News-Archiv

Dokumentation des Niedersorbischen

29. November 2011 2011-11-29
Foto: Dabbelju (wikimedia)

Die Cottbuser Zweigstelle des Sorbischen Instituts startet den Aufbau eines digitalen Textkorpus niedersorbischer Dialekte, um diese nur noch von der ältesten Generation gesprochene Form des Niedersorbischen zu dokumentieren, bevor sie ausgestorben ist.

Die VolkswagenStiftung unterstützt das Vorhaben in ihrer Förderinitiative "Dokumentation bedrohter Sprachen" (DoBeS) zunächst für ein Jahr. Die Fördermittel in Höhe von 100.000 Euro für die Pilotphase sollen vor allem für Tonaufnahmen mit Muttersprachlern und für deren Verschriftlichung verwendet werden. Das so entstehende Textkorpus auf Audiobasis wird die noch heute im Alltag verwendeten niedersorbischen Dialekte dokumentieren und darüber hinaus in Zukunft als Grundlage für weitere Forschungen dienen.

Das Projekt unter der Leitung von Dr. Hauke Bartels, Leiter der Abteilung für niedersorbische Forschungen in Cottbus, ist Teil eines längerfristig angelegten umfangreichen Forschungsvorhabens zur möglichst vollständigen Dokumentation der stark bedrohten niedersorbischen Sprache. Mit der Bewilligung des Korpusprojekts durch die VolkswagenStiftung wurde erstmals eine deutsche Minderheitensprache in das renommierte DoBeS-Programm aufgenommen.

Niedersorbisch ist eine westslawische Sprache, die seit dem 7./8. Jahrhundert in der Niederlausitz (im heutigen Bundesland Brandenburg, nördlich von Cottbus) gesprochen wird. Sie ist verwandt mit der in Sachsen heimischen obersorbischen Sprache, hat aber auch Ähnlichkeiten mit dem Polnischen und Tschechischen.

 

Foto: Dabbelju (wikimedia)

Zur Newsübersicht

Newsletter abonnieren



Wenn Sie Ihr Profil ändern oder löschen möchten, klicken Sie hier.

Schriftgröße Schrift zurücksetzenSchrift größerSchrift ganz groß
© VolkswagenStiftung  2012
VolkswagenStiftung Kastanienallee 35 Hannover 30559 Germany 51.124213 10.546875