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Leopoldina Lecture: "Burnout, Angst und Depression am Arbeitsplatz"

Leopoldina Lecture: "Burnout, Angst und Depression am Arbeitsplatz"
Mit: Prof. Dr. Peter Falkai, Prof. Dr. Frank Rösler, Prof. Dr. Sabine Sonnentag

Programm
Begrüßung und Einführung
Dr. Henrike Hartmann, Leiterin der Abteilung Förderung VolkswagenStiftung
Prof. Dr. Frank Rösler, Präsidiumsmitglied Leopoldina

Kurzvorträge
aus medizinisch-psychiatrischer Sicht: Prof. Dr. Peter Falkai, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Ludwig-Maximilians Universität München
aus arbeitswissenschaftlicher Sicht: Prof. Dr. Sabine Sonnentag, Professorin für Arbeits- und Organisationspsychologie, Universität Mannheim
Diskussionsrunde

mit den Vortragenden und Moderator Prof. Dr. Frank Rösler

Wie können wir psychischen Störungen am Arbeitsplatz vorbeugen? Um diese Frage ging es bei der 6. Leopoldina Lecture am 28. September 2015 im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover.

Berufliche Tätigkeit hat grundsätzlich einen positiven Effekt auf die seelische Gesundheit eines Menschen, indem sie u.a. die Möglichkeiten zur Identifikation, zur Strukturierung des Alltags, zum Erlangen von Anerkennung und zu sozialem Austausch bietet. Gleichzeitig wird sie jedoch als eine der Ursachen für die weltweite ansteigende Häufigkeit psychischer Störungen gesehen. Verantwortlich hierfür werden Entwicklungen in der modernen Arbeitswelt gemacht: Prekäre Arbeitsverhältnisse, Arbeitsbeschleunigung, Termin- und Leistungsdruck und das Verwischen der Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit können zu Stress und Überforderung und schließlich zu psychischen Störungen wie etwa Angst- oder Schlafstörung, Depression oder Burnout-Syndrom führen. Dies bedeutet zuallererst Leid für die einzelnen Betroffenen und deren Umfeld, hat jedoch auch negative gesamtgesellschaftliche Konsequenzen. Seit den 90er Jahren steigt etwa der Anteil an Fehlzeiten aufgrund psychischer Störungen in Deutschland kontinuierlich an, zudem ist das Durchschnittsalter Erwerbsunfähiger bei psychischen Störungen verhältnismäßig niedrig.

Der Frage, wie eine Gesellschaft mit den Herausforderungen psychischer Erkrankungen am Arbeitsplatz umgehen soll, widmet sich am 28. September die 6. Leopoldina-Lecture "Burnout, Angst und Depression. Wie können wir psychischen Erkrankungen am Arbeitsplatz vorbeugen?" im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen. Dabei sollen die folgenden Themenbereiche beleuchtet werden:
- Burnout-Syndrom und andere psychische Störungen: neurobiologische Grundlagen, Erfassung und Diagnose
- Präventionsmaßnahmen
- Gesundheitsmanagement am Arbeitsplatz
- zeitnaher Zugang zu psychotherapeutischer Behandlung
- Verminderung der Stigmatisierung von Betroffenen

Die Veranstaltung fand am 28. September 2015 um 19.00 Uhr im Rahmen der Vortragsreihe "Leopoldina-Lectures in Herrenhausen" statt, die die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und die VolkswagenStiftung gemeinsam organisieren.

Foto: pfpgroup - Fotolia.com