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Wettstreit der Architekten zum Schlossaufbau beginnt

10. Dezember 2009

Der Wettbewerb „Wiederaufbau Schloss Herrenhausen“ ist eingeleitet

Zum Wiederaufbau des Schlosses Herrenhausen in Hannover ist die Auslobung des Wettbewerbs erfolgt. Die Immobilien-Verwaltungs- und Anlagegesellschaft Dr. A. Steiger KG (IVA KG), bauausführende Tochtergesellschaft der VolkswagenStiftung, hat aus einem Feld von 81 Bewerbern 15 Architekturbüros ausgewählt, die nun zur Teilnahme am Architektenwettbewerb „Wiederaufbau Schloss Herrenhausen“ aufgefordert werden. Diese Büros wetteifern jetzt darum, für die komplexe Bauaufgabe die besten Lösungen vorzulegen.

Gemeinsam mit der VolkswagenStiftung und der Landeshauptstadt Hannover verfolgt die IVA KG das Ziel des Wiederaufbaus der historischen Außenfassade des klassizistischen Laves-Schlosses. Aufgrund der zeitgemäßen Nutzung des Schlosses als modernes wissenschaftliches Tagungszentrum im Hauptgebäude und als Museum in den Seitenflügeln, aber auch aufgrund heutiger Vorschriften und Anforderungen wie etwa zum Brandschutz, zur Bautechnik und zur Energieeinsparung werden Abweichungen von den historischen Plänen dort gestattet, wo sie unumgänglich sind.

Folgende 15 Architekturbüros, hierunter auch drei „junge“ Büros, wurden gemäß der im Vorfeld des Bewerbungsverfahrens festgelegten und veröffentlichten Kriterien zum Wettbewerb zugelassen:

Gerber Architekten GmbH, Dortmund

kister scheithauer gross, Köln

Auer + Weber + Assoziierte, Stuttgart

ASP Architekten, Hannover

schneider + schumacher Architekturgesellschaft, Frankfurt a. M.

Prof. Hans Kollhoff Generalplanungs-GmbH, Berlin

Storch Ehlers Partner GbR, Hannover

Stephan Braunfels Architekten, Berlin

Schweger Associates Architects, Hamburg

Störmer Murphy and Partners GbR, Hamburg

Peter Kulka Architektur Dresden GmbH, Dresden

Hascher Jehle Architektur Planungsgesellschaft mbH, Berlin

JK Jastremski Kotulla Architekten, Hamburg

töpfer.bertuleit.architekten, Berlin

Braun Associates Architekten, Stuttgart

„Wir sind schon gespannt auf die einzureichenden Arbeiten und hoffen natürlich auf kreative Lösungen, bei denen bauhistorische Rekonstruktion und moderne Nutzung sich zu einem harmonischen Ganzen fügen“, fasst Dr. Wilhelm Krull, Generalsekretär der VolkswagenStiftung, die Erwartungen der Beteiligten zusammen. Für die Landeshauptstadt ergänzt Oberbürgermeister Stephan Weil: „Ich freue mich besonders, dass auch Architekten aus Hannover Interesse an diesem schönen und für uns so wichtigen Projekt zeigen.“

Der Wettbewerb wird anonymisiert ablaufen: Mit Ausnahme des betreuenden Koordinators D&K drost consult GmbH wird keiner der am Prozess Beteiligten wissen, welcher Entwurf von welchem Architekten stammt. Dieses übliche Verfahren soll dem Wettbewerbsgedanken dienen und die Chancengleichheit der Teilnehmer gewährleisten.

Von den beteiligten Büros werden intelligente Lösungen zum einen erwartet im Hinblick auf die Anschlüsse des Schlosses zum denkmalgeschützten Arne-Jacobsen-Foyer und zum Restaurant Schlossküche, die beide als Bestandsgebäude erhalten bleiben. Zum anderen müssen für den Eingangsbereich des Tagungszentrums – im Westen – beziehungsweise für einen östlich gelegenen zentralen Eingang für die Besucher von Museum, Garten, Galeriegebäude sowie für die im Jacobsen-Foyer stattfindenden Veranstaltungen geeignete Konzepte vorgelegt werden. Nach Beratung durch Historiker und Denkmalschützer wurde entschieden, den Architekten hier der vorgegebenen Nutzung entsprechend freie Hand zu lassen, das heißt auch Abweichungen von der historischen Bebauung zuzulassen.

Die Wettbewerbsteilnehmer sind insgesamt aufgefordert, Entwurfsplanungen vorzulegen, die im Einklang mit dem Erscheinungsbild des historischen Schlosses stehen, auch in der Materialwahl und Farbgebung. Harte Kontraste zwischen Rekonstruktion und modernen Elementen werden von der IVA KG und der VolkswagenStiftung ausdrücklich nicht gewünscht.

Weitere Informationen sind unter www.drost-consult.de erhältlich.

Grabung am Schloss Herrenhausen (Bild 1)

Ausgrabung am Schloss Herrenhausen (Bild 2)

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