Welterbe erforscht: Die Publikationen zum Naumburger Dom

Im Fokus der Forschungen des Naumburg Kollegs stand der Westchor des berühmten Kirchenbaus, aber auch die Stadtgeschichte und die Rolle des Tourismus waren Themen.

Im Naumburger Dom
Blick durch den Lettner in den Westchor des Naumburger Doms (Foto: Jelca Kollatsch)

Der Naumburger Dom zählt wegen der Qualität seiner frühgotischen Architektur und Bauplastik zu den bedeutendsten Sakralbauten Deutschlands. 2018 wurde er als besonderer Kulturschatz in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Die Stifterfiguren des Westchors – allen voran die edle "Uta von Naumburg" – haben das Bild des Mittelalters auf besondere Weise geprägt und sind auch heute von großer Stahlkraft für Kunstliebhaber und Touristen.

Das Naumburg Kolleg

Dreieinhalb Jahre und mit insgesamt 1,5 Millionen Euro hat die VolkswagenStiftung elf Doktorandinnen und Doktoranden verschiedener Fachrichtungen bei der Erforschung des Doms gefördert: Im Naumburg Kolleg standen vor allem der Westchor der Kirche und sein Lettner im Zentrum. Die eingehenden Untersuchungen der Promovierenden von Architektur, Skulpturen und Reliefs lieferten neue, zum Teil überraschende Erkenntnisse über das künstlerische Programm, innovative Techniken und die Farbigkeit der Bauplastik. Auch zu aktuellen touristischen Aspekten des Baus oder der Entwicklung der mittelalterlichen Bischofsstadt Naumburg wurde geforscht.

"Gestatten, Reglindis": Das Naumburg Kolleg im Videoblog

Die elf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die ab 2009 von der Stiftung gefördert wurden, haben im Rahmen des Naumburg Kollegs dreieinhalb Jahre an der Schnittstelle zwischen Naturwissenschaften, Geschichte und Kunst gearbeitet. Auf Anregung der Stiftung begleiteten sie ihre Forschungsarbeiten filmisch, hier geht es zu ihren Beiträgen: Videoblog "sciencemovies" der VolkswagenStiftung: "Gestatten, Reglindis!"