Vortrag von Prof. Dr. Dr. Ina Wunn, Institut für Theologie und Religionswissenschaft, Leibniz Universität Hannover

In Deutschland leben heute mehr als vier Millionen Muslime. Die meisten Muslime bekennen sich zum deutschen Staat und zur europäischen Wertegemeinschaft. Ihre Religion verstehen sie eher als Traditionshintergrund. Oft sind sie sogar gänzlich säkular. In der Öffentlichkeit werden Muslime dennoch häufig als rückwärtsgewandte, latent gewaltaffine Gemeinschaft wahrgenommen, die unsere demokratische Grundordnung bedroht. Wer ist für dieses verzerrte Bild vom Islam verantwortlich und wie kommt es zustande? Welche Rolle spielen die Konflikte im Nahen und Mittleren Osten? Und welche Bedeutung haben die Medien für die Wahrnehmung des Islam und wie haben sie zu seinem Bild in der Bevölkerung beigetragen?

In ihrem Vortrag geht Prof. Dr. Dr. Ina Wunn auf genau diese Fragen ein und versucht, Antworten auch vor dem Hintergrund aktueller Debatten zu geben. Er fand im Rahmen des Herrenhäuser Forums "Islam, Gewalt und Öffentlichkeit - Wer macht Dschihadisten?" am 27. Februar 2018 im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover, statt. Link zum Veranstaltungsbericht.

Foto: Philip Bartz für VolkswagenStiftung