Sieben neue Kuratoren

Das neu zusammengesetzte Kuratorium der VolkswagenStiftung traf sich anlässlich des 50. Jubiläums in Berlin zu seiner ersten Sitzung des Jahres. Wir möchten Ihnen die sieben neuen Kuratorinnen und Kuratoren kurz vorstellen.

Das neu zusammengesetzte Kuratorium der VolkswagenStiftung traf sich anlässlich des 50. Jubiläums in Berlin zu seiner ersten Sitzung des Jahres. Wir möchten Ihnen die sieben neuen Kuratorinnen und Kuratoren kurz vorstellen.

Von der Niedersächsischen Landesregierung wurden neu berufen: Professor Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann
Heinz Jörg Fuhrmann (Jg. 1956) ist seit 2011 Vorstandsvorsitzender der Salzgitter AG und verantwortet den Unternehmensbereich Technologie. Im Anschluss an sein Studium der Eisenhüttenkunde an der RWTH Aachen war Fuhrmann als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Betriebsforschungsinstitut des Vereins Deutscher Eisenhüttenleute in Düsseldorf tätig, bevor er ein Wirtschaftsstudium an der AKAD-Hochschule für Berufstätige anschloss. Seine Promotion erfolgte 1990 an der Technischen Universität Berlin. Nach verschiedenen Stationen in der Stahlbranche, dem Maschinenbau und der Automobilzuliefererindustrie wechselte Heinz Jörg Fuhrmann 1995 zur Preussag Stahl AG, später Salzgitter AG, wo er 1996 stellvertretendes, ein Jahr später ordentliches Vorstandsmitglied wurde. 2001 stieg er zum Finanzchef des Konzerns auf. Seit 2008 ist Fuhrmann Honorarprofessor an der RWTH Aachen. Professor Dr. Stefan Treue
Stefan Treue (Jg. 1964) ist seit 2001 Direktor des Deutschen Primatenzentrums (DPZ) in Göttingen und dort Leiter der Abteilung "Kognitive Neurowissenschaften". Gleichzeitig hat er eine Professur an der biologischen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen inne. Treue studierte Biologie in Frankfurt am Main und Heidelberg und promovierte 1992 am Department of Brain and Cognitive Science des Massachusetts Institute of Technology. 1995 kehrte Stefan Treue nach Deutschland zurück, um eine Nachwuchsgruppe in der Neurologischen Universitätsklinik Tübingen zu leiten. 2010 zeichnete ihn die Deutsche Forschungsgemeinschaft für seine Arbeiten auf dem Gebiet der neurobiologischen Aufmerksamkeitsforschung mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis aus. Professorin Dr. Johanna Wanka
Johanna Wanka (Jg. 1951) ist seit 2010 Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur. 1993 erhielt die promovierte Mathematikerin einen Ruf als Professorin für Ingenieurmathematik an die Hochschule Merseburg, wo sie zwischen 1994 und 2000 auch Rektorin war. Im Oktober 2000 wurde Johanna Wanka Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg. Im Jahr 2005 bekleidete sie das Amt der Präsidentin der Kultusministerkonferenz. Johanna Wanka ist unter anderem Mitglied der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz, des Wissenschaftsrats und der Norddeutschen Wissenschaftsministerkonferenz sowie Vertreterin der Forschungsminister im Senat der Helmholtz-Gemeinschaft. Von der Bundesregierung wurden neu berufen: Professor Dr. Thomas Carell
Thomas Carell (Jg. 1966) ist seit 2004 Professor für Organische Chemie an der Fakultät für Chemie und Pharmazie der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er studierte Chemie in Münster und promovierte am Max-Planck-Institut für medizinische Forschung in Heidelberg. Nach einer Postdoktorandenzeit am Massachusetts Institute of Technology von 1993 bis 1995 habilitierte er sich 1999 an der ETH Zürich. Im Jahr 2000 folgte er einem Ruf als Professor an die Philipps-Universität Marburg. Seit 2008 ist Carell Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina sowie seit 2010 Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. 2003 erhielt Thomas Carell den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis; 2010 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Professor Dietmar Harhoff, Ph.D.
Dietmar Harhoff (Jg. 1958) ist seit 1998 Vorstand des Instituts für Innovationsforschung, Technologiemanagement und Entrepreneurship (INNO-tec) und Professor an der Fakultät für Betriebswirtschaft – Munich School of Management der Ludwig-Maximilians-Universität München. Nach seinem Abschluss als Diplom-Ingenieur an der Universität Dortmund absolvierte er an der Harvard University einen Master of Public Administration. 1991 promovierte Harhoff am Massachusetts Institute of Technology. Nach Stationen an der Universität Mannheim, dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung und dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung wechselte er nach München. 2008 wurde Dietmar Harhoff Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften. Professor Dr. Jürgen Osterhammel
Jürgen Osterhammel (Jg. 1952) ist seit 1999 Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Konstanz. Er studierte Geschichte, Politikwissenschaft und Germanistik an der Philipps-Universität Marburg, gefolgt von einem Postgraduierten-Studium an der London School of Economics and Political Science. Nach seiner Promotion an der Universität Kassel arbeitete er am Historischen Institut London und der Universität Freiburg, bevor er 1990 eine Professur für Neuere Geschichte an der FernUniversität Hagen antrat. 1997 wechselte Osterhammel als Professeur ordinaire für Geschichte der internationalen Beziehungen ans Institut Universitaire de Hautes Études Internationales in Genf. Jürgen Osterhammel erhielt 2010 den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Professorin Dr. Beate Söntgen
Beate Söntgen (Jg. 1963) ist seit dem Wintersemester 2011/2012 Professorin am Institut für Kulturtheorie, Kulturforschung und Künste der Leuphana Universität Lüneburg. Nach ihrem Studium der Kunstgeschichte und Philosophie in Marburg und Berlin und ihrer Promotion im Jahr 1995 an der Freien Universität Berlin war sie Post-doc-Stipendiatin am Graduierten-Kolleg "Repräsentation – Rhetorik – Wissen" an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder. Söntgen arbeitete als Assistentin am Institut für Kunstgeschichte der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und war 2002/2003 Laurenz-Professorin für Zeitgenössische Kunst an der Universität Basel. 2003 wechselte sie an die Ruhr-Universität Bochum und war dort als geschäftsführende Direktorin des Kunstgeschichtlichen Instituts sowie als wissenschaftliche Leiterin des Studiengangs "Kunstkritik und Kuratorisches Wissen" tätig. Informationen zum Kuratorium der VolkswagenStiftung:
Die Bundesregierung und die Niedersächsische Landesregierung berufen je sieben Kuratoriumsmitglieder für eine Amtszeit von bis zu zweimal fünf Jahren. Das Kuratorium bildet den Vorstand der VolkswagenStiftung. Bei seinen Entscheidungen ist es allein an die Satzung der VolkswagenStiftung gebunden. Im Rahmen des turnusgemäßen Wechsels schieden sieben Mitglieder zum 29. Februar 2012 aus.
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