hannover

und dem Vortragenden

 

Moderation: Sabrina Zucca-Soest, Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr Hamburg

 

Mit dem Namen Leibniz verbindet man heute vor allem den großen Mathematiker und Metaphysiker. Weniger bekannt ist, dass Leibniz studierter und promovierter Jurist war und auch auf diesem Gebiet in Theorie und Praxis Bahnbrechendes geleistet hat.

Der Vortrag von Prof. Dr. Matthias Armgardt, Universität Konstanz, fasst sowohl die theoretische als auch die praktische Dimension des leibnizschen Rechtsdenkens ins Auge getreu seinem Motto: theoria cum praxi.

In theoretischer Hinsicht sollen die logischen und metaphysischen Grundlagen seiner Jurisprudenz vorgestellt werden, in Bezug auf die Praxis geht es um den Plan einer modernen Zivilrechtskodifikation und um verfassungsrechtliche Aspekte.

 

Veranstaltung "Leibniz als Jurist und Rechtsphilosoph" vom 8. März, 2016.

Eine Veranstaltung der VolkswagenStiftung

 

Bild: Molina, Luis de, 1535-1600. De justitia et jure opera omnia (Coloniae Allobrogum: Sumptibus Fratrum de Tournes, 1759); CC BY SA Yale Law Library

Goethe: Die Spuren der Geschichte in der Natur - 24.02.2016

© VolkswagenStiftung

Vortrag Prof. Dr. Ernst Osterkamp, Institut für Deutsche Literatur, Philosophische Fakultät, Humboldt Universität zu Berlin

 

Öffentlicher Abendvortrag im Rahmen des Symposiums "Reisen und Gärten".

 

Der Mensch und seine Kultur prägen Landschaften und die Natur. Wie dies geschieht und wie Goethe einst auf seinen Reisen die Welt wahrnahm, erklärte Ernst Osterkamp am 24. Februar in Hannover.

 

Goethe als Reisender ist vor allem immer auch ein Naturforscher; er nutzt jede Gelegenheit, seine Kenntnis der Geologie und Botanik, der Zoologie und Farbenlehre zu erweitern. Während er als Naturwissenschaftler nach den Gesetzen der Natur sucht, unterliegt für den Geschichtsskeptiker Goethe die Geschichte weitgehend dem Zufall.

Goethes Reisen führen ihn aber fast immer durch kulturell geformte Naturräume, also durch Landschaften, in die die Spuren der Geschichte eingetragen sind. Der Vortrag untersucht am Beispiel ausgewählter Reiseaufzeichnungen die Spannung zwischen Natur und Geschichte, zwischen Gesetz und Kontingenz in Goethes Landschaftswahrnehmung. Dabei geht es um italienische, deutsche und französische Landschaften.

 

Bild: "Goethe in der Campagna" von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein - Städelsches Kunstinstitut

 

ListenToScience - Der Wissenschaftspodcast der VolkswagenStiftung

Leibniz über Schäden, Schulden und Pensionen - 16.02.2016

© VolkswagenStiftung

Mit Prof. Dr. Eberhard Knobloch, Dr. Charlotte Wahl, Dr. Ulrich Knemeyer und Dr. Ulrich Kühn

 

Vortrag: Prof. Dr. Eberhard Knobloch, Technische Universität Berlin

Podiumsdiskussion mit: Dr. Charlotte Wahl, Leibniz-Forschungsstelle Hannover der Göttinger Akademie der Wissenschaften, Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek Hannover, Dr. Ulrich Knemeyer, Vorstandsmitglied, VGH-Gruppe

und dem Vortragenden.

Moderation: Dr. Ulrich Kühn, NDR Kultur

 

Über den Zusammenhang der Erkenntnisse von Gottfried Wilhelm Leibniz mit der modernen Finanz- und Versicherungspolitik sprachen Experten am 16. Februar in Hannover.

 

Das Eintreten von Gottfried Wilhelm Leibniz für die Schaffung von Versicherungen gründete auf seinem Gerechtigkeits- und Solidaritätsbegriff: Wer durch unverschuldetes Unglück in Not geraten ist, muss unterstützt werden. Umgekehrt hat jeder für sich selbst zu sorgen, um der Allgemeinheit nicht zur Last zu fallen. Dazu gehört die Altersvorsorge. Mithilfe des von ihm definierten sog. "zwischenzeitlichen Zinses" berechnete Leibniz den Barwert von Geldbeträgen. Damit wollte er z. B. den Kaufpreis von Renten unter Berücksichtigung eines mathematischen Modells des menschlichen Lebens ermitteln oder auch die Entschuldung überschuldeter Staaten regeln. Diese Modelle sind vor dem Hintergrund der Entwicklungen in Griechenland oder bei den Renten noch immer aktuell. Basiert unsere Finanz- und Versicherungspolitik schlussendlich auf Leibniz?

 

Foto: Symbol der Kombinatorik / Gottfried Wilhelm Leibniz - Sächsische Landesbibliothek, Staats- und Universitätsbibliothek Dresden

 

ListenToScience - Der Wissenschaftspodcast der VolkswagenStiftung

Der feine Unterschied: Was macht uns Menschen aus? - 11.02.2016

© VolkswagenStiftung

Impulsvorträge von

Prof. Dr. Julia Fischer, Deutsches Primatenzentrum, Göttingen

Prof. Dr. Kurt Bayertz, Universität Münster

 

Podiumsdiskussion mit

Patricia Kanngießer, Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie, Leipzig

sowie den Vortragenden

 

Moderation Dr. Andreas Jahn, Spektrum der Wissenschaft

 

Grundsätzlich unterscheidet uns Menschen so gut wie nichts von anderen Lebewesen. Der Evolutionspsychologe Thomas Suddendorf präzisierte es: "Dein Genom benutzt dasselbe Wörterbuch wie eine Tulpe" - und es überschneidet sich in beträchtlichem Ausmaß mit dem Erbgut von Hefe, Bananen und Mäusen. Mit unseren engsten lebenden Verwandten, den Schimpansen, teilen wir sogar rund 99 % unserer genetischen Informationen. Trotz aller evolutionären Verbindungen unterscheiden sich unsere geistigen Fähigkeiten in bestimmten Aspekten jedoch enorm von denen dieser Menschenaffen. Im Gegensatz zur körperlich-motorischen Evolution des Menschen, die heute bereits gut verstanden und belegt ist, sind viele Aspekte der Evolution unserer geistigen Fähigkeiten noch immer ungeklärt. Wann und wodurch entwickelte sich der Mensch in den mehreren Millionen Jahren seiner Evolution zum "wissenden Menschen"? Wieso erzählen sich nur wir Menschen gegenseitig Geschichten, komponieren Opern und fliegen zum Mond? Welches Zusammenspiel von genetischen und kulturellen Einflüssen hat uns zu dem gemacht, was wir heute sind? Und was sagen uns genetische Analysen über unsere Stammesgeschichte? Das Herrenhäuser Forum fand Antworten.

 

Foto: Ernst Haeckel - Smithsonian Institution Libraries

Leopoldina Lecture: Digitale Revolution - Wie verändert sie unsere Demokratie? - 10.02.2016

© VolkswagenStiftung

IMPULSVORTRÄGE

- aus Sicht der Informatik: Prof. Dr. Thomas Hofmann, Eidgenössische Technische Hochschule Zürich

- aus gesellschaftswissenschaftlicher Sicht: Prof. Dr. Jeanette Hofmann, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung

 

 

Wie beeinflusst die Digitalisierung die Politik, unsere Gesellschaft und jeden Einzelnen?

 

Die Ausbreitung des Internets war begleitet von vielfältigen Wünschen. Einer davon war die Hoffnung auf intensivere Partizipation von Bürgern an demokratischen Prozessen. Unkomplizierte Kommunikation und Vernetzung von Informationen wurden als große Chancen dafür angesehen, dass aufgeklärte Meinungsbildung und verstärkte Teilhabe an politischen Entscheidungen möglich werden. Inzwischen sind die digitalen Technologien in ihrer Entwicklung weit über das hinaus, was in den Anfangszeiten des Internets vor rund 30 Jahren vorstellbar war: Die digitale Vernetzung der Menschen und inzwischen zunehmend auch der sie umgebenden Objekte reicht in nahezu alle Lebensbereiche und ist fast ununterbrochen präsent. Das prägt die Menschen in ihrem alltäglichen Verhalten und bringt neue Formen der Kommunikation mit sich.

 

Zu den Folgen dieser "digitalen Revolution" zählt eine zunehmende Transparenz des Verhaltens jedes Einzelnen. So stellen Internet, soziale Netzwerke und digital vernetzte Endgeräte nicht nur einen unüberschaubaren Fundus an Informationen, Services und Kommunikationswegen für den Nutzer bereit. Zugleich bieten Sie die Möglichkeit, eine enorme Menge an Daten zu sammeln, zu speichern und auszuwerten. Daher widmet sich die 7. Leopoldina-Lecture in Herrenhausen der Frage nach den Zusammenhängen zwischen den Errungenschaften der digitalen Revolution sowie politischen Prozessen. Außerdem: Wie begegnen Staaten den neu entstandenen Machtstrukturen? Und welche Folgen hat die Digitalisierung für unsere Demokratie?

 

Die Veranstaltung fand im Rahmen der Vortragsreihe "Leopoldina-Lectures in Herrenhausen" statt, die die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und die VolkswagenStiftung gemeinsam organisieren.

 

Foto: Janek Stroisch / Leopoldina

Atombombe: Wissenschaft und Kernwaffen in Deutschland von 1938-1957 - 02.02.2016

© VolkswagenStiftung

Mit: Prof. Dr. Dieter Hoffmann, Dr. Robert Lorenz, Günther Schaupp und Dr. Wilhelm Krull

 

Wie Wissenschaftler(innen) 1938 die Kernspaltung entdeckten und wie sie nach dem Atombombenabwurf auf Hiroshima und Nagasaki damit umgegangen sind, diskutierten Experten am 2. Februar in Hannover.

 

Vorträge

Prof. Dr. Dieter Hoffmann, Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin

Dr. Robert Lorenz, Institut für Demokratieforschung, Göttingen

 

Lesung

Günther Schaupp, Schauspieler, Hamburg

 

Gespräch mit den Vortragenden

Moderation: Dr. Wilhelm Krull, VolkswagenStiftung

 

Im Dezember 1938 entdeckten Otto Hahn und Fritz Straßmann die Kernspaltung. Bereits vier Monate später wird in Berlin von den Nationalsozialisten die "Arbeitsgemeinschaft für Kernphysik" gegründet, informell auch "Uranverein" genannt. Das Ziel: die Kernspaltung militärisch nutzbar machen. Dass Hahn seine Erkenntnisse öffentlich und damit auch für Wissenschaftler anderer Länder nutzbar gemacht hat, rügte die damalige Regierung. Die Quellen sind widersprüchlich, ob es deutschen Wissenschaftlern gelang, eine kontrollierte nukleare Kettenreaktion in einem Reaktor zu erzeugen. Die Amerikaner hingegen warfen im August 1945 zwei Atombomben über Japan ab. Zehn Mitglieder des "Uranvereins" hörten in britischer Kriegsgefangenschaft davon. Nach seiner Entlassung aus britischer Kriegsgefangenschaft engagierte sich Hahn für die friedliche Nutzung der Kernenergie, für Abrüstung und Völkerverständigung. 1957 gehörte er zu den Verfassern der sogenannten "Göttinger Erklärung", in der sich 18 westdeutsche Atomwissenschaftler gegen die Aufrüstung der Bundeswehr mit Kernwaffen wandten. Welche Personen arbeiteten im Nationalsozialismus an den Kernforschungsprojekten mit? Welche Konsequenzen wurden aus dem Atombombenabwurf von 1945 für Deutschland gezogen? Welche Motive bewegten die Unterzeichner der "Göttinger Erklärung"? Und welchen Nachhall haben diese Ereignisse in der heutigen Zeit?

 

 

Foto: Der sog. Trinity-Test, die erste jemals durchgeführte Kernwaffenexplosion, wurde am 16. Juli 1945 ausgelöst. (Foto: Berlyn Brixner via Wikimedia Commons)

Leibniz-Jahr 2016: Feierliche Eröffnung - 19.01.2016

© VolkswagenStiftung

Mit: Stephan Weil, Stefan Schostok, Wilhelm Krull, Dominik Perler, Birgit Recki, Rose Marie Beck und Ulrich Kühn

Im Europa des verzierten Barock bestach Gottfried Wilhelm Leibniz durch Klarheit: Seine Schriften und seine naturwissenschaftlichen Entdeckungen waren in vielen Bereichen wegweisend; heute sind sie Bestandteil und dienen als Basis für moderne Entwicklungen im Bereich der Technik oder aber auch des Sozialstaats. Seine wissenschaftlichen Arbeiten liefern nach wie vor wichtige Anregungen für die Forschung. Im Jahr seines 370. Geburtstages und seines 300. Todestages steht daher in der vierteiligen Veranstaltungsreihe der VolkswagenStiftung die Aktualität dieses Vordenkers, Philosophen, Mathematikers, Historikers und Politikberaters des 18. Jahrhunderts im Mittelpunkt.

Geladen wurde zu einer Talkrunde über Leibniz' Gedanken zu Politik und Wissenschaft, zu einer philosophischen Gesprächsrunde über den Zusammenhang von Sprache und Denken und natürlich auch zum Feiern.

In seinem Festvortrag ging Dominik Perler von der Humbold-Universität Berlin anschließend darauf ein, wie Sprache und Denken genau zusammenhängen und wie sich Mensch und Tier voneinander abgrenzen. Seine Thesen wurden anschließend diskutiert.

Programm
Talkrunde: "Leibniz heute in Politik und Wissenschaft" mit:
Stephan Weil, Niedersächsischer Ministerpräsident
Stefan Schostok, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover
Dr. Wilhelm Krull, Generalsekretär der VolkswagenStiftung

Festvortrag: Prof. Dr. Dominik Perler, Institut für Philosophie, Humboldt-Universität Berlin

Philosophische Gesprächsrunde mit:
Prof. Dr. Birgit Recki, Philosophisches Seminar, Universität Hamburg
Prof. Dr. Rose Marie Beck, Institut für Afrikanistik, Universität Leipzig
und der Vortragende        

Moderation: Dr. Ulrich Kühn, NDR Kultur

In Kooperation mit NDR Kultur und der Landeshauptstadt Hannover.
Die Veranstaltung wurde von NDR Kultur aufgezeichnet.

Foto: David Carreno Hansen für VolkswagenStiftung

ListenToScience - Der Wissenschaftspodcast der VolkswagenStiftung

Karikatur und Terror - Ein Jahr nach dem Anschlag auf Charlie Hebdo - 13.01.2016

© VolkswagenStiftung

Impulsvorträge

 

Prof. Dr. Michael Diers, Humboldt-Universität zu Berlin: Die politische Ikonographie der Karikatur

Dr. Asiem El Difraoui, Institut für Medien- und Kommunikationspolitik: Die politische Dimension des Terrors

 

Podiumsdiskussion mit

Prof. Dr. Naika Foroutan, Humboldt-Universität zu Berlin

Dr. Gisela Vetter-Liebenow, Wilhelm Busch - Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst

Prof. Dr. Etienne Francois, Freie Universität Berlin

und den Vortragenden

 

Moderation Stephan Lohr, Büro für Kunst und Literatur, Hannover

 

Am 7. Januar 2015 attackierten Terroristen auf brutalste Weise die Redaktion der Satirezeitschrift Charlie Hebdo, vorgeblich wegen der Publikation islamkritischer Karikaturen. Nachdem Paris am 13. November ein weiteres Mal zum Tatort terroristischer Angriffe geworden ist, wird das Forum für Zeitgeschehen der VolkswagenStiftung in Zusammenarbeit mit dem Wilhelm Busch - Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst das islamische Bildverständnis, die Tradition der Karikatur und der durch sie ausgelösten politischen Aktionen thematisieren. Was zeichnet die politische Kultur der Gegenwart aus? Hat das Bild- und Kritikverständnis im Islam eine besondere Ausprägung, die sich von dem in anderen Religionen unterscheidet? Die islamische Kultur ist Teil unserer modernen Gesellschaft - wie kann es gelingen, das Verständnis für den islamischen Glauben in den übrigen Teilen der Gesellschaft zu verbessern und ein harmonisches Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlichen Glaubensrichtungen, Interessen und Empfindungen sicherzustellen? Experten warfen am 11. Januar 2016 in Hannover einen Blick darauf, wie Karikaturen, Politik und Terror zusammenhängen.

 

Foto: Tim from Schönebeck via Wikimedia Commons CC BY-SA 2.0 creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0

Gesundheit und Kinder: Zwischen Schulbrot und Smartphone - 24.11.2015

© VolkswagenStiftung

Impulsvorträge

 

Prof. Dr. Wolfgang Ahrens, Epidemiologe, Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie - BIPS

 

Prof. Dr. Michael Schulte-Markwort, Direktor, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie und -psychosomatik, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

 

Podiumsdiskussion mit

 

Dr. Johann Böhmann, Chefarzt Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Klinikum Delmenhorst

und den Vortragenden

 

Moderation: Rabea Rentschler, Redakteurin Gehirn+Geist und Spektrum der Wissenschaft

 

Wie lässt sich die Gesundheit unserer Kinder durch gute Ernährung beeinflussen?

 

Tausende von Kindern sind in Europa in den vergangenen Jahren in großen Studien befragt und untersucht worden, um herauszufinden, wie es um ihre Gesundheit bestellt ist und wie sie sich verbessern lässt. Diese Studien zeigen z.B., dass jedes fünfte Kind in Europa übergewichtig oder gar fettleibig ist. In Deutschland ist jedes achte Kind im Schulalter zu dick. Da Übergewicht ein Risikofaktor für viele schwerwiegende Leiden wie Diabetes oder Krebs sein kann, sind diese Entwicklungen besorgniserregend.

 

Der Mehrzahl der Kinder in Deutschland geht es jedoch gut und wir alle wünschen uns, dass unsere Kinder gesund aufwachsen. Unsere Lebensumwelt stellt Kinder und ihre Entwicklung heutzutage jedoch vor viele Herausforderungen im Hinblick auf Ernährung, Bewegung und einen vernünftigen Umgang mit Medien. Grund genug zu fragen: Wie wachsen Kinder auf, was prägt ihren Lebensstil, was ihre körperliche und geistige Gesundheit? Wie prägend sind soziale Unterschiede? Was können wir tun, damit sich unsere Kinder gut entwickeln und zufrieden sind? Und in welchen Bereichen sind - vielleicht auch entgegen gesellschaftlicher Diskurse - übermäßige Sorgen unnötig?

 

Ein Audiomitschnitt des Herrenhäuser Gesprächs vom 24. November 2015 aus dem Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover.

 

Foto: VolkswagenStiftung

 

ListenToScience - Der Wissenschaftspodcast der VolkswagenStiftung

Making Immigration Work: How Europe can Overcome its Immigration Crisis - 24.11.2015

© VolkswagenStiftung

Prof. Randall Hansen, Direktor, Centre for European, Russian and Eurasian Studies, University of Toronto

 

Öffentlicher Abendvortrag in englischer Sprache.

 

Wie lässt sich die Flüchtlingskrise bewältigen? Randall Hansen, Historiker und Politikwissenschaftler, versucht, in einem öffentlichen Abendvortrag Antworten zu geben.

 

Gegen die vorherrschende schlechte Stimmung - sowohl im liberalen als auch im konservativen Spektrum - wird der Vortrag eine Reihe von Vorschlägen aufführen, die allesamt dafür sprechen, dass die Flüchtlingskrise in Europa nicht nur handhabbar, sondern vielmehr lösbar ist - sofern der richtige Ansatz zum Tragen kommt. Der Vortragende des Abends, Prof. Randall Hansen, ist Direktor des Centre for European, Russian and Eurasian Studies an der University of Toronto. Er wird zunächst einen kurzen historischen Überblick über die Nachkriegsmigration nach Europa geben. Anschließend analysiert er die sozioökonomischen Kosten und den Nutzen der Migration. Auch die Rolle und Bedeutung des Islam in Europa sowie politische und strategische Empfehlungen für den besten Umgang mit Immigration werden zur Sprache kommen.

 

Randall Hansen arbeitet als Politikwissenschaftler und Historiker an der University of Toronto, an der er seit 2005 einen "Canada Research Chair" in Politikwissenschaften inne hat. Er ist der Direktor des Centre for European, Russian und Eurasian Studies an der Munk School of Global Affairs und ist gleichzeitig an der School of Public Policy and Governance beschäftigt. Hansen hat an der Queen Mary University of London, der University of Oxford sowie der Newcastle University gelehrt, bevor er seine aktuelle Position angetreten hat.

 

Der Vortrag "Making Immigration Work: How Europe can Overcome its Immigration Crisis" fand am 24. November 2015 im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen in Hannover statt.

 

Foto: VolkswagenStiftung

 

ListenToScience - Der Wissenschaftspodcast der VolkswagenStiftung

Reiseführer: "...und dann ein bißchen baedekern" - 13.10.2015

© VolkswagenStiftung

Kurzvorträge

"Der Baedeker als neue Art des Reisens und Sehens"

Dr. Susanne Müller, Universität Potsdam

 

"Touristenklasse - von Freizeit, Urlaub und Tourismus seit dem Wirtschaftswunder"

Prof. Dr. Hasso Spode, TU Berlin

 

Gespräch

mit Andreas Hallaschka, Chefredakteur, Merian

sowie den Vortragenden

 

Moderation: Dr. Wilhelm Krull, Generalsekretär der VolkswagenStiftung

 

Einen Urlaub ohne Reiseführer anzutreten ist für viele kaum denkbar. Warum diese Ratgeberliteratur entstanden ist und wie sie ihren Siegeszug bis heute fortsetzt erklärt das Herrenhäuser Forum.

 

Eisenbahn und Dampfschiff beschleunigten im 19. Jahrhundert nicht nur den Transport von Waren, sie ließen auch für Personen die Entfernung zwischen zwei Orten zusammenschmelzen. Mit dem zunehmenden Ausbau des Verkehrsnetzes entstanden erste Reisebüros und damit die Idee des organisierten "Tourismus", also Bildungs- und Vergnügungsreisen aus privatem Anlass. Reisende und Vermittler brauchten nun verlässliche Informationen über malerische Routen, passende Übernachtungsmöglichkeiten und die schönsten Sehenswürdigkeiten. Karl Baedeker, ein Buchhändler und Verleger, erkannte diesen Bedarf und veröffentlichte 1835 die erweiterte Fassung des Buches ,,Rheinreise von Mainz bis Cöln, Handbuch für Schnellreisende" von J.A. Klein, das in den folgenden Jahren maßgeblich für Struktur und Aussehen weiterer Reiseführer und später für eine ganze Branche wurde. Ein Wettbewerber in London führte zudem ein Bewertungssystem ein, das die jeweiligen Attraktionen mit Sternen bedachte - eine wichtige Auszeichnung in der Tourismusbranche, die den Sprung bis ins digitale Zeitalter geschafft hat. Auch heute noch verlassen wir uns bei der Planung und am Urlaubsort gerne auf Reiseführer, die uns Möglichkeiten aufzeigen, was in einer Stadt oder einer Region sehenswert ist, wie wir dort hin gelangen und wo wir nächtigen können. Doch worin lag das Erfolgsgeheimnis der roten Bände? Wie veränderten sich seit dem 19. Jahrhundert die Beschreibung der nahen und fernen Länder und das Reisen an sich? Und: Wie planen und gestalten wir unseren Urlaub im digitalen Zeitalter?

 

Foto: Tina Walsweer

If Mayors ruled the world - 09.10.2015

© VolkswagenStiftung

Prof. Dr. Benjamin R. Barber: If Mayors ruled the world?

 

Was wäre, wenn die heutigen Staatenlenker die Macht über unsere Welt an die Bürgermeister abgeben würden?

Prof. Dr. Benjamin R. Barber, City University of New York, versuchte am 9. Oktober bei den Hannah-Arendt-Tagen in Hannover Antworten zu geben.

 

Städte sind Motoren der Innovation. Sie haben zudem trotz aller Schwierigkeiten das Potenzial dazu, zur Lösung etlicher aktueller und zukünftiger Probleme beizutragen. Aber welchen Herausforderungen genau werden sich Kommunen zukünftig stellen müssen? Welche Möglichkeiten bieten Stadtentwicklungsprogramme und neue Formen der Partizipation für die Gesellschaft und jeden Einzelnen? Sollen Städte mehr Gewicht in der Politik auf nationaler und internationaler Ebene erlangen? Für den renommierten Politikwissenschaftler Prof. Dr. Benjamin R. Barber von der City University of New York steht fest: BürgermeisterInnen sollten die Welt regieren. Barber, der ehemalige innenpolitische Berater der Clinton-Regierung, konstatiert, dass Städte auf gesellschaftliche Entwicklungen wie Zuwanderung, Armutsbekämpfung und Klimaschutz schneller reagieren können als Nationalstaaten, die Vereinten Nationen oder die EU. In seinem Vortrag wird er seine Thesen erläutern.

 

Benjamin R. Barber ist Senior Research Scholar am Zentrum für Philanthropie und Zivilgesellschaft am Graduate Center der City University of New York. Er ist Vorsitzender und Gründer der "Interdependence Movement" und Walt Whitman Professor Emeritus der Politikwissenschaften der Rutgers University. Als international anerkannter Politiktheoretiker rückt Dr. Barber mit Hingabe die Fragen nach Demokratie und Staatsbürgerschaft in den Fokus der Debatten um Politik, Globalisierung, Kultur und Bildung in den USA und weltweit. Er ist regelmäßiger Berater politischer und zivilgesellschaftlicher Führungspersonen in den USA (ehem. Präsident Clinton, Howard Dean) und in der ganzen Welt (Deutschland, UK, Libyen, Italien).

 

Hannah Arendt Tage: If Mayors Ruled the World

Freitag, 09. Oktober 2015, 19 Uhr

Auditorium, Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover

 

 

Foto: Benjamin R. Barber

Herrenhäuser Forum: Gesund essen, gesund bleiben? Auf den Spuren guter Ernährung - 08.10.2015

© VolkswagenStiftung

Impulsvorträge

PD. Dr. med. Thomas Ellrott, Ernährungspsychologe, Universitätsmedizin Göttingen

Prof. Dr. Hannelore Daniel, Ernährungswissenschaftlerin, Technische Universität München

 

Podiumsdiskussion

Prof. Dr. Eva Barlösius, Soziologin, Universität Hannover

Prof. Dr. Andreas Hahn, Lebensmittelwissenschaftler, Universität Hannover

und den Vortragenden

Moderation: Mike Beckers, Spektrum der Wissenschaft

 

Was bedeutet gute Ernährung und wie kann sie uns helfen, gesund zu bleiben? Antworten gaben Experten auf dem Herrenhäuser Forum am 8. Oktober 2015.

 

"Weil Speis und Trank in dieser Welt doch Leib und Seel' zusammenhält". Essen ist mehr als nur die Aufnahme von Nährstoffen, es verschafft uns Genuss und steigert unser emotionales Wohlbefinden. Doch wie genau?

Auf der Suche nach dem Schlüssel zu einer guten Ernährung hat die moderne Ernährungsforschung festgestellt, dass die Wege und Wechselwirkungen unserer Nahrung im und mit dem Körper sehr viel komplexer sind als lange angenommen: Eine gesunde Ernährung gibt es nicht, aber unsere Ernährung wirkt sich darauf aus, welche unserer Gene "aktiviert" werden. Die Auswirkungen einer ungesunden Ernährungsweise sind jedoch eklatant: Krankheiten, die durch die unausgewogene Ernährung begünstigt werden, allen voran Übergewicht, verursachen rund ein Drittel aller Kosten im Gesundheitswesen. Bekannt ist zudem, dass bestimmte Ernährungsweisen Entzündungsprozesse auslösen und damit den Grundstein für Krebs und andere schwere Krankheiten legen können.

 

Gründe genug zu fragen, was die Forschung über gesunde Ernährung weiß: Was steuert unser Ernährungsverhalten? Wie beeinflussen uns unsere Gene und individuelle Stoffwechseleigenschaften - und wie hängen beide zusammen? Welche Rolle spielen die Ernährungsgewohnheiten unserer Vorfahren? Was können wir daraus für eine gesunde Ernährung lernen? Und was verbirgt sich hinter funktionellen Lebensmitteln?

 

Das Herrenhäuser Forum Mensch-Natur-Technik "Gesund essen, gesund bleiben? Auf den Spuren guter Ernährung" fand am 8. Oktober um 19.00 Uhr im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen statt.

 

Foto: David Carreno Hansen für VolkswagenStiftung

Leopoldina Lecture: "Burnout, Angst und Depression am Arbeitsplatz" - 28.09.2015

© VolkswagenStiftung

Mit: Prof. Dr. Peter Falkai, Prof. Dr. Frank Rösler, Prof. Dr. Sabine Sonnentag

 

Programm

Begrüßung und Einführung

Dr. Henrike Hartmann, Leiterin der Abteilung Förderung VolkswagenStiftung

Prof. Dr. Frank Rösler, Präsidiumsmitglied Leopoldina

 

Kurzvorträge

aus medizinisch-psychiatrischer Sicht: Prof. Dr. Peter Falkai, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Ludwig-Maximilians Universität München

aus arbeitswissenschaftlicher Sicht: Prof. Dr. Sabine Sonnentag, Professorin für Arbeits- und Organisationspsychologie, Universität Mannheim

 

Diskussionsrunde

mit den Vortragenden und Moderator Prof. Dr. Frank Rösler

 

Wie können wir psychischen Störungen am Arbeitsplatz vorbeugen? Um diese Frage ging es bei der 6. Leopoldina Lecture am 28. September 2015 im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover.

 

Berufliche Tätigkeit hat grundsätzlich einen positiven Effekt auf die seelische Gesundheit eines Menschen, indem sie u.a. die Möglichkeiten zur Identifikation, zur Strukturierung des Alltags, zum Erlangen von Anerkennung und zu sozialem Austausch bietet. Gleichzeitig wird sie jedoch als eine der Ursachen für die weltweite ansteigende Häufigkeit psychischer Störungen gesehen. Verantwortlich hierfür werden Entwicklungen in der modernen Arbeitswelt gemacht: Prekäre Arbeitsverhältnisse, Arbeitsbeschleunigung, Termin- und Leistungsdruck und das Verwischen der Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit können zu Stress und Überforderung und schließlich zu psychischen Störungen wie etwa Angst- oder Schlafstörung, Depression oder Burnout-Syndrom führen. Dies bedeutet zuallererst Leid für die einzelnen Betroffenen und deren Umfeld, hat jedoch auch negative gesamtgesellschaftliche Konsequenzen. Seit den 90er Jahren steigt etwa der Anteil an Fehlzeiten aufgrund psychischer Störungen in Deutschland kontinuierlich an, zudem ist das Durchschnittsalter Erwerbsunfähiger bei psychischen Störungen verhältnismäßig niedrig.

 

Der Frage, wie eine Gesellschaft mit den Herausforderungen psychischer Erkrankungen am Arbeitsplatz umgehen soll, widmet sich am 28. September die 6. Leopoldina-Lecture "Burnout, Angst und Depression. Wie können wir psychischen Erkrankungen am Arbeitsplatz vorbeugen?" im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen. Dabei sollen die folgenden Themenbereiche beleuchtet werden:

- Burnout-Syndrom und andere psychische Störungen: neurobiologische Grundlagen, Erfassung und Diagnose

- Präventionsmaßnahmen

- Gesundheitsmanagement am Arbeitsplatz

- zeitnaher Zugang zu psychotherapeutischer Behandlung

- Verminderung der Stigmatisierung von Betroffenen

 

Die Veranstaltung fand am 28. September 2015 um 19.00 Uhr im Rahmen der Vortragsreihe "Leopoldina-Lectures in Herrenhausen" statt, die die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und die VolkswagenStiftung gemeinsam organisieren.

 

Foto: pfpgroup - Fotolia.com

Mobilität: Von der Zukunft eines Lebensgefühls - 03.09.2015

© VolkswagenStiftung

Impulsvorträge

Prof. Dr. Joachim Scheiner, Verkehrs- und Raumplaner, Technische Universität Dortmund

Prof. Dr. Andreas Knie, Mobilitätsforscher, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung und Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel

 

Podiumsdiskussion mit

M. Sc. Florian Herrmann, Leiter des Competence Centers "Mobility Innovation", Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation

Prof. Dr.-Ing. Karsten Lemmer, Direktor des Instituts für Verkehrssystemtechnik, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

sowie den Vortragenden

Moderation durch Dr. Daniel Lingenhöhl, Spektrum.de

 

Nachdem Mobilität über lange Zeit nur die Möglichkeit bedeutete, von A nach B zu kommen, steht sie heute für viel mehr: Mobilität ist zu einer Lebensweise geworden – und ragt damit weit über Transportwege und -systeme hinaus bis in gesellschaftliche Fragen, Trends und Wünsche hinein. Gleichzeitig bringt die wachsende Mobilität ökologische und soziale Folgen mit sich, wie die Erkenntnis, dass sich der Verkehr in seiner heutigen Form nicht beliebig vermehren lässt. Was bedeutet zunehmende Mobilität für unsere Städte, für unsere Art zu leben und zu reisen? Welche neuen Technologien werden uns dabei in Zukunft ermöglichen, mobil zu sein?

Darüber wurde beim Herrenhäuser Forum: "Mobilität: Von der Zukunft eines Lebensgefühls" am Donnerstag, 3. September 2015, im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover, diskutiert.

 

Foto: Vivian Rutsch für VolkswagenStiftung

 

ListenToScience - Der Wissenschaftspodcast der VolkswagenStiftung

Wahlen sind bald - Die Jugend lässt‘s kalt? - 01.07.2015

© VolkswagenStiftung

Impulse

 

Prof. Dr. Andreas Busch, Politikwissenschaftler, Universität Göttingen

Prof. Dr. Dr. h.c. Manfred Schmidt, Politikwissenschaftler, Universität Heidelberg

 

Podiumsdiskussion mit den Vortragenden und

 

Stephan Weil, Niedersächsischer Ministerpräsident sowie

Prof. Dr. Christine Wiezorek, Erziehungswissenschaftlerin, Universität Gießen

 

Moderation: Ines Arland, Journalistin

 

Die Beteiligung jüngerer Menschen an politischen Gestaltungs- und Entscheidungsprozessen nimmt deutlich ab. Das ist zum einen unserer immer älter werdenden Gesellschaft geschuldet. Zum anderen gehen die Jüngeren immer weniger zu Wahlen und organisieren sich nur noch selten in politischen Parteien. Dies hat zur Folge, dass sich die Parteien verstärkt um die Belange älterer Menschen kümmern und die Interessen der Jüngeren weniger Beachtung finden.

Wie entwickelt sich unser politisches System, und was wird aus unseren demokratischen Strukturen, wenn das Engagement der jüngeren Bevölkerung weiter sinkt? Welcher Veränderungen oder neuer Beteiligungsformen bedarf es, um auch die Jüngeren für politische Gestaltungsprozesse zu gewinnen? Welche wichtigen Themen stehen für sie auf der Agenda?

Das sinkende Interesse junger Menschen und wie sie wieder stärker in politische Entscheidungsprozesse einbezogen werden können, diskutierten Experten auf dem zweiten Herrenhäuser Zukunftsdialog am 1. Juli 2015.

 

Die Herrenhäuser Zukunftsdialoge sind eine Veranstaltungsreihe der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen in Kooperation mit der VolkswagenStiftung und der Niedersächsischen Landesregierung. Sie bieten ein Forum, auf dem Wissenschaft und Politik miteinander und mit dem Publikum gesellschaftsrelevante Entwicklungen aufgreifen und notwendige Neuerungen diskutieren können. Die Anregungen kommen von Seiten der Wissenschaft und berühren aktuelle technologische, wirtschaftliche und soziale Themen. Der jeweilige Zukunftsdialog umfasst Impulsreferate und ein moderiertes Podiumsgespräch unter Beteiligung der Besucher. Die Veranstaltungen finden im wiedererrichteten Schloss Herrenhausen statt und richten sich an die allgemeine Öffentlichkeit.

 

Foto: Plenarsaal des Deutschen Bundestages (Foto: By Times via Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0 creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)

 

ListenToScience - Der Wissenschaftspodcast der VolkswagenStiftung

Supercomputer: Mit Simulationen die Welt erklären? - 16.06.2015

© VolkswagenStiftung

Impulsvorträge

Prof. Dr. Michael Resch, Professor für High Performance Computing, Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart

Prof. Dr. Michael Meyer-Hermann, BRICS, Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung

Prof. Dr. Dirk Helbing, Mathematiker und Physiker, Professor für Soziologie, ETH Zürich

 

Podiumsdiskussion mit

Prof. Dr. Armin Nassehi, Soziologe, LMU München

sowie den Vortragenden

 

Moderation durch Prof. Dr. Carsten Könneker, Chefredakteur Spektrum der Wissenschaft

 

Supercomputer sind heute allerorts im Einsatz - auch die Wissenschaft braucht ihre gigantische Rechenpower: Durch die Simulation komplexer Systeme lassen sich z.B. Prozesse in unseren Zellen durchspielen und somit schließlich bessere Medikamente entwickeln. Mit dem "Human Brain Project" soll sogar die Funktion des menschlichen Gehirns im Computer simuliert werden. Auch die Sozial- und Wirtschaftswissenschaften setzen in den letzten Jahren vermehrt auf simulierte Szenarien. Doch wie funktionieren Simulationen und wie ermöglichen sie bessere Entscheidungen? Welche Probleme, Chancen und Risiken sind mit Simulation menschlichen Verhaltens, unserer Kognition, den Finanzmärkten oder gar Gesellschaften als Ganzes verbunden?

 

Welche Perspektiven Supercomputer für hochkomplexe Simulationen - beispielsweise des menschlichen Gehirns - bieten, was sie für die Forschung bedeuten und wo ihre Grenzen sind analysierte das Herrenhäuser Forum am 16. Juni in Hannover.

 

Foto: Trower - NASA

 

ListenToScience - Der Wissenschaftspodcast der VolkswagenStiftung

Deutsche Universitäten nach dem Zweiten Weltkrieg - 08.06.2015

© VolkswagenStiftung

Vorträge:

Prof. Dr. Rüdiger vom Bruch, Humboldt Universität zu Berlin

Prof. Dr. Mitchell G. Ash, Universität Wien

 

Podiumsgespräch mit Prof. Dr. Ulrike Beisiegel, Präsidentin, Georg-August-Universität Göttingen, und den Vortragenden

 

Lesung: Martin G. Kunze, Schauspieler, Hannover

 

Moderation: Dr. Wilhelm Krull, VolkswagenStiftung

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg lagen viele Universitäten in Trümmern. Der Wiederaufbau des akademischen Lebens und das schwierige Erbe aus der NS-Zeit sind Thema des Herrenhäuser Forums.

 

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs mussten nicht nur die teils in Trümmern liegenden Städte und Industrieanlagen neu aufgebaut werden, sondern auch die Universitäten und das akademische Leben. Neben rein materiellen Gesichtspunkten wie zerstörten Gebäuden, fehlender Literatur oder dem Mangel an Wohnraum lautete dabei eine der zentralen Fragen, ob Dozenten, die vor 1945 an deutschen Universitäten gelehrt hatten, durch die Entnazifizierungsprozesse ihre Lehrbefugnis wiedererlangen konnten. Bereits im Wintersemester 1945/46 nahmen die ersten Universitäten - allen voran die Universität Göttingen - den Lehrbetrieb wieder auf. Die westlichen Besatzungsmächte verfügten ihnen gegenüber sowohl über das Aufsichts- als auch das Weisungsrecht. Ab 1948 beeinflusste der Ost-West-Konflikt auch zunehmend die akademische Welt, als beispielsweise in West-Berlin die Freie Universität mithilfe der amerikanischen Alliierten gegründet wurde während sich die heutige Humboldt-Universität im sowjetischen Sektor befand. Wer waren die Menschen, die in der frühen Nachkriegszeit an deutschen Universitäten lehrten und studierten? Was wurde gelehrt und wie distanzierten sich Hochschullehrer von ihrer universitären Vergangenheit im NS-Staat? Welche Rolle spielten die Rückkehrer aus dem Exil und welche die Besatzungsmächte? Warum begannen die Universitäten erst Anfang der 90er Jahre, ihre Vergangenheit im Nationalsozialismus aufzuarbeiten - und wie gingen Sie dabei vor?

 

Herrenhäuser Forum für Zeitgeschehen: Neubeginn? – Deutsche Universitäten nach Ende des Zweiten Weltkriegs vom 08.06.2015

 

Foto: Cora Sundmacher für VolkswagenStiftung

 

ListenToScience - Der Wissenschaftspodcast der VolkswagenStiftung

Indiens Weg zur Unabhängigkeit - 05.06.2015

© VolkswagenStiftung

Vorträge

Prof. Dr. Gita Dharampal-Frick, Südostasien-Institut, Universität Heidelberg

Prof. Dr. Srirupa Roy, Center for Modern Indian Studies, Universität Göttingen

 

Gespräch

mit Jürgen Webermann, Journalist, u.a. für den WDR und DRadio

sowie den Vortragenden

 

Lesung

Günther Schaupp, Schauspieler, Hamburg

 

Moderation: Anorthe Kremers, VolkswagenStiftung

 

Gandhis Salzmarsch im März 1930 ist eine der bekanntesten Aktionen des gewaltfreien Widerstandes Indiens gegen die koloniale Herrschaft. Während dieses Marsches zog Gandhi mit 79 Anhängern von seinem Ashram über 385 Kilometer nach Dandi am Arabischen Meer. Die Kampagne des zivilen Ungehorsams gehörte zu den vielen Schritten Indiens hin zu einem unabhängigen Staat. Welche Rolle spielte und spielt Gandhi insgesamt für das indische Selbstverständnis? Wie sieht das Verhältnis Indiens zu Großbritannien heute aus? Und wohin steuert die Atommacht Indien zu Beginn des 21. Jahrhunderts? Antworten gab das Herrenhäuser Forum.

 

Foto: Vivian Rutsch für VolkswagenStiftung

 

ListenToScience - Der Wissenschaftspodcast der VolkswagenStiftung

Leopoldina Lecture: Wie gut ist die Palliativversorgung in Deutschland? - 18.05.2015

© VolkswagenStiftung

Mit: Prof. Dr. Hans-Peter Zenner, Prof. Dr. Lukas Radbruch, Prof. Dr. Nils Schneider und Martina Kern

 

Die Palliativversorgung soll angesichts lebensbedrohlicher und nicht heilbarer Erkrankungen für die bestmögliche Lebensqualität von Patienten und Angehörigen sorgen. Dabei gilt, belastende körperliche Symptome wie Schmerzen und Übelkeit zu lindern, und altersgerechte Unterstützung bei psychosozialen Problemen zu bieten, sodass verbleibende Lebenszeit bestmöglich genutzt werden kann. In der öffentlichen Diskussion haben die Themen Sterben und Tod in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Es besteht ferner ein breiter Konsens in der Öffentlichkeit über die Notwendigkeit einer flächendeckenden, qualitativ hochwertigen und evidenzbasierten Palliativversorgung in Deutschland. Dieses Ziel ist jedoch noch nicht erreicht.

 

Wie muss bestmögliche und flächendeckende Palliativversorgung aussehen? Wann ist ein Patient ein Palliativpatient, und wer fällt die Entscheidung? Was kann man von anderen Ländern lernen, und ist Forschung an und mit Menschen und Angehörigen angesichts nicht heilbarer Erkrankungen ethisch vertretbar?

 

Diesen und anderen Fragen widmete sich die 5. Leopoldina-Lecture. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Vortragsreihe "Leopoldina Lectures in Herrenhausen" statt, die die VolkswagenStiftung gemeinsam mit der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina organisiert.

 

Foto: sudok1 - Fotolia.com

 

ListenToScience - Der Wissenschaftspodcast der VolkswagenStiftung

Antibiotika: Von der Wunderwaffe zum stumpfen Schwert - 23.04.2015

© VolkswagenStiftung

Impulsvorträge:

- Prof. Dr. Werner Solbach, Mediziner, Universität Lübeck

- Dr. Martina Scharlach, Epidemiologin Landesgesundheitsamt Niedersachsen, Hannover

 

Podiumsdiskussion mit:

- Prof. Dr. Markus Nett, Pharmazeut, Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie

- Dr. Muna Abu Sin, Epidemiologin und Medizinerin, Robert-Koch-Institut

sowie den Vortragenden

 

Moderation: Dr. Daniel Lingenhöhl, Redaktionsleiter Spektrum.de

 

Aufgrund des übermäßigen Einsatzes von Antibiotika entwickeln immer mehr Bakterien Resistenzen – sogar gegen selten eingesetzte Reserveantibiotika. Prinzipiell sind Resistenzen normale biologische Phänomene. Aber: Je mehr und häufiger Antibiotika eingesetzt werden, desto schneller können resistente Keime entstehen und sich verbreiten. Bereits heute schätzen Experten, dass in Europa jährlich 25.000 Personen an Infektionen mit resistenten Erregern sterben. Wie und wo versucht die Wissenschaft, neue Wirkprinzipien und -stoffe zu finden? Was macht die Entwicklung neuer wirkungsvoller Antibiotika so schwierig? Und welche gesellschaftlichen Maßnahmen können sich ausbreitende Resistenzen eindämmen?

 

Foto: Mirko Krenzel für VolkswagenStiftung

 

ListenToScience - Der Wissenschaftspodcast der VolkswagenStiftung

Gesundheit! Wohin entwickelt sich unser Gesundheitssystem? - 24.03.2015

© 0

Impulsvorträge:
- Prof. Dr. Jürgen Wasem, Gesundheitsökonom, Universität Duisburg-Essen
- Prof. Dr. J.-Matthias Graf von der Schulenburg, Versicherungswissenschaftler, Universität Hannover

Podiumsdiskussion mit
- Prof. Dr. Gabriele Meyer, Vorsitzende des DNEbM, Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft der Medizinischen Fakultät Halle
- Dr. Thomas Reiß, Innovationsforscher, Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung
sowie den Vortragenden

Moderation: Margaret Heckel, Journalistin und Autorin

Deutschland nimmt bei den Gesundheitsausgaben - gemessen an seiner Wirtschaftsleistung - im internationalen Vergleich einen Spitzenplatz ein. Nur die USA und die Schweiz wenden pro Kopf mehr Mittel für die Gesundheit ihrer Bürgerinnen und Bürger auf. Seit 1970 sind in Deutschland wie auch in weiteren OECD-Ländern die Gesundheitsausgaben erheblich gestiegen und zwar unabhängig davon, wie das Gesundheitssystem organisiert und finanziert ist: über Steuern oder über Abgaben. Aber mehr Geld geht nicht zwingend einher mit einer größeren Zufriedenheit der Bürger mit den Leistungen des Gesundheitssystems.

Wie könnten wir das Gesundheitssystem zum Wohle der Allgemeinheit umgestalten und tragfähig finanzieren? Welche neuen Versorgungsansätze sind denkbar? In welchen Bereichen könnten Kosten gespart werden und welche Rolle spielt dabei die evidenzbasierte Medizin? Antworten gaben die Experten auf dem Herrenhäuser Forum "Wohin entwickelt sich unser Gesundheitssystem?".

Foto: Cora Sundmacher für VolkswagenStiftung

ListenToScience - Der Wissenschaftspodcast der VolkswagenStiftung

50 Years of Research Collaboration and Cultural Relations between Israel and the Federal Republic of Germany – A Retrospective - 10.03.2015

© 0

Prof. Dr. Michael Brenner, Professor of Jewish History and Culture, Ludwig-Maximilians-Universität München and Director, Center for Israel Studies, American University, Washington D.C.

 

The State of Israel and the Federal Republic of Germany are almost twins: They were established within a few months in 1948 and 1949 respectively. Both were products of the greatest catastrophe in modern history. The State of Israel emerged literally out of the ashes of Auschwitz, the two Germanies were the products of a recently divided European landscape. History tied the fate of these two states together, but it also created an enormous emotional gap between Germans and Jews, between Germans and Israelis.

 

Diplomatic relations were not on the horizon during the first decade of the two states’ existence. The situation with Germany can be best told by the words symbolically stamped into every Israeli passport which read: “Valid in all countries with the exception of Germany.”

 

Prof. Dr. Michael Brenner gives an overview about German-Israeli diplomatic and academic relations after the holocaust.

 

Zur Veranstaltung: www.volkswagenstiftung.de/aktuelles/aktdetnewsl/news/detail/artikel/von-schwierigen-anfaengen-und-vielversprechenden-perspektiven/marginal/4626.html

 

Foto: Mirko Krenzel für VolkswagenStiftung (www.mirkokrenzel.com)

 

ListenToScience - Der Wissenschaftspodcast der VolkswagenStiftung

Dual Use Research of Concern: Wie weit darf die Forschung gehen? - 09.02.2015

© VolkswagenStiftung

Herrenhäuser Forum Mensch-Natur-Technik

 

Impulsvorträge: Prof. Dr. Stephan Becker, Virologe, Universität Marburg und

Prof. Dr. Silja Vöneky, Juristin, Universität Freiburg

Podiumsdiskussion mit Volker Stollorz, Journalist sowie den Vortragenden

Moderation: Dr. Daniel Lingenhöhl, Spektrum.de

 

2012 erzeugten Forschergruppen in den USA und in den Niederlanden eine Mutation des Vogelgrippevirus H5N1. Das neue Virus kann auch über die Luft zwischen Säugetieren übertragen werden und verbreitet sich somit leichter. International löste dieser Fall eine kontroverse Diskussion darüber aus, ob diese sogenannte "Dual-Use"-Forschung weitergeführt und publiziert werden dürfe, da ihre Ergebnisse auch zum Schaden von Mensch und Umwelt führen können: etwa wenn das Wissen und die Materialien für die Entwicklung dieser "Superviren" in die Hände von Terroristen gelangen oder sie unabsichtlich, durch zufälliges Freisetzen der Mutationen, zum Sicherheitsrisiko werden.

 

Wie lassen sich das Recht auf Forschungsfreiheit und die Forderung der Gesellschaft nach Sicherheit miteinander verbinden? Welche Argumente führen Befürworter dieser Forschung und ihre Kritiker ins Feld? Und welche gesetzlichen Regelungen für Dual-Use Forschung in der Virologie sind im Gespräch?

 

Fotos: Vivian Rutsch für VolkswagenStiftung

 

ListenToScience - Der Wissenschaftspodcast der VolkswagenStiftung

Impfen: Forschung und Entwicklung zum Schutz gegen Infektionskrankheiten - 02.02.2015

© VolkswagenStiftung

Grußwort

Dr. Wilhelm Krull, Generalsekretär der VolkswagenStiftung

 

Einführung

Prof. Dr. Jörg Hacker ML, Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften, Leopoldina

 

Impulsvorträge

Prof. Dr. Stephan Becker, Direktor des Instituts für Virologie an der Philipps-Universität, Marburg

 

Prof. Dr. Sebastian Suerbaum ML, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene, Medizinische Hochschule Hannover

Diskussionsrunde

 

 

Was Schutzimpfungen heute möglich machen, diskutierten renommierte Experten am 28. Januar 2015 bei einer Leopoldina-Lecture im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen.

 

Impfungen gehören zu den kostengünstigsten, einfachsten und effektivsten Maßnahmen, um Menschen vor ernsthaften und oft lebensbedrohlichen Infektionserkrankungen zu schützen. Durch Impfungen lassen sich viele Infektionskrankheiten stark zurückdrängen oder - wie im Fall der Pocken - sogar gänzlich ausrotten.

 

Dennoch zählen Infektionskrankheiten weltweit nach wie vor zu den häufigsten Todesursachen. Oft, wie im Fall der jüngsten Ebola-Epidemie oder von SARS, ist es ein Wettrennen der Medizin gegen die Zeit. Hier gilt es, kurzfristige Strategien zu entwickeln, um Krankheitsausbrüche, die Infektionserreger verursachten, rasch und wirksam einzudämmen. Zudem entwickeln Forscher Impfungen zunehmend für die langfristige Prävention von Erkrankungen. Denn heute gehen Wissenschaftler davon aus, dass 20 % aller Tumorerkrankungen auf Infektionen mit Bakterien oder Viren zurückzuführen sind, zum Beispiel Magenkrebs auf das Bakterium Helicobacter pylori und Gebärmutterhalskrebs auf bestimmte humane Papillomviren.

 

Die Veranstaltungsreihe "Leopoldina-Lectures in Herrenhausen" ist eine Kooperation der VolkswagenStiftung und der Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina.

 

Foto: Janek Stroisch / Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina

 

ListenToScience - Der Wissenschaftspodcast der VolkswagenStiftung

Afrika-Berichterstattung: Aus der Sicht von Zeit- und Augenzeugen - 14.01.2015

© VolkswagenStiftung

Podiumsdiskussion:

- Hans-Josef Dreckmann, ehem. Ostafrika-Korrespondent der ARD

- Charlotte Wiedemann, freie Journalistin mit den Themenschwerpunkten Afrika und Islam

- Dr. Bernhard Gißibl, Leibniz-Institut für Europäische Geschichte Mainz

 

Moderation:

- Prof. Dr. Johannes Paulmann, Leibniz-Institut für Europäische Geschichte Mainz

 

In Afrika verfügen deutsche Medien über nur wenige feste Korrespondentenstandorte. Die Korrespondenten stehen vor der unmöglich erscheinenden Aufgabe, der politischen und kulturellen Vielfalt des riesigen Kontinents gerecht zu werden. Zudem ist Afrika üblicherweise nur dann für die deutschen Redaktionen interessant, wenn es um Krisen, Kriege und Katastrophen – was oftmals ethische Abwägungen erfordert – oder wilde Tiere geht. Wie gehen Afrikakorrespondenten mit diesen Anforderungen um? Wie gestaltet sich das Netzwerk an unsichtbaren Helfern eines Korrespondenten – und was bedeutet vor diesem Hintergrund eigentlich „Augenzeugenschaft“? Antworten geben die Gäste bei einer Kooperationsveranstaltung mit dem Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG) aus Mainz.

 

www.volkswagenstiftung.de/de/veranstaltungen/veranstaltungsarchiv/detailansicht-veranstaltung/artikel/afrika-augenzeugen-uebersetzer-zeitzeugen/marginal/4436.html

 

Foto: Claudia Levetzow für VolkswagenStiftung

 

ListenToScience - Der Wissenschaftspodcast der VolkswagenStiftung

Wie viel Streit braucht die Demokratie? Über das Verschwinden des Politischen - 03.12.2014

© VolkswagenStiftung

Impulsvorträge:

- Prof. Dr. Paul Nolte, Historiker, Freie Universität Berlin

- Dr. Torben Lütjen, Politikwissenschaftler, Universität Düsseldorf

 

Podiumsdiskussion mit

- Prof. Dr. Dirk Jörke, Politikwissenschaftler, Technische Universität Darmstadt

- Tina Hildebrandt, Journalistin, DIE ZEIT

sowie den Vortragenden

 

Moderation: Dr. Tanja Busse, Journalistin

 

Wer heutzutage in der Politik nach authentischen Diskursen und Auseinandersetzungen über unser gesellschaftliches Zusammenleben sucht, wird selten fündig. Wenngleich zahlreiche Debatten geführt werden, fehlt es häufig an ernsthaften Diskursen und Visionen.

 

Gleichzeitig erleben wir vielerorts eine "participatory revolution": unkonventionelle Formen der Partizipation bieten neue Möglichkeiten des politischen Engagements. Derweil sinkt die Beteiligung der unteren Bevölkerungsschichten bei Wahlen, Bürgerinitiativen oder -foren weiter. Die Politik scheint einer heterogenen Bevölkerung gegenüberzustehen, in der sich viele politisch "abgehängt" fühlen.

 

Sind wir schon in der "Postdemokratie" angelangt? Teilen wir überhaupt noch politische Visionen? Was lässt sich aus den Entwicklungen in anderen Ländern lernen? Kann die Politik revitalisiert werden? Und wie lassen sich neue Formen des politischen Engagements etwa in und durch soziale Medien einordnen?

 

Foto: David Carreno Hansen

 

ListenToScience - Der Wissenschaftspodcast der VolkswagenStiftung

China-Berichterstattung: Aus der Sicht von Zeit- und Augenzeugen - 28.11.2014

© VolkswagenStiftung

Podiumsdiskussion:

- Gisela Mahlmann, ehem. ARD-Korrespondentin in Peking

- Dr. Astrid Freyeisen, BR-Wirtschaftsredakteurin, Schwerpunkt China

- Prof. Dr. Daniel Leese, Professor für Geschichte und Politik des modernen China, Universität Freiburg

 

Moderation:

- Dr. Bernard Gißibil, IEG Mainz

- Prof. Dr. Johannes Paulmann, IEG Mainz

 

Der rasante Aufstieg der chinesischen Volkswirtschaft zur größten in Asien hat das Interesse der westlichen Welt an China enorm gesteigert. Es richtet sich nicht nur auf die Produktion von Konsumgütern sondern auch auf die gesamte Gesellschaft. Eine freie Berichterstattung über China wird von den Behörden jedoch stark eingeschränkt. Westliche Journalisten werden dadurch zu wichtigen Botschaftern, um die Weltöffentlichkeit über innenpolitische Konflikte oder den Umgang mit Menschenrechten zu informieren. Wie wurden deutsche Korrespondenten in den letzten Jahrzehnten dieser Rolle gerecht – beispielsweise bei der Berichterstattung über die in China totgeschwiegenen Unruhen auf dem Platz des Himmlischen Friedens 1989 oder den Konflikt um Tibet? Aus welchen Quellen schöpfen sie vertrauenswürdige Informationen und wie vereinbaren sie als Korrespondenten den Anspruch auf freie Berichterstattung mit rigider staatlicher Informationskontrolle? Antworten gibt das Herrenhäuser Forum, das eine Kooperationsveranstaltung der VolkswagenStiftung mit dem Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG) der Universität Mainz ist.

 

Foto: Mirko Krenzel für VolkswagenStiftung

 

ListenToScience - Der Wissenschaftspodcast der VolkswagenStiftung

Der Nahe Osten - Berichterstattung von Augenzeugen, Übersetzer, Zeitzeugen - 05.11.2014

© VolkswagenStiftung

Impulsvorträge: Prof. Dr. Johannes Paulmann und Dr. Bernhard Gißibl, beide Leibniz Institut für Europäische Geschichte (Mainz)

 

Podiumsdiskussion mit: Thomas Aders, ARD-Korrespondent (Kairo); Prof. Dr. Ulrike Freitag, Direktorin, Zentrum Moderner Orient (Berlin)

 

Moderation: Prof. Dr. Johannes Paulmann und Dr. Bernhard Gißibl, beide Leibniz Institut für Europäische Geschichte (Mainz)

 

Begrüßung: Dr. Wilhelm Krull, Generalsekretär der VolkswagenStiftung

 

Berichterstattung aus dem Nahen Osten heißt seit Jahrzehnten, über eine Krisenregion zu informieren. Unser Wissen über den Nahen Osten speist sich dabei vielfach aus den Meldungen, Reportagen und Sachbüchern von Auslandskorrespondenten, die für Zeitungen, Radio- und Fernsehsender arbeiten. Wer waren und sind die Korrespondenten und wie berichten sie über den Nahen Osten? Die Berichterstattung über die Region hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich gewandelt. Hat diese Veränderung die Beobachterrolle der Korrespondenten erweitert hin zu einer aktiven Beteiligung in der deutschen Nahostpolitik? Diesen Fragen widmete sich am 5. November 2014 das Herrenhäuser Forum Zeitgeschehen Extra, das eine Kooperation der VolkswagenStiftung mit dem Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG) der Universität Mainz ist.

 

Link zur Veranstaltung: www.volkswagenstiftung.de/nc/de/veranstaltungen/veranstdet/ttback/2004/article/der-nahe-osten-augenzeugen-uebersetzer-zeitzeugen.html

 

Foto: David Carreno Hansen für VolkswagenStiftung

 

ListenToScience - Der Wissenschaftspodcast der VolkswagenStiftung

Soziale Gerechtigkeit: Wie wollen wir morgen leben? - 27.10.2014

© VolkswagenStiftung

Impulsvorträge:

- Prof. Dr. Ilona Ostner, Soziologin und Professorin für Vergleichende Sozialpolitik, Georg-August-Universität Göttingen

- Prof. Dr. Holmer Steinfath, Professor für Philosophie, Georg-August-Universität Göttingen

 

Podiumsdiskussion mit:

- Stephan Weil, Niedersächsischer Ministerpräsident

- Prof. Dr. Stephan Klasen, Professor für Volkswirtschaftslehre, Georg-August-Universität Göttingen

sowie den Vortragenden

 

Moderation: Ines Arland, Journalistin

 

Einführung: Prof. Dr. Stefan Tangermann, Präsident der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen

 

Wir haben klare Vorstellungen davon, wie wir leben wollen - oder etwa nicht? Je länger man über diese Frage nachdenkt, umso komplizierter werden die Antworten. Ausgewählte Experten der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen -– eine Soziologin, ein Philosoph und ein Ökonom –- suchten am 27. Oktober 2014 das öffentliche Gespräch mit dem Niedersächsischen Ministerpräsidenten Stefan Weil. Ergänzt wurde die Diskussion durch wertvolle Anregungen aus dem Publikum. Die Veranstaltung "Wie wollen wir morgen leben?" im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen bildete den Auftakt zur Vortragsreihe "Herrenhäuser Zukunftsdialoge" der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, der VolkswagenStiftung und der Niedersächsischen Landesregierung.

 

Foto: Adrienne Lochte, Akademie der Wissenschaften zu Göttingen

 

ListenToScience - Der Wissenschaftspodcast der VolkswagenStiftung

Vortrag Prof. Dr. Ute Frevert: Europas Schiller - 23.10.2014

© VolkswagenStiftung

Vortrag: Prof. Dr. Ute Frevert, Historikerin, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Berlin

 

Moderation: Prof. Dr. Peter-André Alt, Präsident der Freien Universität Berlin

 

Europa liebt Beethoven – und fremdelt mit Schiller. So jedenfalls ließe sich die Europa-Hymne interpretieren, eine Instrumentalversion der Beethoven'schen Vertonung von Schillers "Ode an die Freude". Fehlt der Text nur deshalb, weil er für Europäer, die des Deutschen nicht mächtig sind, unverständlich ist? Oder verbirgt sich dahinter ein grundsätzliches Problem mit Schiller, der bereits früh als "deutscher Nationaldichter" vereinnahmt wurde? Spricht die Nationalisierung Schillers gegen seine Europäisierung? Oder haben sich Schillers Themen – ebenso wie seine Sprache – schlicht überlebt und gelten als unzeitgemäß? Der öffentliche Abendvortrag der Historikerin Prof. Dr. Ute Frevert blickt zurück auf zwei wechselvolle Jahrhunderte der europäischen Schillerrezeption, in der sich die ebenso wechselvolle Geschichte des Kontinents spiegelt.

 

Link zur Veranstaltung: www.volkswagenstiftung.de/nc/veranstaltungen/veranstdet/ttback/2004/article/europas-schiller.html

 

Foto: Mirko Krenzel für VolkswagenStiftung

 

ListenToScience - Der Wissenschaftspodcast der VolkswagenStiftung

Hundert Billionen Mitbewohner: Wie Mikroorganismen unsere Gesundheit beeinflussen - 09.10.2014

© 0

Impulsvorträge

- Prof. Dr. Dirk Haller, Mikrobiologe und Ernährungswissenschaftler, Technische Universität München

- Prof. Dr. Harald Renz, Immunologe, Universität Marburg

 

Podiumsdiskussion mit:

- Prof. Dr. Mathias Hornef, Mikrobiologe und Immunologe, Medizinische Hochschule Hannover

- Dr. Kerstin Berer, Neurobiologin, Max Planck Institut für Neurobiologie

sowie den Vortragenden

 

Moderation: Dr. Daniel Lingenhöhl, Redaktionsleiter Spektrum.de

 

Die Erkenntnis, dass der Mensch nicht nur aus diversen verschiedenen Körperzellen besteht, sondern auch Mikroorganismen einen großen Platz auf und in uns einnehmen, mag nicht jeden überraschen. Die schiere Masse der mikroskopisch kleinen Mitbewohner stellt für viele vermutlich trotzdem eine gänzlich neue Information dar: Allein im Darmtrakt befinden sich durchschnittlich zwei Kilogramm an Mikroorganismen. Mit dieser beeindruckenden Zahl wurde das Herrenhäuser Forum eröffnet, das sich ganz dem menschlichen Mikrobiom, also der Gesamtheit aller den Mensch besiedelnden Mikroorganismen, widmen sollte. Wozu diese unzähligen Mikroorganismen dienen, wie sie unsere Gesundheit beeinflussen und weitere Fragen wurden am 9. Oktober 2014 von den Experten im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen beantwortet.

 

Link zur Veranstaltung: www.volkswagenstiftung.de/nc/veranstaltungen/veranstdet/ttback/2004/article/hundert-billionen-mitbewohner-herrenhaeuser-forum-zum-mikrobiom.html

 

Foto: Mirko Krenzel für VolkswagenStiftung

 

ListenToScience - Der Wissenschaftspodcast der VolkswagenStiftung

Kindliche Gesundheit - Referenzwerte und Risikofaktoren - 26.09.2014

© VolkswagenStiftung

Vorträge:

"The Obesity Epidemic in European Children"

Prof. Dr. Wolfgang Ahrens, Direktor des Leibniz-Instituts für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS

 

"Metabolic Syndrome in Children" (In English Language)

Prof. Dr. Luis A. Moreno, Coordinator of the GENUD-Research Group, University of Zaragoza, Spanien

 

"Bedeutung epidemiologischer Grundlagenforschung für die Pädiatrische Praxis"

Dr. Johann Böhmann, Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin, Klinikum Delmenhorst

 

 

Begrüßung:

 

- Dr. Wilhelm Krull, VolkswagenStiftung

- Sozialministerin Cornelia Rundt, Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

- Dr. Wolfram Hartmann, Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ)

- Prof. Dr. Iris Pigeot, Direktorin des Leibniz-Instituts für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS

 

 

Ob bei Gewicht, Blutdruck oder Blutzucker: Referenzwerte sind für Ärzte wichtige Orientierungspunkte, denn sie können auf Risiken und Krankheiten hinweisen. Diese Werte liegen zumindest für Erwachsene häufig vor und gehören standardmäßig zur medizinischen Untersuchung, um auf Basis von Vergleichen Diagnosen zu erstellen. Für Kinder sind solche Referenzwerte jedoch nicht vorhanden, was die Diagnostik deutlich erschwert. Diese Lücke will ein neuer Sonderband der Fachzeitschrift "International Journal of Obesity" schließen: Die medizinischen Referenzwerte für Kinder leiten sich von der größten europäischen Studie zur Erforschung von lebensstil- und ernährungsbedingten Erkrankungen bei Kindern, IDEFICS, ab. Die Abendvorträge, die im Rahmen der Veranstaltung "Die Bedeutung von Referenzwerten für die kindliche Gesundheit" am 26. September 2014 im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen gehalten wurden, thematisieren die Bedeutung der Referenzwerte für die kindliche Gesundheit.

 

 

Link zur Studie: www.nature.com/ijo/journal/v38/n2s/index.html

 

Foto: By Calle Eklund/V-wolf (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons

 

ListenToScience - Der Wissenschaftspodcast der VolkswagenStiftung

Prof. Dr. Dr. h.c. Ortwin Renn: Warum wir uns vor dem Falschen fürchten - 20.09.2014

© VolkswagenStiftung

Vortrag: Prof. Dr. Dr. h.c. Ortwin Renn, Direktor des Zentrums für Interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung an der Universität Stuttgart

 

Einführung: Dr. Wilhelm Krull, Generalsekretär der VolkswagenStiftung

 

„Warum wir uns vor dem Falschen fürchten“ so lautet der Titel des Beitrags von Prof. Dr. Dr. h.c. Ortwin Renn zum Auftakt des 2. Tages des forschungs- und hochschulpolitischen Werkstattgesprächs der VolkswagenStiftung zum Thema „Couragiert – Risikobereit – Fehlertolerant. Wie kreativ und innovativ ist Europa?“, das am 19./20. September 2014 in Hannover stattfand.

 

Wenngleich das individuellen Lebensrisiko der Menschen in Deutschland in den letzten Jahrzehnten rapide gesunken sei, so glauben dennoch 78 Prozent der Deutschen genau an das Gegenteil.

Besonders groß sei die Angst vor pestizidbelasteten und mit Konservierungsstoffen versehenen Lebensmitteln oder Strahlenverunreinigungen, obwohl beides in Deutschland kaum eine Gefahr darstelle – also massiv als Risiko überschätzt werde. Völlig unterschätzt würden hingegen die gravierenden Lebensrisiken, die mit schlechter Ernährung, Bewegungsmangel, dem Rauchen und Trinken einher gingen.

Hier gebe es eine Diskrepanz zwischen unserer individuellen Wahrnehmung und der Welt, wie sie tatsächlich sei. Hier helfe Risikoaufklärung aber leider nur bedingt. Vielmehr bedarf es einer Sensibilisierung für Wahrnehmungsmuster und einer Stärkung der Selbsterkenntnis. Die Wahrnehmung des Menschen – so das Fazit des Risikoforschers – werde sich erst ändern, wenn er vom Betroffenen zum Beteiligten einer Innovation wird.

 

Link zur Veranstaltung: www.volkswagenstiftung.de/nc/veranstaltungen/veranstdet/article/couragiert-risikobereit-fehlertolerant-wie-kreativ-und-innovativ-ist-europa.html

 

Foto: acatech

 

ListenToScience - Der Wissenschaftspodcast der VolkswagenStiftung

Prof. Dr. Gerd Gigerenzer: Risiko. Wie man die richtigen Entscheidungen trifft. - 19.09.2014

© VolkswagenStiftung

Vortrag: Prof. Dr. Gerd Gigerenzer, Psychologe, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

 

„Ohne Risiko keine Chance“ so lautet der Titel des Beitrags von Prof. Dr. Gerd Gigerenzer zum Auftakt des forschungs- und hochschulpolitischen Werkstattgesprächs der VolkswagenStiftung zum Thema „Couragiert – Risikobereit – Fehlertolerant. Wie kreativ und innovativ ist Europa?“, das am 19./20. September 2014 in Hannover stattfand.

Frei nach dem Zitat von Marie Curie, dass man im Leben nichts zu fürchten brauche, wenn man es nur versteht, weshalb es Zeit sei, mehr zu verstehen, damit man weniger fürchtet, appellierte Gigerenzer an die deutschen Universitäten und Forschungseinrichtungen, ihre Risikokompetenz deutlich auszubauen. Denn neue Technologien erfordern ein erhebliches Maß an Risikokompetenz, insbesondere bei der Auswertung wissenschaftlicher Testergebnisse.

Deutschland leide an einer Absicherungskultur und defensivem Entscheiden, die Fortschritt und Innovation behinderten. Wir müssen wieder den Mut zu einfachen Lösungen für komplexe Probleme finden, so lautet das Fazit des Risikoexperten.

 

Link zur Veranstaltung: www.volkswagenstiftung.de/nc/veranstaltungen/veranstdet/article/couragiert-risikobereit-fehlertolerant-wie-kreativ-und-innovativ-ist-europa.html

 

Foto: Dietmar Gust

 

ListenToScience - Der Wissenschaftspodcast der VolkswagenStiftung

Sozioökonomische Herausforderungen der Energiewende: Der Strombürger und das liebe Geld - 02.09.2014

© VolkswagenStiftung

Impulsvorträge:

- Prof. Dr. Monika Schnitzer, Seminar für komparative Wirtschaftsforschung,

Ludwig-Maximilians-Universität München

- Prof. Dr. Robert Schlögl ML, Direktor am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft, Berlin und Direktor am Max-Planck-Institut für chemische

Energiekonversion, Mülheim

 

Einführung:

- Prof. Dr. Sigmar Wittig ML, Mitglied des Präsidiums der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Institut für Thermische Strömungsmaschinen,

Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

 

Grußworte:

- Dr. Henrike Hartmann, Leiterin des Teams "Personen und Strukturen"

der VolkswagenStiftung

 

Die 3. Leopoldina-Lecture "Der Strombürger und das liebe Geld" widmete sich den sozioökonomischen Herausforderungen der Energiewende. Mit Impulsvorträgen von Prof. Dr. Monika Schnitzer und Prof. Dr. Robert Schlögl ML und einer anschließenden Diskussion wurden verschiedene Lösungsansätze beleuchtet. Die Veranstaltung fand am 02.09.2014 im Rahmen der "Leopoldina-Lectures in Herrenhausen" statt.

 

Zum Bericht: www.volkswagenstiftung.de/nc/veranstaltungen/veranstdet/ttback/41/article/der-strombuerger-und-das-liebe-geld.html

 

Foto: Janek Stroisch für VolkswagenStiftung

 

ListenToScience - Der Wissenschaftspodcast der VolkswagenStiftung

Großbritannien und Deutschland zu Beginn des 21. Jahrhunderts - 21.07.2014

© VolkswagenStiftung

Podiumsdiskussion:

- Sir Simon McDonald, CME, Botschafter des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland

- Wolf Burchard, Kunsthistoriker, Royal Collection Trust

- Prof. Dr. Simon Green, University of Aston, UK

 

Moderation: Dr. Wilhelm Krull

 

Macht Großbritannien eventuell doch Ernst mit einem Austritt aus der EU? Wie steht es sonst um die deutsch-britischen Beziehungen? Neuesten Umfragen und Zeitungsberichten zufolge ist Deutschland auf der Insel nicht mehr ganz so unbeliebt wie noch vor 10 Jahren. Und umgekehrt sind britische Kulturexporte in Deutschland extrem beliebt. Wohin steuern also die Gesellschaften in Großbritannien und Deutschland zu Beginn des 21. Jahrhunderts - politisch, wirtschaftlich und kulturell?

 

Abschlussabend der Veranstaltungsreihe "Deutsch-Britische Collagen" der VolkswagenStiftung und der Niedersächsischen Landesausstellung am 15.07.2014.

 

Zum Bericht: www.volkswagenstiftung.de/aktuelles/aktdetnewsl/ttback/5/article/begegnung-auf-augenhoehe.html

 

Foto: Claudia Levetzow

 

ListenToScience - Der Wissenschaftspodcast der VolkswagenStiftung

Evolutionsbiologie: Wie hat die Evolution das Lernen gestaltet? - 14.07.2014

© VolkswagenStiftung

Peter Hammerstein, Institute for Theoretical Biology (ITB), Humboldt-Universität zu Berlin

 

Es wird oft behauptet, die Evolution spiele für das Verhalten des Menschen keine große Rolle, weil unser Verhalten eher durch Lernvorgänge als durch angeborene Muster geprägt sei. Dennoch kann uns selbst die modernste Informationstechnologie nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie von Gehirnen verwendet wird, deren Lernmechanismen ursprünglich von der Evolution gestaltet wurden. Unsere Lernmechanismen sind immer noch sehr gut an ehemalige Aufgaben angepasst. In der heutigen Welt haben sie jedoch ihre Schattenseiten...

 

In einem öffentlichen Abendvortrag am 07.07.2014 beleuchtete Peter Hammerstein von der Humboldt-Universität zu Berlin die Einflüsse der Evolution auf Lernmechanismen in unserem heutigen Leben.

 

Informationen zu weiteren Projekten aus der Initiative "Evolutionsbiologie" finden Sie unter

www.volkswagenstiftung.de/evolution

 

Foto: Christian Harker

 

ListenToScience - Der Wissenschaftspodcast der VolkswagenStiftung

"Was Hänschen nicht lernt...?" – Biologische, psychologische und ökonomische Perspektiven auf die frühkindliche Sozialisation - 19.06.2014

© VolkswagenStiftung

Impulsvorträge:

- Prof. Dr. Frank Rösler ML, Universität Hamburg

- Prof. Dr. C. Katharina Spieß, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung Berlin und Freie Universität Berlin

 

Grußworte

-Dr. Wilhelm Krull, Generalsekretär der VolkswagenStiftung,

- Prof. Dr. Frank Rösler ML, Universität Hamburg

 

Einführung

- Prof. Dr. Manfred Prenzel, Dekan der TUM School of Education, Technische Universität München

 

Frühe Erfahrungen beeinflussen nachhaltig den weiteren Entwicklungsweg eines Menschen - dies belegen Erkenntnisse aus ganz unterschiedlichen Fachgebieten, etwa der Neurobiologie, der Psychologie, der Soziologie und der Linguistik. Mit Forschungsergebnissen zur frühen Kindheit und der Frage, was eine Gesellschaft leisten muss, um zu gewährleisten, dass die Potentiale möglichst jedes Menschen geweckt, gefördert und nicht in ihrer Entwicklung behindert werden, befasst sich die Leopoldina-Lecture "Was Hänschen nicht lernt...? Biologische, psychologische und ökonomische Perspektiven auf die frühkindliche Sozialisation".

 

Die Veranstaltung ist Teil der Vortragsreihe "Leopoldina-Lectures in Herrenhausen", die die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und die VolkswagenStiftung gemeinsam ins Leben gerufen haben.

 

Foto: Marian Lenhard

 

ListenToScience - Der Wissenschaftspodcast der VolkswagenStiftung

Fußballweltmeisterschaften: Viel mehr als nur Sport - 10.06.2014

© VolkswagenStiftung

Zeitzeugengespräch:

- Bernd Franke, Mitglied der Fußball-Nationalmannschaft zur WM 1986

- Marco Bode, Mitglied der deutschen Fußballnationalmannschaft zur WM 2002; Mitglied im Kuratorium der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste

 

Kurzvorträge:

- Dr. Kay Schiller, Historiker, Durham University

- Prof. Dr. Stefan Rinke, Historiker, Freie Universität Berlin

 

Moderation: Dr. Wilhelm Krull, Generalsekretär der VolkswagenStiftung

 

Von England aus trat der Sport mit dem runden Leder seinen Siegeszug um die ganze Welt an. Wie sich der Fußball weiterentwickelte und welche Auswirkungen er auf Gesellschaft und Politik hatte, wurde am 10. Juni beim Herrenhäuser Forum Zeitgeschehen diskutiert.

 

Zum Bericht: www.volkswagenstiftung.de/aktuelles/aktdetnewsl/ttback/5/article/wie-fussball-um-die-welt-ging.html

 

Foto: Suhwa Lee

 

ListenToScience - Der Wissenschaftspodcast der VolkswagenStiftung

Schlafforschung: Schlaf schön! Über die Geheimnisse unseres nächtlichen Seins - 05.06.2014

© VolkswagenStiftung

Impulsvorträge:

- Prof. Dr. Jan Born, Schlaf- und Gedächtnisforscher, Centrum für Integrative Neurowissenschaften, Universität Tübingen

- Prof. Dr. Petra Gehring, Philosophin und Autorin "Traum und Wirklichkeit", Technische Universität Darmstadt

 

Anschließend Podiumsdiskussion mit Dr. Michael Czisch, Max-Planck-Institut für Psychiatrie München sowie den Vortragenden

 

Moderation: Kirsten Baumbusch, Redaktion Spektrum der Wissenschaft

 

Um die Erforschung des menschlichen Schlafs drehte sich am 5. Juni 2014 ein Herrenhäuser Forum Mensch-Natur-Technik der VolkswagenStiftung.

 

Foto: Suhwa Lee für VolkswagenStiftung

 

ListenToScience - Der Wissenschaftspodcast der VolkswagenStiftung

Migration: Die schwierige deutsche Zuwanderungsdebatte - 28.05.2014

© VolkswagenStiftung

Impulsvortrag:

Prof. Dr. Herbert Brücker, Migrationsforscher, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

 

Podiumsdiskussion mit

- Dr. Holger Kolb, wiss. Mitarbeiter, Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration

- Prof. Dr. Annette Treibel, Sprecherin der Sektion 'Migration und ethnische Minderheiten' der Deutschen Gesellschaft für Soziologie; Institut für Transdisziplinäre Sozialwissenschaft, Pädagogische Hochschule Karlsruhe

sowie dem Vortragenden

 

Moderation: Minou Amir-Sehhi, Journalistin

 

Seit die EU-Freizügigkeit in der gesamten Union gilt, können auch die Bürger der ärmsten Mitgliedstaaten ohne Einschränkung nach Deutschland kommen, um hier erwerbstätig zu sein. Viele Bundesbürger fürchten, dass die hiesigen Sozialleistungen "Armutsflüchtlinge" nach Deutschland locken. Parolen wie "Wer betrügt, der fliegt" werden formuliert und Politiker und Parteien versuchen, das Migrationsthema zur eigenen Profilierung zu nutzen.

Deutschland tut sich schwer mit der Einwanderungsfrage. Aber: Ist die befürchtete Ausnutzung der Sozialsysteme innerhalb der bestehenden Gesetze überhaupt möglich? Öffnen sich die Grenzen nicht vielmehr für qualifizierte Arbeitnehmer, die Deutschland gut gebrauchen kann? Dies wurde diskutiert im Herrehäuser Forum Politik-Wirtschaft-Gesellschaft der VolkswagenStiftung.

 

Foto: Claudia Levetzow

 

ListenToScience - Der Wissenschaftspodcast der VolkswagenStiftung

1914! - Deutsch-Britische Collagen zum Nachhören - 26.05.2014

© VolkswagenStiftung

Vortrag (Englisch): Dr. Jay Winter, Historiker, Yale University / Cambridge University

Lesung (Deutsch): Harald Schandry

In seinem Vortrag „Missing sons: War as a vanishing act" machte Winter deutlich, wie die "Urkatastrophe" Erster Weltkrieg von der "industrialisierten Gewalt" bestimmt wurde, das heißt vor allem durch den Einsatz moderner Artillerie. Er wurde gehalten im Rahmen der Veranstaltungsreihe "14 ! Deutsch-Britische Collagen" zu den deutsch-britischen Beziehungen in den Jahren 1714, 1814, 1914 und 2014 am 27.05.2014 im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen.

Lesung mit Romanauszügen von Wilhelm Lamszus ("Das Menschenschlachthaus") und Erich Maria Remarque ("Im Westen nichts Neues") und mit einem Brief des 18-jährigen Kriegsfreiwilligen Hans Bucky an seine Eltern.

Zum Bericht: www.volkswagenstiftung.de/nc/de/aktuelles/aktdetnewsl/article/verschwunden-nur-der-name-bleibt.html

Foto: Claudia Levetzow

ListenToScience - Der Wissenschaftspodcast der VolkswagenStiftung

Trauerbewältigung: Wie lange darf man traurig sein? - 09.04.2014

© VolkswagenStiftung

Einführungsvortrag: Prof. Dr. Frank Jacobi, Technische Universität Dresden und Psychologische Hochschule Berlin

Podiumsdiskussion:
- Prof. Dr. Thomas Bock, Psychologe, UKE Hamburg und irre menschlich e.V
- Prof. Dr. Thomas Schramme, Philosoph, Universität Hamburg

Moderation: Christiane Gelitz, Redaktionsleitung Gehirn+Geist

"Das ist doch nicht mehr normal". Wir Menschen urteilen schnell - auch über den seelischen Zustand unserer Mitmenschen. Doch wann ist jemand psychisch "krank"? Die Definition von psychischer Erkrankung ist Thema des Herrenhäuser Forums Mensch - Natur - Technik am 9. April 2014.

Zum Bericht: www.volkswagenstiftung.de/aktuelles/aktdetnewsl/browse/2/ttback/5/article/wenn-gesunde-krank-sind.html

Foto: Marian Lenhardt

ListenToScience - Der Wissenschaftspodcast der VolkswagenStiftung

Psychische Erkrankungen: Wollen können - Wille, Selbstbestimmung und psychische Krankheit - 02.04.2014

© VolkswagenStiftung

Referent: Prof. Dr. med. Dr. phil. Thomas Fuchs, Karl-Jaspers-Professor für Philosophische Grundlagen der Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Heidelberg

Prof. Dr. Dr. Thomas Fuchs analysiert in seinem Vortrag, inwieweit Menschen mit psychischen Erkrankungen wie Demenz noch fähig sind, über sich selbst zu bestimmen. Zudem geht der anerkannte Experte und Wissenschaftler einer theoretischen Grundfrage nach, die an der Grenze zwischen Psychiatrie und Philosophie angesiedelt ist: Welche Erkenntnisse lassen sich über den Willen insgesamt aus der Verfasstheit des Willens in den Lebenslagen von Menschen mit psychischen Erkrankungen gewinnen?

Den Vortrag hat Prof. Dr. Dr. Fuchs im Rahmen des Symposiums "Randzonen des Willens - Entscheidung und Einwilligung in Grenzsituationen der Medizin: Anthropologie, Psychologie, Recht und Ethik" im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen in Hannover gehalten. Die VolkswagenStiftung hat das Symposium gefördert.

ListenToScience - Der Wissenschaftspodcast der VolkswagenStiftung

Cornel West: "Justice!" - Opening of the 4th Festival of Philosophy, Hanover - 13.03.2014

© VolkswagenStiftung

Vortrag: Cornel West, amerikanischer Bürgerrechtler und Philosoph

Moderation: Prof. Dr. Miriam Strube, Professorin für Amerikanistik, Literatur und Kultur an der Universität Paderborn

Zum Auftakt des 4. Festivals für Philosophie spricht Cornel West, amerikanischer Bürgerrechtler und Philosoph, zum Thema "Justice!". Gerechtigkeit ist für West nicht nur ein Thema der Philosophie, es ist auch die Aufgabe des Philosophen, sie durch sein Engagement auch praktisch zu ermöglichen.

Wests Auftritt ignoriert mit seinem an der Predigertradition des schwarzen Amerika geschulten Vortragsstil die üblichen akademischen Gepflogenheiten. Mit seiner selbstgewissen Lässigkeit und Zugewandtheit (er spricht von Menschen als "Brüdern und Schwestern") konnte er das heftig applaudierende Publikum für sich einnehmen.

Zum Veranstaltungsbericht: www.volkswagenstiftung.de/aktuelles/aktdetnewsl/ttback/5/article/keine-gerechtigkeit-ohne-liebe.html

Foto: Volker Crone

ListenToScience - Der Wissenschaftspodcast der VolkswagenStiftung

Schlossbau: Über "falsche" Schlösser und "kritische" Rekonstruktionen - 24.02.2014

© Agata Szymanska-Medina

Einführung: Wolfgang Schneider, Vorstandsvorsitzender der Lavesstiftung, Präsident der Architektenkammer Niedersachsen

Vortrag: Prof. i.R. Dr. Adrian von Buttlar, Institut für Kunstwissenschaft und Historische Urbanistik, Technische Universität Berlin

Podiumsgespräch:
- Andreas Denk, Chefredakteur "Der Architekt"
- Dipl.-Ing. Sven Kotulla, Architekt, Hamburg
sowie der Votragende.

Moderation: Jochen Stöckmann, Journalist, Berlin

Wäre Georg Ludwig Friedrich Laves auf die Idee gekommen, das Schloss in Herrenhausen heutzutage im klassizistischen Stil neu zu bauen? Einen kontroversen Austausch um "falsche" Schlösser und "kritische" Rekonstruktionen erlebten die Zuhörer bei "Architektur im Dialog" im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen.

Foto: Agata Szymanska-Medina

ListenToScience - Der Wissenschaftspodcast der VolkswagenStiftung

Tian’anmen-Massaker: Der Drache zeigt die Zähne – Aufstand im Reich der Mitte - 11.02.2014

© VolkswagenStiftung

Zeitzeugengespräch:
- Felix Lee, China-Korrespondent der taz und Blogger, Peking
und die Vortragenden

Kurzvorträge:
- Prof. Dr. Kai Vogelsang, Afrika-Asien-Institut, Universität Hamburg
- Prof. Dr. Doris Fischer, Universität Würzburg

Moderation: Christoph Müller-Hofstede, Bundeszentrale für politische Bildung

1989 brodelte es nicht nur im ehemaligen Ostblock, sondern auch in China. Auf dem Tiananmen fanden Kundgebungen und Demonstrationen statt. Im Mai spitzte sich die Situation zu: Mehrfach versuchte die Armee, den Platz zu räumen. Als am 4. Juni die Armee auf die Demonstranten schoss, wurden Tausende verletzt und inhaftiert; die Zahl der Toten ist unbekannt. Ein Umsturz wie in Osteuropa blieb jedoch aus.
Eine kritische Aufarbeitung der Ereignisse von 1989 fand nicht statt. Staatschef Hu Jintao betonte noch 2004, dass damals "durch entschlossenes Eingreifen die Stabilität des Landes gesichert" worden sei.

Was bedeuteten die Tage im Juni 1989 für die politische, wirtschaftliche und soziale Entwicklung Chinas? Sind die Forderungen von damals noch präsent? Und: Wie verläuft Chinas Weg in die Zukunft?

Zum Bericht: www.volkswagenstiftung.de/aktuelles/aktdetnewsl/browse/5/ttback/5/article/china-ist-nicht-unergruendlich.html

Foto: Felix Zahn

ListenToScience - Der Wissenschaftspodcast der VolkswagenStiftung

Friedensnobelpreis 2013: OPCW - Auf weltweiter Mission im Kampf gegen Chemiewaffen - 10.12.2013

© VolkswagenStiftung

Dr. Alexander Kelle, Abteilungsleiter, Office of Strategy and Policy, OPCW

Seit vielen Jahren sorgt die OPCW für die Einhaltung und Umsetzung des Chemiewaffenabkommens. Ihre Kommissare und Inspektoren überwachen seit 1997 die Vernichtung chemischer Waffen. 58-tausend Tonnen hochgiftiger Chemikalien wurden in dieser Zeit zerstört. Das sind gut 80 Prozent aller gemeldeten Chemiewaffen der Mitgliedsstaaten. Im Jahr 2013 wurde die Arbeit der OPCW mit dem Friedensnobelpreis geehrt. In seinem Vortrag berichtete der Politikwissenschaftler Alexander Kelle von seiner Arbeit bei der OPCW.

Vortrag vom 10.12.2013 im Rahmen der Herrenhäuser Nobelpreistage - eine Veranstaltung der VolkswagenStiftung.

ListenToScience - Der Wissenschaftspodcast der VolkswagenStiftung

Bedrohte Sprachen: Sprachwelten in der Südsee - 04.06.2013

© VolkswagenStiftung

Vorträge:

- Ulrike Mosel, Sprachwissenschaftlerin, Universität Kiel

- Nicholas Evans, Sprachwissenschaftler, Australian National University Canberra

 

Einführung: Vera Szöllösi-Brenig, VolkswagenStiftung

 

Nur ein Bruchteil der über 1500 noch heute in der Südsee gesprochenen Sprachen werden das 21. Jahrhundert überleben.

 

Im Rahmen ihrer Projekte zur "Dokumentation bedrohter Sprachen" veranschaulichen die beiden Sprachwissenschaftler in ihrem Vortrag am Beispiel dreier Südseesprachen (des australischen Iwaidja, der Papuasprache Nen und des ozeanischen Teop), wie sich in Wortschatz und grammatischen Strukturen unterschiedliche Sichtweisen auf die natürliche Umwelt und die eigene Kultur widerspiegeln.

 

Foto: Privat

 

ListenToScience - Der Wissenschaftspodcast der VolkswagenStiftung