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Medizinische Bedürfnisse im Alter. Wie können Menschen in dieser Lebensphase bestmöglich versorgt werden?

Impulsvorträge und anschließende Diskussion mit
Prof. Dr. med. Annette Becker, Abteilung für Allgemeinmedizin, Präventive und Rehabilitative Medizin, Universität Marburg
Prof. Dr. Cornel Sieber, Institut für Biomedizin des Alterns, Universtität Erlangen-Nürnberg

Moderation durch Angela Grosse, Freie Wissenschaftsjournalistin

Dank der Erforschung von Krankheiten und Therapien steigt die Lebenserwartung in Deutschland. Trotzdem sind bei der medizinischen Versorgung älterer Menschen, deren Bedürfnisse sich wesentlich von denen jüngerer unterscheiden, Defizite festzustellen. Viele leiden zum Beispiel an mehreren Erkrankungen gleichzeitig, müssen verschiedene Medikamente parallel einnehmen. Trotz chronischer Erkrankungen wollen sie eine gewisse Lebensqualität halten und möglichst lange selbstständig leben. Solche Aspekte werden in der medizinischen Versorgung, aber auch in der Erforschung von Medikamenten, bislang viel zu wenig beachtet. Wie lässt sich die medizinische Versorgung von mehrfacherkrankten Menschen ambulant und stationär verbessern? Welche Studienmethoden zur Erforschung von technischen Hilfsangeboten stehen zur Verfügung? Und wie lässt sich das Informationsmanagement z. B. zwischen Krankenhaus und Hausarzt verbessern? Experten aus Medizin und Forschung diskutierten auf der 9. Leopoldina-Lecture am 5. September 2016 im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen in Hannover.

Foto: Philip Bartz / Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina