Neue Lichtenberg-Professur: Johannes Schöning forscht an Mensch-Technik-Interaktion

Dem Informatiker Johannes Schöning hat die VolkswagenStiftung eine Lichtenberg-Professur an der Universität Bremen bewilligt. Schwerpunkt seiner Forschung: Interaktionen von Mensch und Technik.

Prof. Dr.-Ing. Johannes Schöning forscht an der Universität Bremen an der Interaktion zwischen Mensch und Technik. (Foto: Universität Bremen)
Prof. Dr.-Ing. Johannes Schöning forscht an der Universität Bremen an der Interaktion zwischen Mensch und Technik. (Foto: Universität Bremen)

Die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Schöning befasst sich mit der Interaktion zwischen Mensch und Technik – der sog. Human-Computer-Interaction – im Fachbereich Mathematik/Informatik. Das Forschungsprojekt des neuen Lichtenberg-Professors trägt den Titel"Improving Spatial Interactions with Novel Ubiquitous Interfaces". Dabei stehen neben den Schnittstellen zwischen Maschine und Mensch auch die Geoinformatik und das Ubiquitäre Computing, bekannt auch als die Allgegenwart der Rechner, im Fokus der Untersuchungen. Konkret geht es in dem Forschungsprojekt um Gestaltung, Qualitätsprüfung und Einsatz neuer Navigationstechniken – zum Beispiel für Smartwatches.

"Die Technologie, die wir bauen, sollte menschliche Fähigkeiten erweitern und verbessern, nicht aber ersetzen", erklärt Schöning sein Idee. Daneben analysiert seine Forschungsgruppe die Eigenschaften von räumlichen Daten, die durch Laien zusammengetragen wurden und untersucht, welche Algorithmen sich dafür finden lassen. Das betrifft etwa Landkarten, die Freiwillige mithilfe von GPS selbst gestaltet haben.

Die Lichtenberg-Professur von Schöning ist bereits die zweite, die an der Universität Bremen angesiedelt ist. Auch Prof. Dr. Moritz Renner hat dort seit 2013 eine Forschungsprofessur zum Thema "Transnationales Wirtschaftsrecht zwischen Vertrag und Unternehmen" inne. Die Lichtenberg-Professur wird für fünf Jahre bewilligt, insgesamt erhält Schöning rund 1,4 Mio. Euro.

Hintergrund Lichtenberg-Professuren

Mit den "Lichtenberg-Professuren" kombiniert die VolkswagenStiftung die personen- und institutionsbezogene Förderung: Indem herausragende (Nachwuchs-)Wissenschaftler(innen) eine Tenure-Track-Option an einer selbst gewählten deutschen Universität erhalten, bekommen sie die Möglichkeit, eigenständig und langfristig in innovativen und interdisziplinären Bereichen zu forschen. Der nächste Stichtag ist der 1. Juni 2017. Link zu weiteren Informationen zu den "Lichtenberg-Professuren".