Frau liegt auf einer Wiese und liest ein Buch

Der Roman als Lebensretter - Über die Rolle von Fiktion in Krisenzeiten

Hilft fiktionale Literatur bei der Überwindung von Krisen? Ein Herrenhäuser Gespräch über die Wirkung von Literatur und die gesellschaftlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.

Flüchtlingskrise, Klimakrise, Corona-Krise - den Beginn des 21. Jahrhunderts prägen immer wieder außergewöhnliche Notsituationen. Die Gesellschaft reagiert mit zunehmender Unsicherheit und Angst auf die sich abzeichnenden Krisenszenarien. In schier aussichtsloser Lage suchen Menschen nach Überlebensstrategien und Fluchtpunkten. Doch wohin flüchten? Für Mitteleuropäer sind es häufig Bücher, die zum Anker in der Krise werden. 

In fiktiven Geschichten wird so der Alltag verlassen und in andere Welten eingetaucht. Die Leser:innen identifizieren sich mit ähnlich verzweifelten Romanfiguren, durchleben ihre Furcht und ihre Sehnsüchte und finden so in der Lektüre Trost und Zuversicht oder gar das nötige Rüstzeug, sich den Herausforderungen der realen Welt zu stellen.

Können Romane bieten, was in herausfordernden Zeiten gebraucht wird? Hilft fiktionale Literatur tatsächlich, Perspektiven abseits der gegenwärtigen Realität zu entwickeln? Was also vermag Fiktion in Krisenzeiten tatsächlich zu leisten?

Podiumsgespräch mit

Prof. Dr. Irina Dumitrescu, Institut für Anglistik, Amerikanistik und Keltologie, Universität Bonn

Prof. Dr. Lars Koch, Professur für Medienwissenschaft und Neuere Deutsche Literatur, TU Dresden

Prof. Dr. Friedrich von Borries, Professur für Designtheorie, Hochschule für bildende Künste, Hamburg

Moderation: Dr. Ulrich Kühn, NDR Kultur