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Mehr Licht. Goethe mit Newton im Streit um die Farben

Physik, Kunst und Philosophie - ein Abend rund ums Licht. Goethes Bemühungen, die 100 Jahre zuvor von Newton entwickelte Farbtheorie zu widerlegen, indem er dessen zentrales optisches Experiment umkehrte, standen im Zentrum des Herrenhäuser Forums am 23. Mai - hier geht's zum Veranstaltungsbericht.

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In einem Streitgespräch trafen Philosophen, Künstler und Wissenschaftler aufeinander um die Farbenlehren Gothes und Newtons kritisch zu betrachten.
In einem Streitgespräch trafen Philosophen, Künstler und Wissenschaftler aufeinander um die Farbenlehren Gothes und Newtons kritisch zu betrachten.
© Sven Stolzenwald für VolkswagenStiftung
Thomas Brunotte von der VolkswagenStiftung eröffnete die Veranstaltung mit einer provokanten Frage:  "Hätte die Wissenschaftsgeschichte auch ganz anders verlaufen können, wenn Goethes Gegenthesen ernster genommen worden wären?"
Thomas Brunotte von der VolkswagenStiftung eröffnete die Veranstaltung mit einer provokanten Frage: "Hätte die Wissenschaftsgeschichte auch ganz anders verlaufen können, wenn Goethes Gegenthesen ernster genommen worden wären?"
© Sven Stolzenwald für VolkswagenStiftung
Das Herrenhäuser Forum zeigte am Beispiel der Kritik Goethes an Newtons These zu Farbe und Licht was die Wissenschaft antreibt und mit welchen Konsequenzen.
Das Herrenhäuser Forum zeigte am Beispiel der Kritik Goethes an Newtons These zu Farbe und Licht was die Wissenschaft antreibt und mit welchen Konsequenzen.
© Sven Stolzenwald für VolkswagenStiftung
Für Dr. Olaf Müller, Humboldt-Universität Berlin, sind sowohl Newtons als auch Gothes Theorien glaubwürdig, da es zu jedem prismatischen Experiment aus Newtons Opticks ein duales Gegenstück bei Goethe zu finden sei.
Für Dr. Olaf Müller, Humboldt-Universität Berlin, sind sowohl Newtons als auch Gothes Theorien glaubwürdig, da es zu jedem prismatischen Experiment aus Newtons Opticks ein duales Gegenstück bei Goethe zu finden sei.
© Sven Stolzenwald für VolkswagenStiftung
Prof. Ingo Nussbaumer warf durch einige seiner in Farbexperimenten gewonnenen "unordentlichen Spektren", einen kritischen Blick auf die äußere Bedingung des dunklen Raums als Voraussetzung für Newtons Experimente.
Prof. Ingo Nussbaumer warf durch einige seiner in Farbexperimenten gewonnenen "unordentlichen Spektren", einen kritischen Blick auf die äußere Bedingung des dunklen Raums als Voraussetzung für Newtons Experimente.
© Sven Stolzenwald für VolkswagenStiftung
Als Vertreter einer möglichen Gegenposition zu Prof. Dr. Olaf Müllers wissenschaftsphilosophischen Thesen präsentierte Prof. Dr. Hans-Jürgen Steffens, Fachhochschule Kaiserslautern, seine Perspektive auf die Entwicklung wissenschaftlicher Theorien.
Als Vertreter einer möglichen Gegenposition zu Prof. Dr. Olaf Müllers wissenschaftsphilosophischen Thesen präsentierte Prof. Dr. Hans-Jürgen Steffens, Fachhochschule Kaiserslautern, seine Perspektive auf die Entwicklung wissenschaftlicher Theorien.
© Sven Stolzenwald für VolkswagenStiftung
Moderator Stephan Lohr hielt zusammenfassend fest, dass der Streit um Experimente Interpretationen und Ergebnisse die Wissenschaften ziert.
Moderator Stephan Lohr hielt zusammenfassend fest, dass der Streit um Experimente Interpretationen und Ergebnisse die Wissenschaften ziert.
© Sven Stolzenwald für VolkswagenStiftung
Im Anschluss zeigte Prof. Ingo Nussbaumer in einem Nebenraum einige seiner zentralen Experimente, darunter auch das Goethe-Spektrum.
Im Anschluss zeigte Prof. Ingo Nussbaumer in einem Nebenraum einige seiner zentralen Experimente, darunter auch das Goethe-Spektrum.
© Sven Stolzenwald für VolkswagenStiftung