Tiflis-Göttingen, und zurück – binationales Doktorandenprogramm ist gestartet

In ihrer Mittelasien/Kaukasus-Initiative fördert die Stiftung aktuell vor allem den Ausbau der akademischen Infrastruktur in der Region. In Georgien profitieren nun 11 Promovierende von einem neuen, klar strukturierten Ausbildungsangebot. 

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Lehmann-Haupt Programm
Elf Promovierende in Tiflis freuen sich über die Chance zur Teilnahme am Lehmann-Haupt Programm. (Foto: Martin Piazena)

Für 11 georgische Doktorandinnen und Doktoranden hat eine spannende Zeit begonnen: Im Zuge des ersten internationalen strukturierten Ausbildungsprogramms an der Ilia State University (ISU) in Tiflis haben sie ihre binationalen Promotionsvorhaben gestartet. Sie setzten sich im  Auswahlverfahren für das fachoffene, von der Stiftung geförderte Lehmann-Haupt International Doctoral Program unter insgesamt 68 Bewerbungen durch. 

Das Besondere an diesem Programm ist die enge Kooperation der Ilia State University mit der Universität Göttingen. Zwischen beiden Partnern sind klare Studien- und Mobilitätspläne und  Kompetenztrainings für die Teilnehmenden vereinbart – mit dem Ziel eines von beiden Hochschulen gemeinsam verliehenen Doktortitels (Cotutelle-Verfahren).

Die ersten Forschungs- und Arbeitsaufenthalte sind bereits angelaufen, nicht nur für die Promovierenden. Auch die Doktormütter und -väter aus Georgien und Deutschland wollen wechselseitig das Forschungsumfeld und die Promotionskultur der jeweiligen Partnerinstitution besser kennenlernen; z. B. in den Wissenschaftsfeldern Astrophysik und Chemische Biologie. Die intensive Zusammenarbeit der Programmkoordinatoren Aleksandra Bovt (Uni Göttingen) und Dr. Martin Piazena (ISU Tiflis) soll die positive Entwicklung der neuartigen Kooperation sichern.

Die jetzt im Rahmen des Lehmann-Haupt International Doctoral Program eingeführten Strukturen und Angebote sollen in einem zweiten Schritt nachhaltig gefestigt werden: die Ilia State University plant, bis 2022 eine International Doctoral School (IDS) zu etablieren, als Dachorganisation für alle Doktoranden der ISU. Das Modell für eine moderne und transparente Doktorandenausbildung nach internationalen Standards soll dann über Tiflis hinaus strukturbildend für die ganze Region wirken: nachhaltiges Capacity Development, wie es die Stiftung in ihrer Förderinitiative "Zwischen Europa und Orient – Mittelasien/Kaukasus im Fokus der Wissenschaft" anstrebt.

Hier finden Sie die Pressemitteilung zu allen Doktorandenprogrammen der Initiative (3. Mai 2018).