Mit 27 000 Röntgenblitzen pro Sekunde machen Freie-Elektronen-Laser Dinge sichtbar, die kein Forscher je gesehen hat. Die VolkswagenStiftung unterstützt die Etablierung der neuen Untersuchungsmethode mit einer eigenen Förderinitiative.
Mit Hilfe von Röntgenlasern wollen unter anderem Strukturbiologen in Zukunft die Zusammensetzung von Viren entschlüsseln und Materialwissenschaftler die Eigenschaften von Werkstoffen im Nanobereich dreidimensional erkunden. Möglich macht diese Forschung der Freie-Elektronen-Laser (FEL) für Röntgenstrahlung (X-rays). Dieser wird derzeit am Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY), ein Forschungszentrum der Helmholtz-Gemeinschaft, in Hamburg gebaut und soll voraussichtlich 2014 in Betrieb gehen.
Bis dahin bleibt der Freie-Elektronen-Laser an der Stanford University in Kalifornien der leistungsfähigste („Linac Coherent Light Source“ – LCLS). Seit September 2009 sammeln Forscher/-innen hier experimentelle Erfahrungen. Damit dieses Know-how zum Start des European XFEL auch in Hamburg vorhanden ist, ermöglicht die VolkswagenStiftung Nachwuchswissenschaftler/-innen jetzt einen bis zu zwei Jahre dauernden Forschungsaufenthalt in Stanford, danach eine Förderphase in Deutschland. Sie hat dazu die neue Förderinitiative „Forschung mit Freie-Elektronen-Lasern: Peter Paul Ewald Fellowships am LCLS in Stanford“ ins Leben gerufen.
Die Peter Paul Ewald-Fellowships – benannt nach Peter Paul Ewald (1888-1985), einem Pionier der Röntgenmethoden – richten sich an Postdoktoranden/-innen und werden (zunächst) für drei Jahre vergeben.
Weitere Informationen zur neuen Förderinitiative finden Sie unter „Forschung mit Freie-Elektronen-Lasern: Peter Paul Ewald Fellowships am LCLS in Stanford“ sowie in unserer Pressemitteilung vom 6. Juli 2010.
