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Wohin führt uns Digitales Nudging?

Impulsvorträge

Prof. Dr. Jan Schnellenbach, Verhaltensökonom, Brandenburgische Technische Universität, Cottbus
Prof. Dr. Gerd Gigerenzer, Risikoforscher, MPI für Bildungsforschung

Podiumsdiskussion mit
Dr. Bettina von Helversen, Wirtschaftspsychologin, Universität Zürich
Prof. Dr. Wolfgang Nejdl, Informatiker, Forschungszentrum L3S, Leibniz-Universität Hannover
und den Vortragenden

Moderation durch Prof. Dr. Carsten Könneker, Chefredakteur Spektrum der Wissenschaft

Muss man den Menschen manchmal zu seinem Glück zwingen? Bedarf es hin und wieder eines kleinen Schubses, um eine Verhaltensänderung herbeizuführen, die unser Leben am Ende länger, gesünder und besser macht? Diesen kleinen Schubs oder Anstoß, kluge Entscheidungen zu treffen, nennt man in der Verhaltensökonomie Nudging. Über Nudging lassen sich durch einen gezielten Eingriff in die menschliche Entscheidungsarchitektur gesellschaftliche Präferenzen durchsetzen. Speziell die digitalen Technologien halten eine Vielzahl an Möglichkeiten bereit, unser Verhalten zu beeinflussen. Oftmals ist uns dieser Eingriff in unsere Entscheidungsfreiheit nicht einmal bewusst.

Was bedeutet das für unsere Autonomie? Wie unabhängig ist unsere Willensbildung eigentlich noch? Welche gesellschaftlichen Gefahren gehen mit dem digitalen Nudging einher - und führt es uns tatsächlich in eine bessere Welt? Experten diskutierten auf einem Herrenhäuser Forum.

Foto: lexaarts - Fotolia.com