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Krankenpflege früher und heute

15. Februar 2008

Interdisziplinäre Tagung vom 27. bis zum 29. Februar 2008 in Hannover  

Kirche und Krankenpflege sind eng miteinander verbunden – dafür stehen die Dienste der Diakonie. Mit der „Diakonisse“ bot die protestantische Kirche jungen Frauen seit dem 19. Jahrhundert erstmals die Möglichkeit, einen anerkannten Beruf zu erlernen. Doch die so genannte Mutterhausdiakonie als Lebens-, Dienst- und Glaubensgemeinschaft ist im Verschwinden begriffen. Die Krankenpflege wurde seit der Nachkriegszeit immer mehr von einem christlich motivierten „Liebesdienst" zu einem modernen Beruf umgestaltet, der zunehmend auch von Männern ausgeübt wird. Diesem Wandel spüren Dr. Susanne Kreutzer und Dr. Rajah Scheepers vom Institut für Soziologie und Sozialpsychologie der Leibniz Universität Hannover nach. Ihr Forschungsprojekt wurde im Rahmen des inzwischen beendeten „Tandem-Programms“ der VolkswagenStiftung gefördert, das die fachübergreifende Zusammenarbeit von Postdoktoranden zum Ziel hatte. Im Zentrum des Interesses der Historikerin und der Theologin steht das Diakonissen-Mutterhaus der Henriettenstiftung in Hannover.  

Die Henriettenstiftung ist daher auch der Ort einer wissenschaftlichen Tagung vom 27. bis zum 29. Februar 2008, bei der die beiden Wissenschaftlerinnen gemeinsam mit zahlreichen Kolleginnen und Kollegen über ihre Forschung diskutieren. Der erste Teil der Veranstaltung (Start: 27. Februar, 14 Uhr) thematisiert die Veränderungen im Verhältnis zwischen Pflegenden und Patienten. Inwiefern hat sich seit dem 19. Jahrhundert die Pflegepraxis gewandelt, und was bedeutet dies für die konkrete zwischenmenschliche Begegnung? Welche religiösen, medizinischen, ökonomischen und politischen Faktoren haben diesen Wandel mitbestimmt? Der zweite Teil der Veranstaltung (Start: 28. Februar, 14 Uhr) nimmt verstärkt die religiöse Gemeinschaft, also die Diakonie, nach 1945 in den Blick. Wie ist die Geschichte der Henriettenstiftung in die Entwicklungen der Hannoverschen Landeskirche und die Formierung des Sozialstaats eingebettet? Was ist das spezifisch Protestantische im Vergleich zu katholischen Ordensschwestern? Hat sich Religion in den vergangenen 50 Jahren möglicherweise „feminisiert“?  

Interessierte Journalistinnen und Journalisten sind herzlich zu der Veranstaltung eingeladen. Das Programm finden Sie hier. Bitte melden Sie sich bei Interesse an bei Ulrike Tüpker (Projektreferentin), Telefon: 0511 289 2216, oder Joachim Döring (Pressereferent), Telefon: 0511 289 2307. Besonders hinweisen möchten wir auf die Abschlussdiskussion am 29. Februar von 11 bis 12.30 Uhr. Die Tagung findet statt im Fortbildungszentrum der Henriettenstiftung (Marienstraße 72-90 in 30171 Hannover).  

Kontakt Projekt
Leibniz Universität Hannover

Institut für Soziologie und Sozialpsychologie  

Dr. Susanne Kreutzer
E-Mail: s.kreutzer@iso.uni-hannover.de  

Dr. theol. Rajah Scheepers
E-Mail: Rajah.Scheepers@ish.uni-hannover.de  

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