ISEE Africa Conference zur Förderung einer neuen Generation von Ingenieurinnen und Ingenieuren

Nachhaltiges Bauen in Afrika und Strategien für eine verbesserte Ausbildung standen im Zentrum einer Konferenz in Nairobi.

Konferenz-Teilnehmerinnen
Auch viele junge Wissenschaftlerinnen nahmen an der ISEE Konferenz teil. (Foto: Meike Barucker-Sturzenbecher für BAM)

ISEE steht für Innovation, Wissenschaft, Technik und Bildung – und definiert damit das Themenfeld für Austausch und Diskussion der kürzlich in Nairobi abgehaltenen ISEE Africa Conference. Rund 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und Persönlichkeiten aus der Praxis kamen zusammen, um Strategien für eine verbesserte Ausbildung einer neuen Generation von Ingenieurinnen und Ingenieuren, Architektinnen und Architekten sowie Materialwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern zu entwickeln. Die ausgewählten Teilnehmerinnen und Teilnehmer repräsentierten 27 verschiedene Länder, zwei Drittel aus Afrika und ein Drittel aus allen anderen Kontinenten. Das Verhältnis von Frauen zu Männern betrug 40 zu 60 Prozent. Junge Forscherinnen und Forscher diskutierten mit erfahrenen Expertinnen und Experten auf Augenhöhe; sie freuten sich über das gut konzipierte Programm und die Möglichkeit, ihre Netzwerke auszubauen. "Die Konferenz hat mir wirklich die Augen geöffnet und die Welt des Bauens aus einer anderen Perspektive gezeigt", sagte ein teilnehmender Student aus Kenia.

Die ISEE-Konferenz wurde in Kooperation der deutschen BAM (Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung), der Universität von Lagos, der Université de Dschang, der African Engineering Education Association sowie der Universität von Nairobi durchgeführt und von der VolkswagenStiftung finanziert. Organisator Dr. Wolfram Schmidt (BAM) betont, dass die Ingenieurausbildung auf der ganzen Welt verbessert werden muss, dass dies in Afrika jedoch die größten positiven Auswirkungen haben kann – nicht nur bezüglich der globalen Klimaentwicklung: "Afrika hat das Potenzial, best practice Lösungen zu entwickeln und zu etablieren, denn frühere Fehler können vermieden und überholte Technologien übersprungen werden. Eine neue Generation von Ingenieurinnen und Ingenieuren mit einem neuen Bewusstsein kann bereits von Anfang an auf dem boomenden Baumarkt eine große Hebelwirkung erzielen. So kann die afrikanische Bautechnik zum Vorbild für den Rest der Welt werden."

Weitere Informationen zur ISEE-Konferenz

Im Vorfeld der Konferenz wurde ein gedrucktes Konferenzheft veröffentlicht, in dem relevante Themen des Bauens, nachhaltiger Materialien sowie bildungspolitische Herausforderungen beschrieben werden. Die zusammenfassenden Conference Proceedings mit den Ergebnissen der Diskussionen und der Workshops stehen in Kürze zum kostenlosen Download unter www.isee-africa.com zur Verfügung.