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Heilung durch Einbildung?! – Kann der Placebo-Effekt „echte“ Medikamente und Operationen ersetzen?

09. November 2007

Internationales Symposium vom 28. bis 30. November 2007 an der Evangelischen Akademie in Tutzing. – Einladung zum  Pressegespräch am Freitag, 30. November, 13.00 bis 14.30 Uhr  

Noch bis vor einigen Jahren herrschte Skepsis bei den Medizinern, wenn vom Placebo-Effekt die Rede war. Heilung durch Einbildung? Konnte man tatsächlich Leiden lindern, indem man die Patienten mit Zuckerkügelchen oder Kochsalzlösung „täuschte“ und sie nur scheinbar medikamentös behandelte? Das leuchtete nicht ein. Doch immer wieder wird genau dieser Placebo-Effekt beobachtet, und mittlerweile kann man ihn zumindest teilweise auch erklären. So wird der aktive Prozess im Gehirn, durch den beispielsweise körpereigene, Schmerz lindernde Stoffe ausgeschüttet werden, durch psychologische Mechanismen wie die Erwartungshaltung oder Lernprozesse bestimmt. Es gibt ihn also, den Placebo-Effekt, doch: Wie lässt er sich gezielt zum Wohle von Patienten nutzen, und warum entfaltet er nicht bei allen Menschen die gleiche Wirkung?  

Um die Kenntnisse zum Placebo-Effekt zu vertiefen und zu erweitern, findet vom 28. bis 30. November 2007 an der Evangelischen Akademie in Tutzing ein von der VolkswagenStiftung mit 53.000 Euro gefördertes internationales Symposium statt. Unter der Leitung von Professor Dr. Manfred Schedlowski vom Universitätsklinikum Essen, Professor Dr. Paul Enck vom Universitätsklinikum Tübingen und Professor Dr. Fabrizio Benedetti von der Universität Turin, Italien, tauschen sich rund 40 Experten aus.  

Die Teilnehmer setzen sich zum einen mit dem Grundverständnis der Funktionsweise des Placebo-Effekts auseinander; gleichermaßen diskutieren sie die Wirkung bei bestimmten Erkrankungen wie etwa der Parkinson’schen Krankheit, bei Depressionen und anderen chronischen und akuten Erkrankungen. Auch die Schmerztherapie ist ein Forschungsfeld in diesem Kontext, das die Wissenschaftler erörtern wollen. Das Tagungsprogramm finden Sie hier. Eine durch Abstracts ergänzte Programmfassung wird in der kommenden Woche ebenfalls unter der genannten Adresse auf unserer Homepage abrufbar sein.   

Das Symposium selbst ist nicht öffentlich. Interessierte Journalistinnen und Journalisten sind jedoch herzlich zum Pressegespräch eingeladen; es findet statt im Anschluss an die Tagung am Freitag, dem 30. November 2007 von 13.00 bis 14.30 Uhr in den Tagungsräumen der Evangelischen Akademie Tutzing. Für die Teilnahme kontaktieren Sie bitte per E-Mail Professor Dr. Manfred Schedlowski: manfred.schedlowski@uk-essen.de.

Kontakt Symposium
Universitätsklinikum Essen
Institut für Medizinische Psychologie und Verhaltensimmunbiologie
Prof. Dr. Manfred Schedlowski
Telefon: 0201 723 - 4500
E-Mail: manfred.schedlowski@uk-essen.de  

Veranstaltung:
Von Mittwoch, den 28. November bis Freitag, den 30. November an der Evangelischen Akademie Tutzing
Schlossstr 2 + 4 82327 Tutzing
www.ev-akademie-tutzing.de

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