Mediathek

Goethe: Die Spuren der Geschichte in der Natur

Vortrag Prof. Dr. Ernst Osterkamp, Institut für Deutsche Literatur, Philosophische Fakultät, Humboldt Universität zu Berlin

Öffentlicher Abendvortrag im Rahmen des Symposiums "Reisen und Gärten".

Der Mensch und seine Kultur prägen Landschaften und die Natur. Wie dies geschieht und wie Goethe einst auf seinen Reisen die Welt wahrnahm, erklärte Ernst Osterkamp am 24. Februar in Hannover.

Goethe als Reisender ist vor allem immer auch ein Naturforscher; er nutzt jede Gelegenheit, seine Kenntnis der Geologie und Botanik, der Zoologie und Farbenlehre zu erweitern. Während er als Naturwissenschaftler nach den Gesetzen der Natur sucht, unterliegt für den Geschichtsskeptiker Goethe die Geschichte weitgehend dem Zufall.
Goethes Reisen führen ihn aber fast immer durch kulturell geformte Naturräume, also durch Landschaften, in die die Spuren der Geschichte eingetragen sind. Der Vortrag untersucht am Beispiel ausgewählter Reiseaufzeichnungen die Spannung zwischen Natur und Geschichte, zwischen Gesetz und Kontingenz in Goethes Landschaftswahrnehmung. Dabei geht es um italienische, deutsche und französische Landschaften.

Bild: "Goethe in der Campagna" von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein - Städelsches Kunstinstitut

ListenToScience - Der Wissenschaftspodcast der VolkswagenStiftung