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Open Access - Chance oder Ausverkauf? Expertengespräch im Rahmen der Tagung KUNST AUF LAGER

Hanns-Peter Frentz, Dr. Christoph Lind, Prof. Dr. Gerald Maier, Silke Oldenburg

KUNST AUF LAGER
Bei der Tagung vom 11.-12. September in Hannover trafen Museumsverantwortliche mit Förderern, Wissenschaftler(inne)n und der Öffentlichkeit für einen Diskurs über die Herausforderungen des Kulturguterhalts zusammen.
Was wäre ein Museum ohne seine Sammlung? KUNST AUF LAGER, das Bündnis zur Erschließung und Sicherung von Museumsdepots, möchte Aufmerksamkeit für die drängenden und zukunftsweisenden Herausforderungen des Kulturerhalts schaffen. Durch gezielte Förderungen tragen die Bündnispartner(innen) zur Erschließung, Erforschung und Sicherung ausgewählter Werke und Objekte in Museen in Deutschland bei.
Das Expertengespräch "Open Access – Chance oder Ausverkauf?" fand im Rahmen der Session 3 - Wunderkammer digital: Potentiale der Bestandserschließung statt, es moderierte die Journalistin Shelly Kupferberg, Berlin.

Expertengespräch: Open Access – Chance oder Ausverkauf?
Hanns-Peter Frentz, Leiter, bpk Bildagentur Preußischer Kulturbesitz, Berlin
Dr. Christoph Lind, Direktor, rem Kunst- und Kulturgeschichte, Reiss-Engelhorn-Museen, Mannheim / Präsident, ICFA (ICOM - International Committee for Museums and Collections of Fine Arts)
Prof. Dr. Gerald Maier, Vizepräsident, Landesarchiv Baden-Württemberg / Bundesratsbeauftragter für Digitalisierung und Online-Zugänglichkeit kulturellen Materials
und dessen digitaler Bewahrung
Silke Oldenburg, Leiterin Marketing, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

Foto: Shelly Kupferberg, Silke Oldenburg, Hanns-Peter Frentz, Prof. Dr. Gerald Maier, Dr. Christoph Lind (v.l.n.r.). (Philip Bartz für VolkswagenStiftung)

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Mit der Tagung KUNST AUF LAGER soll ein intensiver Diskurs zwischen Expert(inn)en und den Verantwortlichen für die Sammlungen, aber auch in der interessierten Öffentlichkeit angeregt werden: Der gesellschaftliche Wert von Kulturgütern in öffentlichen Sammlungen ist immens. Es zählt zum Auftrag der Museen, diese für die künftigen Generationen zu bewahren und die gesammelte kulturelle Geschichte und ihre Wandlungen zu erforschen. KUNST AUF LAGER wirbt für mehr Anerkennung und Verständnis für diese Aufgabe, die die Basis für eine qualitative Ausstellungs- und Vermittlungsarbeit der Museen ist. Damit wird auch die Kulturpolitik aufgefordert, den Förderfokus nicht nur auf prestigeträchtige Sonderausstellungen zu richten, sondern ebenso Investitionen in die weniger populären Museumsleistungen, auf Infrastrukturmaßnahmen sowie die bislang verborgenen Schätze in den Depots als gesellschaftlich relevant anzusehen.

Die Tagung KUNST AUF LAGER zieht eine Zwischenbilanz der Bündnisarbeit, stellt einzelne durch das Bündnis geförderte Projekte vor und blickt nach vorne auf zukünftige Herausforderungen der Sammlungserschließung und des Kulturerhalts. Zielgruppe waren vor allem Verantwortliche aus dem Bereich Museen und Sammlungen, aus wissenschaftlichen Institutionen, aus dem Bereich der Förderung von Museumsarbeit und der Erschließung von Kulturgütern, Mitarbeiter(innen) aus dem öffentlichen Dienst, die sich beruflich dem Thema widmen, sowie die interessierte Öffentlichkeit.

PROGRAMMÜBERSICHT

Session I: Depotware als Impulsgeber: Museumsstrukturen in Bewegung

Session II: Vom Keller ins Rampenlicht: Restaurierung statt Neuerwerb

Session III: Wunderkammer digital: Potentiale der Bestandserschließung

Session IV: Chancen durch Wissenszuwachs

Session V: Sammlungen stärken. "Was können wir tun?"

Zu den Bündnispartner(inne)n zählen die folgenden Institutionen:

Freundeskreis der Kulturstiftung der Länder, Gerda Henkel Stiftung, Hermann Reemtsma Stiftung, Kulturstiftung der Länder, Niedersächsische Sparkassenstiftung, Richard Borek Stiftung, Rudolf-August Oetker-Stiftung, Stiftung Niedersachsen, VGH-Stiftung, VolkswagenStiftung, Wüstenrot Stiftung, ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, Ernst von Siemens Kunststiftung, Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Weitere Informationen zum Bündnis finden Sie unter www.kunst-auf-lager.de.