mehrere von links nach rechts immer höher werdende Münz-Stapel

Wie kann ein zeitgemäßes nachhaltiges Wirtschaftswachstum aussehen und welche Anforderung stellt das an die einzelnen Akteur:innen? Dazu diskutierten Expert:innen im Herrenhäuser Forum am 29. März. 

Podiumsgespräch mit

Prof. Dr. Ulrich Brand, Institut für Politikwissenschaft, Universität Wien / Sachverständiges Mitglied, Enquete-Kommission "Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität" des Deutschen Bundestages (2011-2013)

Prof. Dr. Dr. h.c. Lars P. Feld, Abteilung für Wirtschaftspolitik und Ordnungsökonomik, Universität Freiburg / Walter Eucken Institut

Prof. Dr. Alexandra Palzkill, Zentrum für Transformationsforschung und Nachhaltigkeit / Fakultät für Wirtschaftswissenschaft, Bergische Universität Wuppertal

Dr. Katharina Reuter, Geschäftsführerin, Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. / Co-Initiatorin der Entrepreneurs For Future

Moderation: Annette Riedel, Deutschlandfunk Kultur

"Die Wirtschaft muss wachsen" lautet seit jeher das Motto europäischer Volkswirtschaften. Was für die Einen ein den Gesetzen des Marktes unterliegender wirtschaftlicher Mechanismus ist, ist für die Anderen eine Profitmaximierung, die den ökologischen Gesetzmäßigkeiten widerspricht. Denn herkömmliches, global vernetztes Wirtschaftswachstum hat einen hohen sozialen und ökologischen Preis. Die Kosten wurden lange Zeit auf Länder des globalen Südens und nicht-industrielle Gesellschaften sowie die Umwelt abgewälzt mit fatalen Folgen für die gesamte Weltbevölkerung.  

Wie lässt sich der Wachstumsbegriff neu und vor allem zeitgemäß definieren und wie können Wirtschaft und Nachhaltigkeit noch enger zusammengedacht werden? Was kann das derzeitige System noch leisten? Welche Potenziale bieten Alternativen wie z.B. die Post-Wachstumsökonomie oder die Gemeinwohlökonomie? Und wie können Unternehmen ein nachhaltiges Wirtschaften gestalten?

Dieses Herrenhäuser Forum ist eingebettet in die Veranstaltungsreihe "Leben und Wirtschaften im 21. Jahrhundert unter Berücksichtigung planetarer Grenzen", die 50 Jahre nach dem Erscheinen der von der VolkswagenStiftung finanzierten Studie zu den Grenzen des Wachstums und im Rahmen der Aktivitäten rund um das 60. Jubiläum der VolkswagenStiftung organisiert wird.