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Kommen, Ankommen, Weiterkommen in einer postmigrantischen Gesellschaft


Das Herrenhäuser Forum "Migrationsbewegungen nach Niedersachsen von 1946-2016", fand am 1. November 2016 im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen statt. Eingeladen hatten die VolkswagenStiftung, die Niedersächsische Staatskanzlei und der Niedersächsische Landtag. Neben Bernd Busemann, Präsident des Niedersächsischen Landtags, Stephan Weil, Niedersächsischer Ministerpräsident, sowie Dr. Wilhelm Krull, Generalsekretär der VolkswagenStiftung, diskutierten fünf Wissenschaftler(innen) aus Geschichte, Sozialwissenschaft und Migrationsforschung über Migrationsbewegungen seit 1946, die postmigrantische Gesellschaft und Zukunftsperspektiven für das Bundesland.
Neben den Podiumsgesprächen mit Politikern und Wissenschaftler(inne)n gab es auch impulsgebende Vorträge, in denen weitere Fakten über die Migrationsbewegungen seit 1946 präsentiert wurden.

Prof. Dr. Naika Foroutan, stellvertretende Direktorin des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung der Humboldt-Universität zu Berlin, berichtete in ihrem Vortrag von empirischen Untersuchungen, die von ihrem Institut durchgeführt wurden, und präsentierte interessante Zahlen: So seien nur rund fünf Prozent der Migrant(inn)en in Deutschland innerhalb der ostdeutschen Bundesländer zu finden, wogegen 95 Prozent in Westdeutschland lebten. Trotzdem sei besonders in Ostdeutschland die Angst vor Überfremdung besonders groß. Fakt sei auch, dass 45 Prozent aller Migrant(inn)en aus Ländern der EU zugewandert sind.

Foto: Martin Bühler für VolkswagenStiftung