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Es geht los in Herrenhausen: Baustelle wird eingerichtet - NiedersachsenMetall fördert dritten Museumstrakt

24. September 2010

Ab 27. September: Wiederaufbau des Schlosses am historischen Ort

Mit der Einrichtung der Baustelle startet ab dem 27. September 2010 der Wiederaufbau von Schloss Herrenhausen in Hannover. Nach den Plänen des Hamburger Büros JK – Jastrzembski Kotulla entsteht am historischen Ort die klassizistische Fassade der Sommerresidenz der Welfen wieder; die Innenräume sind für eine Nutzung als modernes Tagungszentrum beziehungsweise – in den Flügelbauten – für eine Museumsnutzung konzipiert. Eine erfreuliche Nachricht dazu kam vom Verband der Metallindustriellen Niedersachsens e.V: Mit einer großzügigen Spende von rund 1,25 Mio. Euro ermöglicht er der Landeshauptstadt Hannover die Anmietung eines unterirdischen Quertraktes, der die beiden ebenerdigen Museumsflügel des Schlosses miteinander verbinden soll.

Die Umsetzung des dritten, unterirdischen Museumstrakts steht damit fest. Die Fläche, auf der die Stadt Hannover mit Unterstützung des Landes das Museum im Schloss Herrenhausens einrichten will, wird dadurch vergrößert.

NiedersachsenMetall Hauptgeschäftsführer Dr. Volker Schmidt: „Wir begrüßen sehr, dass nach jahrzehntelanger Debatte der Wiederaufbau des Schlosses nunmehr erfolgt. Durch unseren Beitrag wird der Stadt ein zusätzlicher Ausstellungstrakt zur Verfügung stehen, der die Attraktivität des Museums noch steigert. Schloss Herrenhausen wird als Museum und als internationale Tagungsstätte von Rang weit über die Grenzen unserer Landeshauptstadt hinaus Strahlkraft entwickeln.“

Oberbürgermeister Stephan Weil: „Wir freuen uns über die großzügige Unterstützung des Verbandes der Metallindustriellen. Diese wird den Wissenschafts- und Kulturstandort Hannover stärken.“

Dr. Wilhelm Krull, Generalsekretär der VolkswagenStiftung: „Ich bin froh, dass das Projekt nun unter solch positiven Vorzeichen startet. Dem Verband ist sehr zu danken für das Engagement bei der Förderung des Museumstraktes. Aus unserer Sicht eine beispielgebende Lösung.“

Im Auftrag der IVA KG, einer Immobilientochter der VolkswagenStiftung, werden die Pläne des Hamburger Büros JK umgesetzt. Die Architekten Jastrzembski Kotulla waren im März 2010 als Sieger aus dem Wettbewerb hervorgegangen. Nachdem es nun zum Vertragsabschluss zwischen ihnen und der IVA KG gekommen ist und die Wettbewerbsbeiträge in erste konkrete Entwurfspläne umgearbeitet wurden, kann die Realisierung beginnen.

Ab dem 27. September wird auf dem Ehrenhof und dem Terrain südlich davon die Baustelle eingerichtet und dabei zunächst der Bauzaun errichtet. Dieser wird nach Fertigstellung Ausschnitte der historischen Schlossfassade zeigen, also die von Hofbaumeister Georg Ludwig Friedrich Laves (1788-1864) entworfene Formensprache, die für die Fassadenrekonstruktion des Wiederaufbaus vorgegeben ist. Das Schloss entsteht exakt an der Stelle wieder, an der das bei einem Bombenangriff im Jahr 1943 zerstörte Original stand.

In den folgenden Wochen wird die IVA KG im Ehrenhof dann einen Pavillon mit Informationen zur historischen Bebauung und zum aktuellen Bauprojekt Schloss Herrenhausen aufstellen. Von einer erhöhten Plattform über dem Pavillon aus werden sich Besucher einen Überblick über die Baustelle verschaffen können. Vom Garten aus gestatten zusätzlich die Grotte und die Kaskade einen Einblick. Der Zugang zum Großen Garten wird bis auf Weiteres nur über das Tor beim Besucherparkplatz, dem sogenannten Milchtor im Osten der Anlage möglich sein. Die Beschilderung der Zugänge wird durch die Herrenhäuser Gärten gerade vorbereitet.

Ansicht Lichthof im Untergeschoss

Ansicht großes Auditorium

Ansicht von Nordosten

Ansicht aus dem Plan Erdgeschoss

Ansicht aus dem Plan Untergeschoss

Ansicht aus dem Plan Obergeschoss

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