10. November 2010: „Tod - vom Tabu zum Topthema?“
Am 10. November jährt sich der Selbstmord von Robert Enke. Am selben Tag wurde in den Herrenhäuser Gesprächen diskutiert, ob sich unser Umgang mit dem Tod neuerdings gewandelt hat: „Tod – Tabu oder Topthema?“
Der Selbstmord von Robert Enke hat ein nie dagewesenes Echo in der Öffentlichkeit gefunden. Seither, so scheint es, ist der Umgang mit dem Tod zum Dauerbrenner in den Medien geworden. Berichte über Sterbehilfe und Hospizbewegung, Palliativmedizin und Plastinate-Shows spiegeln die Vielfalt – und Widersprüchlichkeit – unserer Reaktionen auf das Unvermeidliche wider. Doch kann man tatsächlich von einer Enttabuisierung des Todes sprechen? Oder dient er den Medien bloß als Quotenbringer?
Gäste des Herrenhäuser Gesprächs „Tod – Tabu oder Top-Thema?“ :
Prof. Dr. med. Gian Domenico Borasio, Lehrstuhl für Palliativmedizin, Universität München.
Fritz Roth, Private Trauer Akademie, Bergisch Gladbach.
Prof. Dr. Hubert Knoblauch, Institut für Soziologie, Technische Universität Berlin.
Prof. Dr. Armin Nassehi, Lehrstuhl für Soziologie, Universität München.
Georg Diez, Journalistin und Publizist.
Moderation: Stephan Lohr, NDR Kultur
Mittwoch, 10. November 2010, 19 Uhr, Schlossküche Herrenhausen, Alte Herrenhäuser Strasse 3, 30419 Hannover (Anfahrt).
Programmvorschau:
„Soziale Gerechtigkeit – Utopie oder Garantie?“. Gäste: Günter Grass, Literaturnobelpreisträger. Prof. Dr. Jutta Allmendinger, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Prof. Axel Börsch-Supan, Ph.D., Mannheim Research Institute for the Economics of Aging. Prof. Dr. Stephan Liebig, Fakultät für Soziologie, Universität Bielefeld. Termin: 20. Januar 2011, 19 Uhr, Schlossküche Herrenhausen; Eintritt frei
Weitere Informationen
Die Veranstaltung finden Sie hier als mp3-download:
Tod - vom Tabu zum Topthema, Teil 1
Tod - vom Tabu zum Topthema, Teil 2
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