Neue Funde im Versteinerten Wald von Chemnitz

Erfolgreiche Schatzsuche: In den Grabungsfunden des Museums für Naturkunde Chemnitz entdeckten Paläozoologen jetzt den ersten für das Zeitalter des Perm nachgewiesenen Geißelskorpion. Spannende Einblicke in die Arbeit der Forscher zeigt der YouTube-Kanal des Museums.

Erfolgreiche Schatzsuche: In den Grabungsfunden des Museums für Naturkunde Chemnitz entdeckten Paläozoologen jetzt den ersten für das Zeitalter des Perm nachgewiesenen Geißelskorpion. Spannende Einblicke in die Arbeit der Forscher zeigt der YouTube-Kanal des Museums.

Der 290 Millionen Jahre alte Versteinerte Wald von Chemnitz bringt ein reiches permzeitliches Ökosystem ans Licht. Neben Pflanzen wurden hier bereits zahlreiche fossile Tiere gefunden, darunter kleine kletternde Saurier oder am Waldboden lebende Skorpione. Unter den tausenden, akribisch dokumentierten Proben befinden sich aber auch viele bisher unbestimmte fossile Reste. Diese so genannten "Problematika" wurden nun erstmals von einem Forscherteam genauer untersucht. Neben fossilen Resten von Amphibien, Spinnentieren sowie Hundert- und Tausendfüßern entdeckten die Paläozoologen auch einen Geißelskorpion, für den es bisher aus der Zeit des Perms keinen fossilen Nachweis gab. Und die Schatzsuche ist noch nicht vorbei - viele weitere, gut erhaltene Knochenfragmente müssen noch freigelegt werden, um sie genauer bestimmen zu können. Spannende Einblicke in die aktuelle Arbeit der Forscher sind auf dem YouTube-Kanal des Museums unter http://www.youtube.com/user/NaturkundeChemnitz möglich. Die Untersuchungen wurden im Rahmen des Forschungsprojektes „Versteinerter Wald Chemnitz - Vom Vulkanismus konservierte Momentaufnahme aus dem Perm“ durchgeführt, welches durch die VolkswagenStiftung im Rahmen der Förderinitiative "Forschung in Museen" gefördert wird.