Verzinsliche Wertpapiere
Etwa 55 Prozent des Stiftungsvermögens sind Nominalwerte und damit dem Zinsbereich zuzuordnen. Der traditionell recht hohe Anteil an Nominalwerten gewährleistet sichere und planbare Zinserträge bei niedrigen Risiken. Das ist insbesondere für die Bereitstellung der Fördermittel, die ausschließlich aus ordentlichen Erträgen finanziert werden, von Bedeutung. Darüber hinaus werden durch diese Ausrichtung größere Kursschwankungen und Abschreibungen vermieden.
Die Nominalwerte werden überwiegend selbst verwaltet, ein kleinerer Teil von zwei Spezialfonds. Das Volumen der in Eigenverwaltung befindlichen Titel beträgt momentan 1.014 Mio. Euro, das der Renten-Spezialfonds 512 Mio. Euro. Die selbst verwalteten Renten setzen sich neben einer Liquiditätsposition, die in Form von Tages- und Termingeldern sowie kurzfristigen Anleihen geführt wird, aus Schuldscheindarlehen, Unternehmensanleihen, Pfandbriefen, öffentlichen Anleihen, Genussscheinen und nachrangigen Titeln zusammen. Die Aufteilung der selbst verwalteten Renten ist auch der obigen Abbildung zu entnehmen.
Basis der Kapitalanlage bei den selbst verwalteten Zinstiteln ist ein semiaktiver Ansatz in Verbindung mit einer Anlagepolitik der ruhigen Hand. Ziel ist dabei die Erzielung von möglichst hohen laufenden Zinserträgen, während durch Vermögensumschichtungen erzielte Kursgewinne nicht im Vordergrund stehen. Die Vorteilhaftigkeit dieser Strategie wird laufend mit Benchmark- und Total-Return-Konzepten überprüft.
Beide Renten-Spezialfonds werden aktiv und mit Hilfe quantitativer Modelle gemanagt. Ein Mandat beinhaltet Euro-Unternehmensanleihen mittlerer Bonität. Abgerundet wird dieses Mandat durch britische, kanadische, norwegische und australische Staatsanleihen, die auf die jeweilige Landeswährung lauten. Das zweite externe Mandat besteht aus US-Staatsanleihen mit ein- bis zehnjährigen Laufzeiten sowie Schwellenländeranleihen.
