Warum sind psychische Leiden gerade in Industrieländern weiter auf dem Vormarsch – trotz verbesserter Gesundheitsvorsorge und Lebensbedingungen? Das ist das Thema der internationalen Konferenz "Determinanten psychischer Störungen", die das Hanse-Wissenschaftskolleg mit Unterstützung der VolkswagenStiftung vom 14. bis 16. April 2011 in Delmenhorst veranstaltet.
Laut der World Health Organisation (WHO) werden depressive Störungen im Jahr 2020 die weltweit zweithäufigsten Erkrankungen überhaupt sein. Schon heute gehören Angst- und Suchterkrankungen sowie Schizophrenien zu den zehn am meisten verbreiteten Krankheiten. Eine derartige Zunahme psychischer Störungen zeichnet sich insbesondere in Industrienationen ab. Die Gründe werden auf der internationalen Konferenz "Determinanten psychischer Störungen" am Hanse-Wissenschaftskolleg in Delmenhorst diskutiert.
Themenschwerpunkt der Konferenz ist die Evolutionäre Psychiatrie, die das komplexe Zusammenspiel von Erbanlage und Umwelt für die Entstehung psychischer Erkrankungen untersucht. Ihre These: Die Psyche des Menschen ist noch immer an ursprüngliche Umwelten angepasst, wird heute jedoch mit "modernen" Umwelten konfrontiert. Dieser "Missmatch" ist ursächlich an der Zunahme psychischer Erkrankungen beteiligt.
Weitere Informationen: http://www.h-w-k.de/index.php?id=1733.
