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Leopoldina Lecture: Digitale Revolution - Wie verändert sie unsere Demokratie?

IMPULSVORTRÄGE
- aus Sicht der Informatik: Prof. Dr. Thomas Hofmann, Eidgenössische Technische Hochschule Zürich
- aus gesellschaftswissenschaftlicher Sicht: Prof. Dr. Jeanette Hofmann, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung 


Wie beeinflusst die Digitalisierung die Politik, unsere Gesellschaft und jeden Einzelnen? 

Die Ausbreitung des Internets war begleitet von vielfältigen Wünschen. Einer davon war die Hoffnung auf intensivere Partizipation von Bürgern an demokratischen Prozessen. Unkomplizierte Kommunikation und Vernetzung von Informationen wurden als große Chancen dafür angesehen, dass aufgeklärte Meinungsbildung und verstärkte Teilhabe an politischen Entscheidungen möglich werden. Inzwischen sind die digitalen Technologien in ihrer Entwicklung weit über das hinaus, was in den Anfangszeiten des Internets vor rund 30 Jahren vorstellbar war: Die digitale Vernetzung der Menschen und inzwischen zunehmend auch der sie umgebenden Objekte reicht in nahezu alle Lebensbereiche und ist fast ununterbrochen präsent. Das prägt die Menschen in ihrem alltäglichen Verhalten und bringt neue Formen der Kommunikation mit sich. 

Zu den Folgen dieser "digitalen Revolution" zählt eine zunehmende Transparenz des Verhaltens jedes Einzelnen. So stellen Internet, soziale Netzwerke und digital vernetzte Endgeräte nicht nur einen unüberschaubaren Fundus an Informationen, Services und Kommunikationswegen für den Nutzer bereit. Zugleich bieten Sie die Möglichkeit, eine enorme Menge an Daten zu sammeln, zu speichern und auszuwerten. Daher widmet sich die 7. Leopoldina-Lecture in Herrenhausen der Frage nach den Zusammenhängen zwischen den Errungenschaften der digitalen Revolution sowie politischen Prozessen. Außerdem: Wie begegnen Staaten den neu entstandenen Machtstrukturen? Und welche Folgen hat die Digitalisierung für unsere Demokratie? 

Die Veranstaltung fand im Rahmen der Vortragsreihe "Leopoldina-Lectures in Herrenhausen" statt, die die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und die VolkswagenStiftung gemeinsam organisieren. 

Foto: Janek Stroisch / Leopoldina