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Wie viel ist Natur uns wert?

Impulsvorträge von:
- Prof. Dr. Bernd Hansjürgens, Umweltökonom, Helmholtz Zentrum für Umweltforschung UFZ
-  Barbara Unmüßig, Heinrich-Böll Stiftung

Diskussion mit:
- Prof. Dr. Adelheid Biesecker, Universität Bremen
- Dr. Maja Göpel, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH
- sowie den Vortragenden

Moderation: Dr. Daniel Lingenhöhl, Redaktionsleiter spektrum.de


Lässt sich der Wert der Natur und ihrer "Dienstleistungen" für uns monetär beziffern? Das Herrenhäuser Forum der VolkswagenStiftung am 14. April gab Antworten.

Klimawandel, Artenerhaltung, Stickstoffeintrag in die Biosphäre: Im so genannten "Planetary boundaries"-Konzept sind dies die drei der neun Dimensionen, bei denen die ökologischen Belastungsgrenzen unseres Planeten bereits überschritten sind. Eine viel diskutierte Strategie, um diesem Problem zu begegnen, ist die so genannte "Inwertsetzung" der Natur. Die Idee dahinter: Den Nutzen, den Naturprozesse uns Menschen bringen, zu quantifizieren und mit einem Preis zu versehen. So soll der Gegenwert der Natur und Ökosysteme greifbar gemacht werden.

Befürworter dieses Vorgehens sehen in der Bilanzierung der Natur ein wichtiges Mittel zur Messung von Fortschritt und Wachstum über das Bruttoinlandsprodukt hinaus, das nur wenige Aspekte des Naturschutzes berücksichtigt. Kritiker argumentieren, die Inwertsetzung sei ein problematischer Schritt: Das ökonomische Denken und die mentale Infrastruktur des Kapitalismus würden auch auf die Natur angewendet und führten nur zu gezielterer Ausbeutung. Was sind weitere Argumente für und gegen diese Überlegungen? Gibt es bereits Beispiele für die Bilanzierung von Ökosystemleistungen und was können wir aus ihnen lernen?

Foto: CC BY SA 2.0 Paul Schulze / flickr.com

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