Bilanz für 2018: Freiräume für neue Wege schaffen und Grenzen ausloten

Für wissenschaftliche Forschungsprojekte und Veranstaltungen hat die VolkswagenStiftung im Jahr 2018 207,2 Mio. Euro bewilligt – die zweithöchste Fördersumme der Stiftungsgeschichte. Der Fokus lag in der Allgemeinen Förderung auf einer Neuausrichtung des Förderportfolios.

Geschäftsstelle VolkswagenStiftung
Die Geschäftsstelle der VolkswagenStiftung in Hannover. (Foto: Thomas Bach für VolkswagenStiftung)

Die drei Förderinitiativen "Momentum – Förderung für Erstberufene""Künstliche Intelligenz – Ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft von morgen" sowie "Globale Herausforderungen – Integration unterschiedlicher Perspektiven zu sozialer Ungleichheit" stehen exemplarisch für ein Grundmotiv, das die VolkswagenStiftung im Jahr 2018 bei der Neuausrichtung ihres Förderangebots verfolgt hat: Forscherinnen und Forschern wieder mehr Raum zu geben, um grundlegend Neues und Unbekanntes zu explorieren, auch in ungewöhnlichen Konstellationen der Zusammenarbeit. Hier sah die Stiftung Handlungsbedarf, vermehrt als Impulsgeberin strukturell ausgerichteter Maßnahmen zu wirken.

In der Initiative "Momentum – Förderung für Erstberufene", deren erster Stichtag in 2018 lag, können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einer frühen Phase nach Antritt ihrer ersten Lebenszeitprofessur Mittel zur inhaltlichen und strategischen Weiterentwicklung ihres Arbeitsgebietes beantragen. Die hohe Antragszahl beweist, wie groß der Wunsch nach mehr Freiräumen für neues Denken in Forschung und Lehre im Universitätsalltag ist.

Die Erweiterung der eigenen Perspektive und Kompetenz durch interdisziplinäre Kooperationen steht bei "Künstliche Intelligenz – Ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft von morgen" im Fokus. Die Initiative, in der 2018 erstmal Bewilligungen ausgesprochen wurden, fordert die frühzeitige Zusammenarbeit der Technikwissenschaften mit Gesellschafts- und/oder Geisteswissenschaften bei der Entwicklung von KI-Anwendungen ein – vor dem Hintergrund des rasanten Innovationstempos und der Verantwortung gegenüber der Gesellschaft.

Die gemeinsame Bearbeitung globaler Fragen in internationalen Konstellationen ist das Ziel der Initiative "Globale Herausforderungen", deren erster Stichtag sich im Jahr 2018 dem Thema "Social Inequality" widmete. Neue Ansätze durch die unterschiedlichen Blickwinkel von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus "High Income Countries" und "Low and Middle Income Countries" sollen in diesem Förderengagement an erster Stelle stehen. Das Angebot wird von der Stiftung gemeinsam mit weiteren europäischen Förderorganisationen getragen.

Insgesamt hat die VolkswagenStiftung 2018 ihre Verbindungen zu europäischen und internationalen Förderpartnern verstärkt und weiter ausgebaut. "Unser Förderportfolio ist nachhaltiger, kreativer und kooperativer geworden. In einer Zeit, in der Nationalismus und Populismus erstarken, ist es wichtiger denn je, dass auch wissenschaftsfördernde Organisationen und Stiftungen grenzüberschreitend zusammenwirken und eine starke Allianz bilden", erklärt Dr. Wilhelm Krull, Generalsekretär der VolkswagenStiftung.

Link zum vollständigen Jahresbericht der VolkswagenStiftung.