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Herrenhäuser Forum zur Stammzellenforschung

Am 7. Februar 2013 fand das sechste Herrenhäuser Forum Mensch-Natur-Technik zu den Chancen und Herausforderungen der Regenerativen Medizin in Schloss Herrenhausen statt. Veranstalter sind die VolkswagenStiftung und Spektrum der Wissenschaft.

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Unter der Fragestellung "Die Zellen-Zauberer: Was verbirgt sich hinter der Stammzellenforschung?" begrüßte Moderator Dr. Carsten Könneker, Chefredakteur von Spektrum der Wissenschaft, das Publikum.
© Fotos: Patrick Slesiona
Drei Vorträge und eine anschließende Podiumsdiskussion erwartete die rund 270 Gäste im ausgebuchten Auditorium von Schloss Herrenhausen.
© Fotos: Patrick Slesiona
In seinem Impulsvortrag erläuterte Prof. Dr. Michael Brand vom DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien der Technischen Universität Dresden die unterschiedlichen Forschungszweige an den drei Stammzelltypen (embryonale Stammzellen, adulte Stammzellen und induzierte pluripotente Stammzellen). Die so genannten iPS-Stammzellen besitzen ein hohes medizinisches Potenzial, da sich speziell auf Patienten angepasste iPS-Zellen erzeugen lassen, die weniger Abwehrreaktionen hervorrufen. Für die Entwicklung der iPS-Stammzellen erhielt der Japaner Shin’ya Yamanaka 2012 den Medizin-Nobelpreis.
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Prof. Dr. Andreas Trumpp vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg beschäftigt sich in seiner Forschung mit der Frage, warum es bei vermeintlich geheilten Patienten immer wieder zu Rückfällen kommt. Eine Erklärung: Mit bisherigen (Chemo-)Therapien ist es nicht möglich, die originären Krebsstammzellen vollständig zu zerstören, sondern nur die den Stammzellen hierarchisch nachgelagerten Zellen, weshalb die Krebsstammzellen im Körper verbleiben und neue Tumore ausbilden können.
© Fotos: Patrick Slesiona
Zu den vielen Anwendungsmöglichkeiten von Zelltherapien, die bereits jetzt und auch zukünftig vorstellbar seien, äußerte sich Prof. Dr. Axel Haverich von der Medizinischen Hochschule Hannover. Er gilt als "Erfinder" der mitwachsenden Herzklappe.
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In der anschließenden Podiumsdiskussion regte der Medizin-Ethiker Prof. Dr. Norbert Paul von der Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz an, die heutigen, oftmals emotional aufgeladenen Debatten zur Stammzellenforschung in ihrem historischen Kontext zu betrachten und verstärkt auf wissenschaftlich-rationaler Basis fortzuführen.
© Fotos: Patrick Slesiona
In der Diskussionsrunde äußerte sich Herzchirurg Haverich optimistisch, dass die Stammzellenforschung bereits in naher Zukunft eine gesellschaftlich finanzierbare Alternative zu jetzigen Therapiemaßnahmen, beispielsweise in der Krebs- und Diabetes-Behandlung, sein könnte.
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Gruppenbild mit Prof. Norbert Paul, Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin, Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, Prof. Dr. Axel Haverich, REBIRTH, Medizinische Hochschule Hannover, Moderator Dr. Carsten Könneker, Chefredakteur von Spektrum der Wissenschaft, Prof. Dr. Michael Brand, DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien, Technische Universität Dresden, und Prof. Dr. Andreas Trumpp, Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg.
© Fotos: Patrick Slesiona
Im Anschluss an die Veranstaltung standen die Podiumsteilnehmer den Besuchern für weitere Fragen zur Verfügung.
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Bei Snacks und Erfrischungsgetränken konnten die Besucher den Abend ausklingen lassen.
© Fotos: Patrick Slesiona

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