Forscher haben bei Grabungen in Chemnitz das bislang vollständigste und am besten erhaltene Exemplar eines kleinen reptilienartigen Sauriers entdeckt.
Zu erkennen sind das Schuppenkleid, Knochen, der Schädel mit Augenhöhlen und Hautschatten. Besonders auffällig ist der sehr lange Schwanz. Dieser Fund erinnert an einen jungen Grünen Leguan. Aber nicht nur Körperbau, sondern auch die Lebensweise als Baumkletterer und wahrscheinlich auch das Nahrungsspektrum sind vergleichbar.
Diese Entdeckung ist der fünfte Reptilienfund der Wissenschaftler des Projekts "Versteinerter Wald Chemnitz" des Museums für Naturkunde, das die VolkswagenStiftung in ihrer Förderinitiative "Forschung an Museen" mit 300.000 Euro unterstützt. Neben den fünf Reptilien förderten Grabungen bisher drei Amphibien zu Tage.
Weitere Informationen zur Präparation der Saurier und zu aktuellen Ergebnissen des Forschungsprojekts finden Sie auf dem YouTube-Channel des Museums für Naturkunde Chemnitz.
Foto: Im Gestein ist der dunkelrote Abdruck eines etwa 23 cm großen Ur-Sauriers zu sehen. Vom Kopf bis zum langen Schwanz ist das komplette Tier sichtbar. Besonders gut erhalten ist das Becken. Der fossile Fund ähnelt einem jungen Grünen Leguan, der heute noch in Mittel- und Südamerika vorkommt (Museum für Naturkunde Chemnitz / Naturhistorisches Museum Schleusingen).
