Kirchengebäude neu nutzen

Ein digitales Herrenhäuser Symposium will vom 15. bis 17. Februar aus interdisziplinärer und europäisch-vergleichender Sicht neue Perspektiven für die Kirchenumnutzung entwickeln.

Orchester probt in Saal
Die Kirche St. Josef in Luzern ist heute ein Veranstaltungszentrum (Der MaiHof), in dem Konzerte, Vorträge, Familienfeste, Bankette und auch kirchliche Anlässe stattfinden. (Foto: Priska Ketterer/Universität Bern)

Studentenwohnheim, Restaurant oder Buchladen – der neuen Funktion von nicht mehr genutzten Kirchengebäuden sind kaum Grenzen gesetzt. Aufgrund der gesellschaftlichen Veränderungen können heute in Europa viele Gotteshäuser von den kirchlichen Institutionen nicht mehr unterhalten werden: Sie müssen verkauft, vermietet oder umgenutzt werden. Wie sich diese Gebäude sinnvoll betreiben und erhalten lassen, welche denkmalpflegerischen, architektonischen und sozialen Herausforderungen sich stellen, wollen Expertinnen und Experten in dem digitalen Herrenhäuser Symposium "Kirchenumnutzung. Neue Perspektiven im europäischen Vergleich" diskutieren. Die Beteiligten vertreten die Perspektiven von Kulturwissenschaft und Theologie, Architektur und Städtebau, Denkmalpflege, der Nutzerinnen und Nutzer, der Immobilienwirtschaft, der Öffentlichkeit in Stadt und ländlichem Raum. Das Programm (direkter Download als PDF) ist in sieben Sektionen unterteilt und bietet unterschiedliche Präsentations- und Diskussionsformate.

Das Zielpublikum sind Verantwortliche aus Kirche, Denkmalpflege und Politik, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Angehörige von Bildungsinstitutionen sowie alle an der Thematik Interessierten. Die Teilnahme ist kostenlos; eine Anmeldung auf der Website der Stiftung ist notwendig, um dann über die Veranstaltungsplattform teilnehmen zu können. Am 16. Februar findet in Zusammenarbeit mit dem NDR um 19 Uhr ein Herrenhäuser Gespräch zum Thema im Livestream statt.