Forschungskooperation zwischen Niedersachsen und Israel stärken

Niedersächsisches Vorab: Mit 3,9 Mio. Euro werden in diesem Jahr 13 niedersächsisch-israelische Forschungsprojekte gefördert.

Im Rahmen des Förderprogramms "Forschungskooperationen Niedersachsen – Israel" fördern die VolkswagenStiftung und das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur in diesem Jahr 13 Forschungsprojekte in den Naturwissenschaften, der Mathematik und den Ingenieurwissenschaften. Die ursprünglich geplante Fördersumme wurde dabei aufgrund der hohen Qualität der Anträge von 2 auf insgesamt rund 3,9 Millionen Euro angehoben. Die Mittel stammen aus dem Niedersächsischen Vorab der VolkswagenStiftung. Dr. Henrike Hartmann, Leiterin der Stiftungsförderung: "Es wird deutlich, dass zahlreiche Antragstellende die Chance nutzen, um innovative und im positiven Sinne risikobehaftete Projekte zu entwickeln. Bei vielen handelt es sich um international hochkompetetive Vorhaben."

Fahnen
Ziel des Programms ist es, Forschende aus beiden Ländern zur Zusammenarbeit zu ermuntern. (Foto: Clemens-Raphael Dethlefsen - stock.adobe.com/ IvanDerkach – stock.adobe.com)

Ein Projekt beschäftigt sich mit der Quantifizierung der globalen ozeanischen Emissionen des häufigsten und langlebigsten atmosphärischen Schwefelgases und hat hohe Relevanz für bedeutende Aspekte im Klimasystem (Universität Oldenburg - Hebrew University of Jerusalem), weitere Projekte beschäftigen sich unter anderem mit gesunden Margarineersatzstoffen in laminierten Backwaren (Universität Hannover - Technion-Israel Institute of Technology, Haifa) und theoretisch-experimentellen Ansätzen zur Untersuchung der Bildung und Entwicklung von Zwergplaneten und kleinen Körpern (Technische Universität Braunschweig - Technion-Israel Institute of Technology, Haifa). 

Für diese Förderrunde wurden insgesamt 63 Anträge eingereicht und damit die Attraktivität des Förderprogramms bestätigt. "Die hohe Zahl exzellenter Anträge zeigt den Erfolg unseres Programms. Ich freue mich, dass wir die Möglichkeit hatten, die Fördersumme fast zu verdoppeln. Wir stärken damit den internationalen Austausch in der Forschung und fördern den wissenschaftlichen Nachwuchs in Niedersachsen und in Israel", so Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler

Hintergrund: Forschungskooperationen Niedersachsen – Israel

Das Land Niedersachsen und die VolkswagenStiftung fördern den wissenschaftlichen Austausch zwischen niedersächsischen und israelischen Hochschulen sowie Forschungseinrichtungen bereits seit 1977. Insgesamt wurden seit den Anfängen mehr als 430 wissenschaftliche Projekte mit zusammen rund 62,8 Millionen Euro gefördert.

Ziel des Programms ist es, vor allem junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus beiden Ländern zur Zusammenarbeit zu ermuntern. Das Programm ist in die drei Fachgruppen "Geistes- und Sozialwissenschaften", "Bio- und Lebenswissenschaften, Medizin" sowie "Naturwissenschaften, Mathematik, Ingenieurwissenschaften" aufgeteilt, die im jährlichen Wechsel gefördert werden. Die geförderten Projekte haben eine Laufzeit von bis zu drei Jahren. Mehr Informationen zu Forschungskooperationen Niedersachsen – Israel.