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Herrenhäuser Gespräch "Fragiles Gleichgewicht"

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts reihen sich Katastrophen, Krisen und Schicksalsschläge aller Art nahezu ununterbrochen aneinander. Naturgewalten, ökonomisches Machtstreben oder religiöser Fanatismus lassen nichts mehr als sicher erscheinen. Gerade hoffen wir die Welt um uns herum im Gleichgewicht, schon bricht das nächste Unglück über uns herein. Wie gehen wir mit derartigen Unsicherheiten um? Diese Fragen wurde am 5. Juni 2012 beim Herrenhäuser Gespräch erörtert. Veranstalter waren die VolkswagenStiftung und NDR Kultur in Kooperation mit den KunstFestSpielen Herrenhausen.

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Beim Herrenhäuser Gespräch diskutierten Prof. Dr. Wolf Rüdiger Dombrowsky, Katastrophensoziologe von der Steinbeis-Hochschule Berlin, Prof. Dr. Claudia Kemfert, Energieökonomin am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung und Professorin an der Hertie School of Governance Berlin, Bernd Loebe, Intendant an der Oper Frankfurt, und Prof. Dr. Jan-Michael Rost, Physiker am Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme in Dresden (v.l.n.r.) die Frage "Fragiles Gleichgewicht - Wie gehen wir mit Unsicherheiten um?". Stephan Lohr von NDR Kultur moderierte die Gesprächsrunde.
Beim Herrenhäuser Gespräch diskutierten Prof. Dr. Wolf Rüdiger Dombrowsky, Katastrophensoziologe von der Steinbeis-Hochschule Berlin, Prof. Dr. Claudia Kemfert, Energieökonomin am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung und Professorin an der Hertie School of Governance Berlin, Bernd Loebe, Intendant an der Oper Frankfurt, und Prof. Dr. Jan-Michael Rost, Physiker am Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme in Dresden (v.l.n.r.) die Frage "Fragiles Gleichgewicht - Wie gehen wir mit Unsicherheiten um?". Stephan Lohr von NDR Kultur moderierte die Gesprächsrunde.
© Fotos: Marcus Reichmann
Energieökonomin Claudia Kemfert machte am Beispiel der Energiewende deutlich, wie durch Lobbyismus und die Medien Ängste in der Gesellschaft geschürt würden, die in der Realität so gar nicht gegeben seien.
Energieökonomin Claudia Kemfert machte am Beispiel der Energiewende deutlich, wie durch Lobbyismus und die Medien Ängste in der Gesellschaft geschürt würden, die in der Realität so gar nicht gegeben seien.
© Fotos: Marcus Reichmann
Katastrophensoziologe Wolf Rüdiger Dombrowsky stellte klar, dass die Katastrophen zwar zahlenmäßig zugenommen haben. Wenn man diese jedoch in Relation zu einer gestiegenen Weltbevölkerung, dem wachsenden Ressourcenverbrauch und dem erhöhten Verkehrsaufkommen setzt, sähe das Bild ganz anders aus. "Die Welt ist sicherer geworden", so Dombrowsky.
Katastrophensoziologe Wolf Rüdiger Dombrowsky stellte klar, dass die Katastrophen zwar zahlenmäßig zugenommen haben. Wenn man diese jedoch in Relation zu einer gestiegenen Weltbevölkerung, dem wachsenden Ressourcenverbrauch und dem erhöhten Verkehrsaufkommen setzt, sähe das Bild ganz anders aus. "Die Welt ist sicherer geworden", so Dombrowsky.
© Fotos: Marcus Reichmann
In Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheiten könnten Kunst und Kultur, so Frankfurter Opernintendant Bernd Loebe, durchaus als "Wärmespender" fungieren und für ein inneres Gleichgewicht sorgen.
In Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheiten könnten Kunst und Kultur, so Frankfurter Opernintendant Bernd Loebe, durchaus als "Wärmespender" fungieren und für ein inneres Gleichgewicht sorgen.
© Fotos: Marcus Reichmann
Physiker Jan-Michael Rost betonte, dass die Zerbrechlichkeit komplexer Systeme durchaus auch Chancen biete, sich perspektivisch auf unvorhersehbare Probleme einzustellen.
Physiker Jan-Michael Rost betonte, dass die Zerbrechlichkeit komplexer Systeme durchaus auch Chancen biete, sich perspektivisch auf unvorhersehbare Probleme einzustellen.
© Fotos: Marcus Reichmann