Freigeist-Fellowships: Neue außergewöhnliche Projekte starten

Mit betont risikoreichen Vorhaben treten neun junge Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler jetzt eines der renommierten Freigeist-Fellowships der VolkswagenStiftung an. Das bietet den kreativen Köpfen maximalen Freiraum und eine klare zeitliche Perspektive für ihre Forschung. 

Portraits aller Freigeist-Fellows 2020
Die neuen Freigeist-Fellows erforschen beispielsweise programmierbare synthetische Organe, überprüfen das Eurodollarsystem und seine Auswirkungen oder widmen sich der Frage, was die Weitergabe von moralisch wichtigem Wissen in Organisationen begünstigt. (Grafik: VolkswagenStiftung)

Die Freigeist-Fellowships der VolkswagenStiftung richten sich an ungewöhnliche und mutige Nachwuchsforscherinnen und -forscher aus allen Fachgebieten in den ersten vier Jahren nach ihrer Promotion. Die Stiftung fördert die neuen Fellows mit insgesamt 12,2 Mio. Euro. Jährlich werden bis zu fünfzehn Freigeister ausgewählt, die über eine Laufzeit von maximal acht Jahren bis zu 2,2 Mio. Euro erhalten können. Zum Stichtag im Oktober 2019 hatten rund 100 junge Forscherinnen und Forscher ihre Projektideen eingereicht. 

Die neun Freigeist-Fellows und ihre Forschungsvorhaben

Dr. Elisabeth Becker: Invisible Architects: Jews, Muslims, and the Construction of Europe (Universität Heidelberg, rund 1,4 Mio. Euro)

Dr. Hannes Beyer: Light-Assisted Programming of Synthetic Organoid Tissues (Universität Düsseldorf, rund 1,8 Mio. Euro)

Dr. Jakob Huber: Democratic Hope (Freie Universität Berlin, rund 800.000 Euro)

Dr. Jakub Limanowski: Re-Learning Body Models in the Human Brain (Technische Universität Dresden, rund 1,2 Mio. Euro) 

Dr. Dr. Marco Meyer: Culpable Ignorance: Moral Knowledge in Organisations (Universität Hamburg, rund 900.000 Euro) 

Dr. Francesca Mezzenzana: Learning "Nature": A Cross-Cultural Ethnography of Children's Relationships to the Non-Human World (Universität München, rund 1,5 Mio. Euro) 

Dr. Torben Ott: The Value of Time – A Neural Mechanism That Links Serotonin and Depression (Universität Tübingen, rund 1,8 Mio. Euro) 

Dr. Caroline Schuppli: The Evolutionary Roots of Innovativeness: Tracing the Phylogeny of Human Curiosity (Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie Radolfzell/Konstanz, rund 800.000 Euro)

Dr. Elena Vogman: Madness, Media, Milieus. Reconfiguring the Humanities in Postwar Europe (Bauhaus-Universität Weimar, rund 1,2 Mio. Euro)

Sind Sie ein forschender Freigeist? Ein Video zum Freigeist-Fellowship der VolkswagenStiftung gibt Einblick, für wen das Förderprogramm konzipiert ist.