Blick ins Herz eines Quantencomputers. Mit mehreren Millionen Euro aus dem "Niedersächsischen Vorab" unterstützt die VolkswagenStiftung die Initiative "Quantum Valley Lower Saxony" (Foto: QVLS)

Über das Potenzial von Quantencomputern und die technischen Herausforderungen bei deren Entwicklung diskutieren Beteiligte des Quantum Valley Lower Saxony (QVLS) und weitere Expert:innen am 18. Januar im Herrenhäuser Forum. 

Der Einsatz Künstlicher Intelligenz in Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Je relevanter KI wird, desto mehr steigen die Anforderungen an datenverarbeitende Systeme. Experten warnen schon jetzt, dass in wenigen Jahren die zu verarbeitenden Datenmengen die Kapazitätsgrenzen und Rechenleistungen bestehender Computer übersteigen. Eine Lösung für diese Herausforderungen könnten Quantencomputer sein. Sie sind in der Lage, spezielle Aufgaben, für die heutige Supercomputer Jahre brauchen, in Minuten zu berechnen. In Zukunft könnten durch Quantencomputer so zum Beispiel Logistik- und Produktionsprozesse optimiert und die Entwicklung neuer Medikamente den aktuellen Anforderungen angepasst werden.

Momentan gilt es allerdings noch einige technische Herausforderungen zu überwinden, um leistungsstarke Quantencomputer mit vielen Recheneinheiten, sogenannten Qbits, zu entwickeln. So reagieren diese beispielsweise auf Umwelteinflüsse wie Luft oder sie umgebende elektromagnetische Felder extrem störanfällig. Darüber hinaus sind heutige Systeme in der Regel bei Temperaturen nur knapp über dem absoluten Nullpunkt - also bei minus 273,15 Grad - arbeitsfähig, müssen also durchgehend extrem gekühlt werden. 

Führende Forschungseinrichtungen, Unternehmen und das Land Niedersachsen haben sich im Oktober vergangenen Jahres zum Bündnis Quantum Valley Lower Saxony (QVLS) zusammengeschlossen, mit dem Ziel, 2025 den ersten Quantencomputer Deutschlands in Betrieb zu nehmen. Kann das gelingen? Ist die mit Quantencomputern verbundene Hoffnung auf einen substanziellen Beitrag zur Optimierung alltäglicher Abläufe berechtigt? 

Programm

Podiumsdiskussion mit

Prof. Johannes Buchmann, Fachbereich Informatik, Technische Universität Darmstadt 

Prof. Dr. Michael Decker, Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse; Karlsruher Institut für Technologie

Prof. Dr. Michèle Heurs, Institut für Gravitationsphysik, Leibniz-Universität Hannover 

Prof. Dr. Christian Ospelkaus, Institut für Quantenoptik, Leibniz-Universität Hannover

Moderation: Peter Welchering, Medienbüro Welchering, Köln 

In Kooperation mit dem Quantum Valley Lower Saxony (QVLS)

Foto: QVLS