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Lichtenberg-Professor Max Löhning von der Berliner Charité erhält Georges-Köhler-Preis 2010

24. September 2010

Seit 2007 fördert die VolkswagenStiftung Max Löhning mit einer Lichtenberg-Professur an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Für seine Forschungsarbeit hat die Deutsche Gesellschaft für Immunologie ihm jetzt den Georges-Köhler-Preis 2010 verliehen.

Mit dem Preis werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gewürdigt, die mit ihrer Forschung einen bedeutenden Beitrag zum besseren Verständnis des Immunsystems leisten. Prof. Dr. Max Löhning hat die mit 3.000 Euro dotierte Auszeichnung gestern Abend im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Immunologie in Leipzig entgegengenommen. Namensgeber des Preises ist Prof. Dr. Georges Jean Franz Köhler (1946-1995), Nobelpreisträger 1984 für Physiologie oder Medizin und früherer Direktor am Max-Planck-Institut für Immunbiologie in Freiburg.

Seit 2007 erforscht Prof. Dr. Max Löhning im Rahmen seiner von der Volks-wagenStiftung finanzierten Lichtenberg-Professur für Experimentelle Immunologie an der Charité – Universitätsmedizin Berlin das Gedächtnis unseres Immunsystems. In seinen aktuellen Arbeiten konnte Max Löhning zeigen, dass sich auf Parasiten- oder Virenabwehr spezialisierte T-Helfer-Zellen je nach Gefahrenlage flexibel „umprogrammieren“ lassen. Und mehr noch: Sie behalten ihre ursprünglichen Eigenschaften teilweise bei, so dass sie fortan für beide Erregertypen geeignete Genregulatoren und Abwehrstoffe herstellen. Die Zellen werden also nicht einfach nur umgewandelt, sondern „lernen dazu“. Dieses Wissen über die „Umprogrammierung“ von T-Zellen könnte in Zukunft zur therapeutischen Behandlung von Allergien und Asthma beitragen.

Der Transfer der Erkenntnisse in die therapeutische Erprobung wird durch die kooperative Einbindung der Arbeitsgruppe von Max Löhning in die Medizinische Klinik für Rheumatologie und Klinische Immunologie der Charité und das Deutsche Rheuma-Forschungszentrum Berlin unterstützt.

Hintergrund Förderinitiative Lichtenberg-Professuren
Mit den Lichtenberg-Professuren fördert die VolkswagenStiftung seit 2003 herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in innovativen Lehr- und Forschungsfeldern. Für fünf bis maximal acht Jahre stellt die Stiftung Mittel für eine Stiftungsprofessur zur Verfügung. Voraussetzung ist, dass die aufnehmende Hochschule die Übernahme erfolgreich evaluierter Professuren im Anschluss an die Förderung garantiert.

Kontakt Förderinitiative
Dr. Anja Fließ
Telefon: 0511 8381 374
E-Mail: fliess@volkswagenstiftung.de

Preisverleihung Max Löhning

Portrait Max Löhning

Arbeitsgruppe Max Löhning

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