Mediathek

Herrenhäuser Forum zum unvernünftigen Handeln

Warum handeln Menschen nicht immer "vernünftig"? Diese Frage wurde beim Herrenhäuser Forum Politik-Wirtschaft-Gesellschaft am 19. November in Schloss Herrenhausen diskutiert.

Bild 1 von 9
Am 19. November 2013 fand das vierte Herrenhäuser Forum für Politik - Wirtschaft - Gesellschaft zum Thema "Von der Vermessung der Unvernunft unseres Handelns" statt.
Am 19. November 2013 fand das vierte Herrenhäuser Forum für Politik - Wirtschaft - Gesellschaft zum Thema "Von der Vermessung der Unvernunft unseres Handelns" statt.
© Max Ernst Stockburger für VolkswagenStiftung
Prof. Dr. Martin Weber, Professor für Bankbetriebslehre, stellte das Konzept der Behavioral Finance, einem Teilbereich der Verhaltensökonomik vor, mit dem man das reale Verhalten der Menschen und die Folgen für die Märkte untersucht.
Prof. Dr. Martin Weber, Professor für Bankbetriebslehre, stellte das Konzept der Behavioral Finance, einem Teilbereich der Verhaltensökonomik vor, mit dem man das reale Verhalten der Menschen und die Folgen für die Märkte untersucht.
© Max Ernst Stockburger für VolkswagenStiftung
Prof. Dr. Nora Zech konnte in ihrer Studie "Morals and Markets" anhand eines Experiments mit Studenten zeigen, dass Märkte moralisch korrumpieren, also dazu anregen, seinen eigenen moralischen Grundsätzen zuwider zu handeln.
Prof. Dr. Nora Zech konnte in ihrer Studie "Morals and Markets" anhand eines Experiments mit Studenten zeigen, dass Märkte moralisch korrumpieren, also dazu anregen, seinen eigenen moralischen Grundsätzen zuwider zu handeln.
© Max Ernst Stockburger für VolkswagenStiftung
Beide Referenten nahmen anschließend an der Diskussionsrunde teil, die von Dr. Tanja Busse, WDR, moderiert wurde
Beide Referenten nahmen anschließend an der Diskussionsrunde teil, die von Dr. Tanja Busse, WDR, moderiert wurde
© Max Ernst Stockburger für VolkswagenStiftung
Dort führte Prof. Dr. Martin Weber an, dass sich Menschen gern der allseits bekannten Einsicht verschließen, dass hohe Renditen stets mit hohen Risiken verbunden sind. Er appellierte daran, stets umfangreiche Informationen über Investitionen oder Experten zu Rate zu ziehen.
Dort führte Prof. Dr. Martin Weber an, dass sich Menschen gern der allseits bekannten Einsicht verschließen, dass hohe Renditen stets mit hohen Risiken verbunden sind. Er appellierte daran, stets umfangreiche Informationen über Investitionen oder Experten zu Rate zu ziehen.
© Max Ernst Stockburger für VolkswagenStiftung
In der Runde stellte Prof. Dr. Nora Szech die Frage, welche gesellschaftlichen Bereiche wir dem Markt überlassen sollten, wie wir eigentlich leben und welche Normen wir in einer Demokratie setzen wollen - notfalls über Regulierung.
In der Runde stellte Prof. Dr. Nora Szech die Frage, welche gesellschaftlichen Bereiche wir dem Markt überlassen sollten, wie wir eigentlich leben und welche Normen wir in einer Demokratie setzen wollen - notfalls über Regulierung.
© Max Ernst Stockburger für VolkswagenStiftung
Christoph Harrach, der 2007 die Plattform „KarmaKonsum“ gründete, setzt auf die Konsumentenmacht: Er informiert über andere Formen des Wirtschaftens (Genossenschaften etwa) und darüber, wie man moralisch konsumieren und produzieren kann.
Christoph Harrach, der 2007 die Plattform „KarmaKonsum“ gründete, setzt auf die Konsumentenmacht: Er informiert über andere Formen des Wirtschaftens (Genossenschaften etwa) und darüber, wie man moralisch konsumieren und produzieren kann.
© Max Ernst Stockburger für VolkswagenStiftung
Vor Regulierungen und allzu viel Moral warnte Prof. Dr. Hartmut Kliemt, Professor für Philosophie und Wirtschaft an der privaten Frankfurt School of Finance & Management.
Vor Regulierungen und allzu viel Moral warnte Prof. Dr. Hartmut Kliemt, Professor für Philosophie und Wirtschaft an der privaten Frankfurt School of Finance & Management.
© Max Ernst Stockburger für VolkswagenStiftung
Damit wurden auf dem Podium die unterschiedlichen Positionen der gegenwärtigen Diskussion markiert. Hier die Bevorzugung der Marktmechanismen, mit der Betonung der Eigenverantwortung und der Freiheit des Einzelnen, dort die Marktskepsis, die das Machtgefälle unter den Marktteilnehmern im Blick hat, und die Forderung nach demokratischer Regulierung.
Damit wurden auf dem Podium die unterschiedlichen Positionen der gegenwärtigen Diskussion markiert. Hier die Bevorzugung der Marktmechanismen, mit der Betonung der Eigenverantwortung und der Freiheit des Einzelnen, dort die Marktskepsis, die das Machtgefälle unter den Marktteilnehmern im Blick hat, und die Forderung nach demokratischer Regulierung.
© Max Ernst Stockburger für VolkswagenStiftung