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Dual Use Research of Concern: Wie weit darf die Forschung gehen?

Herrenhäuser Forum Mensch-Natur-Technik

Impulsvorträge: Prof. Dr. Stephan Becker, Virologe, Universität Marburg und
Prof. Dr. Silja Vöneky, Juristin, Universität Freiburg
Podiumsdiskussion mit Volker Stollorz, Journalist sowie den Vortragenden
Moderation: Dr. Daniel Lingenhöhl, Spektrum.de

2012 erzeugten Forschergruppen in den USA und in den Niederlanden eine Mutation des Vogelgrippevirus H5N1. Das neue Virus kann auch über die Luft zwischen Säugetieren übertragen werden und verbreitet sich somit leichter. International löste dieser Fall eine kontroverse Diskussion darüber aus, ob diese sogenannte "Dual-Use"-Forschung weitergeführt und publiziert werden dürfe, da ihre Ergebnisse auch zum Schaden von Mensch und Umwelt führen können: etwa wenn das Wissen und die Materialien für die Entwicklung dieser "Superviren" in die Hände von Terroristen gelangen oder sie unabsichtlich, durch zufälliges Freisetzen der Mutationen, zum Sicherheitsrisiko werden.

Wie lassen sich das Recht auf Forschungsfreiheit und die Forderung der Gesellschaft nach Sicherheit miteinander verbinden? Welche Argumente führen Befürworter dieser Forschung und ihre Kritiker ins Feld? Und welche gesetzlichen Regelungen für Dual-Use Forschung in der Virologie sind im Gespräch?

Fotos: Vivian Rutsch für VolkswagenStiftung

ListenToScience - Der Wissenschaftspodcast der VolkswagenStiftung